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Energie & Management > Personalie - Leverkusens Versorger will Spitzenmann aus Beckum loseisen
Daniel Dierich (Mitte) soll Chef in Leverkusen werden. Quelle: Energieversorgung Beckum
Personalie

Leverkusens Versorger will Spitzenmann aus Beckum loseisen

Die Energieversorgung Beckum muss sich perspektivisch um einen neuen Geschäftsführer bemühen. Der aktuelle Chef Daniel Dierich ist offenbar auf dem Sprung an den Rhein.
Es deutet sich ein Karrieresprung an. Dr. Daniel Dierich ist offenbar der Topfavorit auf den Chefsessel bei der Energieversorgung Leverkusen (EVL). Die am Rhein eingesetzte Findungskommission hat sich auf den derzeitigen Leiter der Energieversorgung Beckum (EVB) Dierich als Nachfolger des bald ausscheidenden kaufmännischen Geschäftsführers Thomas Eimermacher verständigt.

Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten aus Leverkusen und Beckum hervor. Eine Sprecherin der Stadt Leverkusen, die ebenso 50 Prozent an der EVL hält wie das Kölner Energieunternehmen Rhein-Energie, wollte die Personalie auf Anfrage dieser Redaktion zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen. Die Bestellung des Geschäftsführers sei Teil nicht-öffentlicher Gremiensitzungen. Aus Beckum gab es ebenfalls noch keine Stellungnahme.

Interessant ist die Entwicklung auch aus der Beckumer Perspektive. Die Energieversorgung Beckum (EVB) als aktueller Arbeitgeber von Daniel Dierich konnte davon ausgehen, dies bis Ende 2030 auch zu bleiben. Denn die vorzeitige Vertragsverlängerung zwischen Unternehmen und Spitzenmann ist noch nicht allzu lange her. Im Juni 2025 hatte die EVB bekannt gegeben, die Zusammenarbeit mit dem promovierten Diplom-Kaufmann auszudehnen. Er hatte 2021 bei der EVB, die mehrheitlich eine Tochter der Stadt (66 Prozent der Anteile) ist und zu 34 Prozent der Westenergie AG gehört, angeheuert.

Die Westfalen versorgen nach eigenen Angaben mit über 70 Beschäftigten mehr als 24.000 Kundinnen und Kunden mit Strom, Gas und Wärme. In Leverkusen würde Dierich einem größeren Unternehmen vorstehen, das über 380 Mitarbeitende zählt. 2025 versorgte die EVL laut Website etwa 80.000 Haushalte mit Energie und Wasser.

Leverkusen beendet mit dem designierten Wechsel in der Unternehmensleitung die Zeit der Doppelspitze. Thomas Eimermacher soll den Berichten zufolge früher in den Ruhestand wechseln. Eigentlich läuft sein Vertrag erst Ende 2028 aus. Zuvor war bereits der technische Geschäftsführer Ulrik Dietzler aus Altersgründen ausgeschieden.

Die Sprecherin der Stadt Leverkusen bestätigte die grundsätzliche Verschlankung der Unternehmensleitung. Sie verwies auf einen entsprechenden Ratsbeschluss vom 23. Februar. Der Versorger verspricht sich gemäß Vorlage geringere Personalkosten. Im Umkehrschluss sei „damit eine höhere Ausschüttung an die Gesellschafterinnen“ zu erwarten.

Der neue EVL-Chef Dierich soll möglichst zum 1. Januar 2027 oder im April übernehmen. Dies hängt letztlich auch von der Bereitschaft in Beckum ab, den Unternehmensverantwortlichen von seinen Aufgaben zu entbinden. In Leverkusen steht die Beratung der Personalie durch den Stadtrat aus, danach muss noch die Gesellschafterversammlung der Energieversorgung zustimmen. (vs)

Dienstag, 25.08.2026, 17:04 Uhr
Volker Stephan
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Daniel Dierich (Mitte) soll Chef in Leverkusen werden. Quelle: Energieversorgung Beckum
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Leverkusens Versorger will Spitzenmann aus Beckum loseisen
Die Energieversorgung Beckum muss sich perspektivisch um einen neuen Geschäftsführer bemühen. Der aktuelle Chef Daniel Dierich ist offenbar auf dem Sprung an den Rhein.
Es deutet sich ein Karrieresprung an. Dr. Daniel Dierich ist offenbar der Topfavorit auf den Chefsessel bei der Energieversorgung Leverkusen (EVL). Die am Rhein eingesetzte Findungskommission hat sich auf den derzeitigen Leiter der Energieversorgung Beckum (EVB) Dierich als Nachfolger des bald ausscheidenden kaufmännischen Geschäftsführers Thomas Eimermacher verständigt.

Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten aus Leverkusen und Beckum hervor. Eine Sprecherin der Stadt Leverkusen, die ebenso 50 Prozent an der EVL hält wie das Kölner Energieunternehmen Rhein-Energie, wollte die Personalie auf Anfrage dieser Redaktion zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen. Die Bestellung des Geschäftsführers sei Teil nicht-öffentlicher Gremiensitzungen. Aus Beckum gab es ebenfalls noch keine Stellungnahme.

Interessant ist die Entwicklung auch aus der Beckumer Perspektive. Die Energieversorgung Beckum (EVB) als aktueller Arbeitgeber von Daniel Dierich konnte davon ausgehen, dies bis Ende 2030 auch zu bleiben. Denn die vorzeitige Vertragsverlängerung zwischen Unternehmen und Spitzenmann ist noch nicht allzu lange her. Im Juni 2025 hatte die EVB bekannt gegeben, die Zusammenarbeit mit dem promovierten Diplom-Kaufmann auszudehnen. Er hatte 2021 bei der EVB, die mehrheitlich eine Tochter der Stadt (66 Prozent der Anteile) ist und zu 34 Prozent der Westenergie AG gehört, angeheuert.

Die Westfalen versorgen nach eigenen Angaben mit über 70 Beschäftigten mehr als 24.000 Kundinnen und Kunden mit Strom, Gas und Wärme. In Leverkusen würde Dierich einem größeren Unternehmen vorstehen, das über 380 Mitarbeitende zählt. 2025 versorgte die EVL laut Website etwa 80.000 Haushalte mit Energie und Wasser.

Leverkusen beendet mit dem designierten Wechsel in der Unternehmensleitung die Zeit der Doppelspitze. Thomas Eimermacher soll den Berichten zufolge früher in den Ruhestand wechseln. Eigentlich läuft sein Vertrag erst Ende 2028 aus. Zuvor war bereits der technische Geschäftsführer Ulrik Dietzler aus Altersgründen ausgeschieden.

Die Sprecherin der Stadt Leverkusen bestätigte die grundsätzliche Verschlankung der Unternehmensleitung. Sie verwies auf einen entsprechenden Ratsbeschluss vom 23. Februar. Der Versorger verspricht sich gemäß Vorlage geringere Personalkosten. Im Umkehrschluss sei „damit eine höhere Ausschüttung an die Gesellschafterinnen“ zu erwarten.

Der neue EVL-Chef Dierich soll möglichst zum 1. Januar 2027 oder im April übernehmen. Dies hängt letztlich auch von der Bereitschaft in Beckum ab, den Unternehmensverantwortlichen von seinen Aufgaben zu entbinden. In Leverkusen steht die Beratung der Personalie durch den Stadtrat aus, danach muss noch die Gesellschafterversammlung der Energieversorgung zustimmen. (vs)

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Volker Stephan

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