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Stäwog und SWB wollen die Wärmeversorgung von mehr als 5.000 Wohnungen in Bremerhaven umbauen. Ein Rahmenvertrag verbindet Fernwärme mit dezentralen Lösungen.
Die SWB AG, die als Energieversorger auch Wärmelösungen anbietet, und die „Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH (STÄWOG)“ haben eine langfristige Kooperation vereinbart. Ein Rahmenvertrag soll die Grundlage dafür schaffen, die Wärmeversorgung des kommunalen Wohnungsbestands schrittweise umzustellen. Er umfasst nach Angaben der Partner mehr als 5.000 Wohnungen.
Den größten Teil der Stäwog-Gebäude will der Versorger aus Bremen, der früher als Stadtwerke Bremen firmierte und heute eine Tochtergesellschaft von EWE ist, künftig über das Fernwärmenetz versorgen. Die Partner wollen dabei nicht nach einem einheitlichen Schema vorgehen, sondern die Lösung an Lage, Gebäudestruktur und Wirtschaftlichkeit anpassen. Für Häuser, bei denen sich ein Fernwärmeanschluss nicht rechnet, sollen dezentrale Versorgungskonzepte entstehen.
SWB und Stäwog wollen den Ausbau der Fernwärme mit der Modernisierung des Wohnungsbestands abstimmen. Dies betrifft sowohl bestehende Wohngebiete als auch die Entwicklung neuer Quartiere. Besonders in dicht bebauten Bestandsquartieren sehen die beiden Unternehmen die leitungsgebundene Wärmeversorgung als wichtigen Baustein für die Umstellung auf klimaverträglichere Heizsysteme.
Modell für Kooperationen mit weiteren Wohnungsunternehmen
SWB-Vorstand Gunnar Geise bezeichnete die langfristige Planung als Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes. Die Kooperation knüpfe an eine bereits bestehende Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft an. Stäwog-Geschäftsführer Sieghard Lückehe erklärte, die Gesellschaft wolle ihren Bestand schrittweise auf eine CO2-freie Wärmeversorgung ausrichten. Der Vertrag solle dafür eine verlässliche Grundlage schaffen.
Von dem Ausbau könnten nach Einschätzung der Stäwog auch andere Hauseigentümer in Bremerhaven profitieren, wenn in ihrer Nähe neue Fernwärmeleitungen entstehen. Ob und in welchem Umfang zusätzliche Gebäude angeschlossen werden können, hängt allerdings von der konkreten Netzplanung ab.
Die SWB sieht den Rahmenvertrag zugleich als mögliches Modell für weitere Kooperationen mit Wohnungsunternehmen in Bremen und Bremerhaven. Konkrete Gespräche oder weitere Partner nennt das Unternehmen nicht. Für die Umsetzung der jetzt vereinbarten Zusammenarbeit müssen beide Seiten noch gebäudescharfe Konzepte, Zeitpläne und technische Lösungen festlegen. (ds)
Mittwoch, 22.07.2026, 16:24 Uhr
Davina Spohn
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