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Energie & Management > Smart Meter - Erfolgreiche Migration von 21.000 Smart Metern zu EnBW
Die GWA-Wechsel-Teams von Enercity Netz und EnBW Utility Services. Quelle: Enercity / Jannis Bach
Smart Meter

Erfolgreiche Migration von 21.000 Smart Metern zu EnBW

Enercity Netz hat im Netzgebiet Hannover rund 21.000 Smart Meter und 13.000 Gateways zu EnBW Utility Services migriert, um den Smart-Meter-Rollout und den Systembetrieb weiterzuführen.
Enercity Netz und EnBW Utility Services haben den nach eigenen Angaben bislang größten Wechsel eines Gateway-Administrators (GWA) für Smart-Meter-Gateways in Deutschland abgeschlossen. Laut Enercity Netz, dem Netz- und Messstellenbetreiber mit Sitz in Hannover, wurden nahezu 21.000 intelligente Messsysteme sowie mehr als 13.000 Smart-Meter-Gateways erfolgreich in die Systeme von EnBW Utility Services überführt.

Der Wechsel erfolgte parallel zum laufenden Smart-Meter-Rollout in Hannover und der Region. Enercity Netz, eine hundertprozentige Tochter der Enercity AG in Hannover, verantwortet den Betrieb und die Weiterentwicklung der regionalen Strom- und Gasverteilnetze. Mit der Migration hat das Unternehmen zugleich den Wechsel des Dienstleisters und des IT-Systems vollzogen.

Gute Bilanz der Migration

Nach Angaben von Enercity Netz dauerte die sogenannte Freeze-Phase, in der keine Änderungen an den Systemen vorgenommen werden, acht Wochen. Die Verlustquote habe bei rund zwei Prozent gelegen. Stefanie Krüger, Bereichsleitung Meter2Cash bei Enercity Netz, ordnet das Ergebnis im Vergleich zur Branche ein. In ähnlichen Projekten lägen Freeze-Phasen häufig zwischen vier und acht Monaten, die Verlustquoten zwischen acht und zehn Prozent, sagte Krüger laut Unternehmensmitteilung.

Seit Abschluss der Migration übernimmt EnBW Utility Services die zentrale Administration und den Betrieb der Smart-Meter-Gateways. Die EnBW Utility Services sind eine Geschäftseinheit der EnBW Energie Baden-Württemberg in Karlsruhe und bieten Dienstleistungen für Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke an. Dazu zählen laut EnBW unter anderem der Betrieb intelligenter Messsysteme und die sichere Übertragung von Messdaten.

Intelligente Netze im Wachsen

Diese Messdaten bilden nach Angaben der Unternehmen die Grundlage für Anwendungen wie dynamische Stromtarife sowie für eine flexiblere und effizientere Steuerung der Verteilnetze. Enercity Netz setzt dabei künftig auf ein zentrales und automatisiertes Störungsmanagement. Der Systemwechsel ermögliche zudem weitere Funktionen für den Ausbau intelligenter Netze, teilte das Unternehmen mit.
Krüger betont die Bedeutung der Gateway-Administration für den Rollout. Eine sichere und zuverlässige Administration sei Voraussetzung dafür, dass der flächendeckende Einbau intelligenter Messsysteme seinen Nutzen entfalten könne. EnBW Utility Services sei als einer der größeren Anbieter in diesem Bereich ein geeigneter Partner, um hohe Stückzahlen zu bewältigen und stabile Prozesse sicherzustellen, sagte sie.

Steuerbare Verbraucher noch in diesem Jahr einbinden

Auch EnBW bewertet das Projekt positiv. Steffen Reitz, Bereichsleitung Dienstleistungen Netze BW und Shared Services bei EnBW, bezeichnete die Gateway-Administration als zentralen Baustein jeder Smart-Energy-Infrastruktur. Die Migration der Smart Meter sehe EnBW als Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit, etwa bei der Einbindung zusätzlicher Anwendungen.

Konkret planen die Partner, künftig auch steuerbare Verbrauchseinrichtungen in die Systeme einzubinden. Dazu zählen nach Unternehmensangaben sogenannte Controllable Local Systems wie Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge. Über spezielle CLS-Management-Systeme sollen diese Anlagen gezielt gesteuert werden, um Lastspitzen im Netz zu reduzieren.

Die Einführung dieser Funktion soll noch in diesem Jahr beginnen. Krüger verweist darauf, dass Enercity Netz damit nicht nur gesetzlichen Vorgaben für Messstellenbetreiber nachkomme. Ziel sei es auch, erneuerbare Energien besser in das Netz zu integrieren, die Flexibilität zu erhöhen und die Stabilität der Versorgung in Hannover und der Region zu stärken.

Dienstag, 10.02.2026, 13:48 Uhr
Susanne Harmsen
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Die GWA-Wechsel-Teams von Enercity Netz und EnBW Utility Services. Quelle: Enercity / Jannis Bach
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Erfolgreiche Migration von 21.000 Smart Metern zu EnBW
Enercity Netz hat im Netzgebiet Hannover rund 21.000 Smart Meter und 13.000 Gateways zu EnBW Utility Services migriert, um den Smart-Meter-Rollout und den Systembetrieb weiterzuführen.
Enercity Netz und EnBW Utility Services haben den nach eigenen Angaben bislang größten Wechsel eines Gateway-Administrators (GWA) für Smart-Meter-Gateways in Deutschland abgeschlossen. Laut Enercity Netz, dem Netz- und Messstellenbetreiber mit Sitz in Hannover, wurden nahezu 21.000 intelligente Messsysteme sowie mehr als 13.000 Smart-Meter-Gateways erfolgreich in die Systeme von EnBW Utility Services überführt.

Der Wechsel erfolgte parallel zum laufenden Smart-Meter-Rollout in Hannover und der Region. Enercity Netz, eine hundertprozentige Tochter der Enercity AG in Hannover, verantwortet den Betrieb und die Weiterentwicklung der regionalen Strom- und Gasverteilnetze. Mit der Migration hat das Unternehmen zugleich den Wechsel des Dienstleisters und des IT-Systems vollzogen.

Gute Bilanz der Migration

Nach Angaben von Enercity Netz dauerte die sogenannte Freeze-Phase, in der keine Änderungen an den Systemen vorgenommen werden, acht Wochen. Die Verlustquote habe bei rund zwei Prozent gelegen. Stefanie Krüger, Bereichsleitung Meter2Cash bei Enercity Netz, ordnet das Ergebnis im Vergleich zur Branche ein. In ähnlichen Projekten lägen Freeze-Phasen häufig zwischen vier und acht Monaten, die Verlustquoten zwischen acht und zehn Prozent, sagte Krüger laut Unternehmensmitteilung.

Seit Abschluss der Migration übernimmt EnBW Utility Services die zentrale Administration und den Betrieb der Smart-Meter-Gateways. Die EnBW Utility Services sind eine Geschäftseinheit der EnBW Energie Baden-Württemberg in Karlsruhe und bieten Dienstleistungen für Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke an. Dazu zählen laut EnBW unter anderem der Betrieb intelligenter Messsysteme und die sichere Übertragung von Messdaten.

Intelligente Netze im Wachsen

Diese Messdaten bilden nach Angaben der Unternehmen die Grundlage für Anwendungen wie dynamische Stromtarife sowie für eine flexiblere und effizientere Steuerung der Verteilnetze. Enercity Netz setzt dabei künftig auf ein zentrales und automatisiertes Störungsmanagement. Der Systemwechsel ermögliche zudem weitere Funktionen für den Ausbau intelligenter Netze, teilte das Unternehmen mit.
Krüger betont die Bedeutung der Gateway-Administration für den Rollout. Eine sichere und zuverlässige Administration sei Voraussetzung dafür, dass der flächendeckende Einbau intelligenter Messsysteme seinen Nutzen entfalten könne. EnBW Utility Services sei als einer der größeren Anbieter in diesem Bereich ein geeigneter Partner, um hohe Stückzahlen zu bewältigen und stabile Prozesse sicherzustellen, sagte sie.

Steuerbare Verbraucher noch in diesem Jahr einbinden

Auch EnBW bewertet das Projekt positiv. Steffen Reitz, Bereichsleitung Dienstleistungen Netze BW und Shared Services bei EnBW, bezeichnete die Gateway-Administration als zentralen Baustein jeder Smart-Energy-Infrastruktur. Die Migration der Smart Meter sehe EnBW als Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit, etwa bei der Einbindung zusätzlicher Anwendungen.

Konkret planen die Partner, künftig auch steuerbare Verbrauchseinrichtungen in die Systeme einzubinden. Dazu zählen nach Unternehmensangaben sogenannte Controllable Local Systems wie Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge. Über spezielle CLS-Management-Systeme sollen diese Anlagen gezielt gesteuert werden, um Lastspitzen im Netz zu reduzieren.

Die Einführung dieser Funktion soll noch in diesem Jahr beginnen. Krüger verweist darauf, dass Enercity Netz damit nicht nur gesetzlichen Vorgaben für Messstellenbetreiber nachkomme. Ziel sei es auch, erneuerbare Energien besser in das Netz zu integrieren, die Flexibilität zu erhöhen und die Stabilität der Versorgung in Hannover und der Region zu stärken.

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Susanne Harmsen

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