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Energie & Management > Gas - Equinor startet nächste Förderstufe im Troll-Feld
Quelle: Shutterstock / marketlan
Gas

Equinor startet nächste Förderstufe im Troll-Feld

Das staatliche norwegische Explorationsunternehmen Equinor hat im Erdgasfeld Troll die nächste Förderstufe gestartet. 
Equinor hat nach eigenen Angaben am 22. August die Produktion im Unterwasserprojekt Troll Phase 3, Stufe 2, aufgenommen − und das früher als geplant, teilte das norwegische Explorationsunternehmen am 25. August mit. Mit der Erweiterung wollen die Betreiber die Förderung von 55 Milliarden Standardkubikmetern Gas aus der Lagerstätte Troll West beschleunigen und das derzeitige Exportniveau des Feldes länger aufrechterhalten. 

Das Projekt ging früher in Betrieb als zunächst vorgesehen. Der Produktionsstart war ursprünglich gegen Ende des Jahres geplant. Nach Angaben des Betreibers Equinor liegen die Projektkosten zudem mehrere hundert Millionen norwegische Kronen unter der Kostenschätzung von 12,3 Milliarden NOK (umgerechnet rund 1,13 Milliarden Euro). Die Investitionsentscheidung für die zweite Stufe hatten die Partner vor etwas mehr als zwei Jahren getroffen.

​Troll bleibt wichtig für europäische Gasversorgung

Das Troll-Feld gehört zu den zentralen Quellen der norwegischen Gasversorgung Europas. Nach Angaben von Equinor enthält es rund 40 Prozent der Gasreserven auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Gas aus Troll deckt dem Unternehmen zufolge etwa 10 Prozent des europäischen Bedarfs. Die nun schneller erschließbaren 55 Milliarden Standardkubikmeter entsprechen laut Equinor annähernd dem Gasverbrauch Frankreichs über zwei Jahre.

Das zusätzliche Gas aus Troll West gelangt zur Plattform Troll A und anschließend über die vorhandene Infrastruktur zur Gasaufbereitungsanlage Kollsnes an der norwegischen Küste. Sowohl Troll A als auch Kollsnes beziehen Strom vom Festland. Equinor verweist deshalb auf niedrige Emissionen bei der Förderung und Aufbereitung des Gases.

Entwicklung des Troll-Feldes läuft seit Jahrzehnten

Troll produziert seit 30 Jahren Gas und gilt als größtes gasproduzierendes Feld Norwegens. Wegen der Größe der Lagerstätte gliederten die Betreiber die Entwicklung in mehrere Phasen. Phase 1 erschloss das Gas in Troll East und umfasste unter anderem Troll A sowie die Anlage Kollsnes. Phase 2 konzentrierte sich auf die Ölvorkommen in Troll West und führte zum Bau der Plattformen Troll B und Troll C.

Phase 3 erschließt die Gaskappe oberhalb der weiterhin produzierenden Öllagerstätte in Troll West. Das Gas nutzt dabei weitgehend die bereits vorhandene Infrastruktur und gelangt über Troll A in das norwegische Transportsystem.

Die Entwicklung von Troll West ist mit der jetzt gestarteten Stufe noch nicht abgeschlossen. Die Partner haben bereits die nächste Maßnahme beschlossen. Mit dem Projekt Troll West Increased Gas Recovery North, kurz „TWIN“, wollen sie die Gasgewinnung im nördlichen Teil von Troll West weiterentwickeln. 

Geplant sind im Projekt „TWIN“ zwei neue Förderbohrungen, die über eine Unterwasseranlage und eine Pipeline an die bestehende Infrastruktur angebunden werden, teilte Equinor im Juni dieses Jahres mit (wir berichteten). Zudem sollen bestehende Versorgungsleitungen erweitert werden. Die Inbetriebnahme ist nach Angaben von Equinor für 2028 vorgesehen.

Nach Unternehmensangaben soll das Projekt rund 11 Milliarden Kubikmeter Erdgas zusätzlich erschließen. „TWIN“ ist der dritte Entwicklungsschritt im Troll-A-Feld. Es soll die hohe Auslastung der Plattform Troll A sowie der Gasaufbereitungsanlage Kollsnes bis 2030 sichern.

An dem Projekt beteiligt sind neben Equinor die Unternehmen Petoro (Norwegen), Shell (Großbritannien), Total Energies (Frankreich) sowie Conoco Phillips (USA). (hr)

Dienstag, 25.08.2026, 10:22 Uhr
Heidi Roider
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Equinor startet nächste Förderstufe im Troll-Feld
Das staatliche norwegische Explorationsunternehmen Equinor hat im Erdgasfeld Troll die nächste Förderstufe gestartet. 
Equinor hat nach eigenen Angaben am 22. August die Produktion im Unterwasserprojekt Troll Phase 3, Stufe 2, aufgenommen − und das früher als geplant, teilte das norwegische Explorationsunternehmen am 25. August mit. Mit der Erweiterung wollen die Betreiber die Förderung von 55 Milliarden Standardkubikmetern Gas aus der Lagerstätte Troll West beschleunigen und das derzeitige Exportniveau des Feldes länger aufrechterhalten. 

Das Projekt ging früher in Betrieb als zunächst vorgesehen. Der Produktionsstart war ursprünglich gegen Ende des Jahres geplant. Nach Angaben des Betreibers Equinor liegen die Projektkosten zudem mehrere hundert Millionen norwegische Kronen unter der Kostenschätzung von 12,3 Milliarden NOK (umgerechnet rund 1,13 Milliarden Euro). Die Investitionsentscheidung für die zweite Stufe hatten die Partner vor etwas mehr als zwei Jahren getroffen.

​Troll bleibt wichtig für europäische Gasversorgung

Das Troll-Feld gehört zu den zentralen Quellen der norwegischen Gasversorgung Europas. Nach Angaben von Equinor enthält es rund 40 Prozent der Gasreserven auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Gas aus Troll deckt dem Unternehmen zufolge etwa 10 Prozent des europäischen Bedarfs. Die nun schneller erschließbaren 55 Milliarden Standardkubikmeter entsprechen laut Equinor annähernd dem Gasverbrauch Frankreichs über zwei Jahre.

Das zusätzliche Gas aus Troll West gelangt zur Plattform Troll A und anschließend über die vorhandene Infrastruktur zur Gasaufbereitungsanlage Kollsnes an der norwegischen Küste. Sowohl Troll A als auch Kollsnes beziehen Strom vom Festland. Equinor verweist deshalb auf niedrige Emissionen bei der Förderung und Aufbereitung des Gases.

Entwicklung des Troll-Feldes läuft seit Jahrzehnten

Troll produziert seit 30 Jahren Gas und gilt als größtes gasproduzierendes Feld Norwegens. Wegen der Größe der Lagerstätte gliederten die Betreiber die Entwicklung in mehrere Phasen. Phase 1 erschloss das Gas in Troll East und umfasste unter anderem Troll A sowie die Anlage Kollsnes. Phase 2 konzentrierte sich auf die Ölvorkommen in Troll West und führte zum Bau der Plattformen Troll B und Troll C.

Phase 3 erschließt die Gaskappe oberhalb der weiterhin produzierenden Öllagerstätte in Troll West. Das Gas nutzt dabei weitgehend die bereits vorhandene Infrastruktur und gelangt über Troll A in das norwegische Transportsystem.

Die Entwicklung von Troll West ist mit der jetzt gestarteten Stufe noch nicht abgeschlossen. Die Partner haben bereits die nächste Maßnahme beschlossen. Mit dem Projekt Troll West Increased Gas Recovery North, kurz „TWIN“, wollen sie die Gasgewinnung im nördlichen Teil von Troll West weiterentwickeln. 

Geplant sind im Projekt „TWIN“ zwei neue Förderbohrungen, die über eine Unterwasseranlage und eine Pipeline an die bestehende Infrastruktur angebunden werden, teilte Equinor im Juni dieses Jahres mit (wir berichteten). Zudem sollen bestehende Versorgungsleitungen erweitert werden. Die Inbetriebnahme ist nach Angaben von Equinor für 2028 vorgesehen.

Nach Unternehmensangaben soll das Projekt rund 11 Milliarden Kubikmeter Erdgas zusätzlich erschließen. „TWIN“ ist der dritte Entwicklungsschritt im Troll-A-Feld. Es soll die hohe Auslastung der Plattform Troll A sowie der Gasaufbereitungsanlage Kollsnes bis 2030 sichern.

An dem Projekt beteiligt sind neben Equinor die Unternehmen Petoro (Norwegen), Shell (Großbritannien), Total Energies (Frankreich) sowie Conoco Phillips (USA). (hr)

Dienstag, 25.08.2026, 10:22 Uhr
Heidi Roider

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