Quelle: Entega
Die Entega hat den Konzerngewinn über Plan gesteigert. Bis 2030 will der Konzern rund 1,1 Milliarden Euro in Netze, Fernwärme, Glasfaser und Wasserinfrastruktur investieren.
Der Energie- und Telekommunikationsdienstleister Entega mit Sitz in Darmstadt zeigt sich mit dem Geschäftsjahr 2025 zufrieden. „Wir haben 2025 gezeigt, dass wir Wachstum, Investitionen und Stabilität gleichzeitig können“, sagte Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Entega AG.
Der Konzern erzielte eine Gesamtleistung von 3,121 Milliarden Euro. Das Ebit lag 2025 mit 121,7 Millionen Euro um 6,4 Millionen Euro über der Planung und auch über dem Vorjahreswert von 114,9 Millionen Euro. Der Konzerngewinn erreichte 46,4 Millionen Euro, liegt damit etwa auf Höhe des Vorjahreswertes (48 Millionen Euro) und übertraf den Planwert um 2,8 Millionen Euro.
Im Vertrieb stiegen die Umsätze vor allem durch einen höheren Stromabsatz bei Geschäftskunden. Im Energiehandel führten niedrigere Preise und geringere Mengen dagegen zu rückläufigen Umsätzen. Im Netzgeschäft erhöhten sich die Erlöse aus Netzentgelten und Umlagen. Das Geschäftsfeld Erzeugung profitierte von höheren Absatzmengen.
Zum Jahresende 2025 belief sich die Bilanzsumme des Konzerns auf 2,5 Milliarden Euro. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 93,5 Millionen Euro beziehungsweise 7,2 Prozent. Das Eigenkapital wuchs auf 315,3 Millionen Euro. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote jedoch von 19,1 auf 17,8 Prozent. Nach Unternehmensangaben soll die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden, um die anstehenden Investitionen finanzieren zu können.
1,1 Milliarden Euro für Netze, Wärme und Glasfaser
Im Geschäftsjahr 2025 investierte Entega konzernweit 206,8 Millionen Euro. Für die Jahre 2026 bis 2030 plant das Unternehmen Bruttoinvestitionen von rund 1,1 Milliarden Euro. Schwerpunkte bilden der Ausbau der Glasfasernetze, die Modernisierung der Stromverteilnetze, die Erneuerung der Wasserinfrastruktur sowie der Ausbau des Fernwärmenetzes in Darmstadt, teilte das Unternehmen dazu weiter mit.
Im Bereich der erneuerbaren Energien betreibt Entega Windparks mit einer installierten Leistung von knapp 260 MW sowie Solarparks mit 48 MW. Die Anlagen erzeugten 2025 nach Unternehmensangaben mehr als 750 Millionen kWh Strom. Künftig sollen weitere Wind- und Solarprojekte vor allem in der Region entstehen.
Bei der kommunalen Wärmeversorgung arbeitet Entega mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammen. Die Ende 2025 beschlossene kommunale Wärmeplanung bildet nach Angaben des Unternehmens die Grundlage für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes und die Umstrukturierung der Wärmeauskopplung am Müllheizkraftwerk Darmstadt. Parallel befindet sich das Müllheizkraftwerk Wiesbaden in der Bau- und Inbetriebnahmephase (wir berichteten).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Am Osterwochenende 2026 stellte die IT-Tochter „COUNT+CARE“ gemeinsam für Entega und die Stadtwerke Mainz die Abrechnungssysteme auf SAP S/4HANA Utilities um. Das Unternehmen sieht darin die Grundlage für digitale Prozesse und neue Dienstleistungen.
Mittwoch, 1.07.2026, 13:10 Uhr
Heidi Roider
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