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Nach dem Umweltbundesamt hat nun auch das Statistische Bundesamt (Destatis) seine Zahlen zur Energieerzeugung im Jahr 2025 veröffentlicht.
Nach vorläufigen Angaben von Destatis wurden 2025 insgesamt 438,2
Milliarden kWh Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Dies waren 1,4
Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der hierzulande erzeugte und eingespeiste Strom stammte wie schon in den Jahren 2023 und 2024 überwiegend aus erneuerbaren Quellen (58,6
Prozent).
Während die regenerativ erzeugte Strommenge im vergangenen Jahr mit 256,9
Milliarden kWh weitgehend gleichgeblieben sei, sei die heimische konventionelle Erzeugung gegenüber 2024 um 3,6
Prozent auf 181,3
Milliarden kWh gestiegen. Damit habe sie einen Anteil von 41,4
Prozent erreicht.
Die Bedeutung der Kohle sei für die inländische Stromerzeugung weitgehend unverändert geblieben. Mit 96,8
Milliarden kWh habe die Einspeisung um 0,5
Prozent unter dem Vorjahr gelegen. Der Anteil des Kohlestroms an der gesamten inländischen Stromproduktion sei von 22,5 auf 22,1
Prozent gesunken, schreiben die Statistiker.
Die Stromerzeugung und -einspeisung aus Erdgas haben dagegen 2025 deutlich zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Anstieg 10,2
Prozent auf 70,6
Milliarden kWh, was einen Anteil von 16,1
Prozent an der gesamten Stromproduktion ausmacht.
Im Jahr 2022, nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, war der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung zunächst auf 11,5
Prozent gefallen, im Jahr darauf aber wieder auf 13,7
Prozent und 2024 auf 14,8
Prozent gestiegen. Wie beim Strom aus Photovoltaik sei damit auch beim Erdgas die höchste produzierte Strommenge und der höchste Anteil an der gesamten inländischen Stromerzeugung seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 erreicht worden.
Erneuerbare weiterhin mit größtem Anteil an inländischer Erzeugung Die Einspeisung von PV-Strom hat 2025 gegenüber dem Vorjahr um 17,4
Prozent auf 70,1
Milliarden kWh zugenommen. Dies entspricht 16,0
Prozent der gesamten inländischen Erzeugung. Demgegenüber sank die aus Windkraft erzeugte Menge um 3,6
Prozent auf 131,3
Milliarden kWh. Damit einher geht ein rückläufiger Anteil an der Stromerzeugung insgesamt. Für die Windkraft stehen nun noch 30,0
Prozent zu Buche (2024: 31,5
Prozent). Bei der Wasserkraft ist der Rückgang noch deutlicher: Um 22,5
Prozent sank die erzeugte Strommenge auf 15,8
Milliarden kWh.
Die Importe nach Deutschland gingen im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 2,6
Prozent auf 79,6
Milliarden kWh zurück (2024: 81,7
Milliarden kWh). Gleichzeitig stieg die von Deutschland exportierte Strommenge um 8,7
Prozent auf 60,2
Milliarden kWh (2024: 55,4
Milliarden kWh). Gleichwohl habe Deutschland im dritten Jahr hintereinander deutlich mehr Strom importiert als exportiert. Der Importüberschuss sei jedoch um 26,2
Prozent von 26,3
Milliarden kWh im Jahr 2024 auf 19,4
Milliarden kWh im Jahr 2025.
Beim Wandel des Energiemixes im Zeitverlauf sprechen die Statistiker von einem Trend. Bis 2022 hätten noch konventionelle Energieträger dominiert. Aber 2023 habe sich das Bild gewandelt, und 2025 sei in fast allen Monaten mehr Strom aus erneuerbaren als aus konventionellen Energieträgern eingespeist worden. Im Jahr 2018, dem ersten Jahr der Erhebung, waren mit 207,5
Milliarden kWh noch fast ein Viertel weniger Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und ins Netz eingespeist worden als 2025.
Seither ist aber auch die Erzeugung aus konventionellen Quellen rückläufig. Während 2018 noch 355,8
Milliarden kWh aus fossilen Quellen eingespeist worden waren, war es 2024 mit 175,0
Milliarden kWh nur noch die Hälfte. Allerdings ist im Jahr 2024. Im Jahr 2025 war dann wieder ein Anstieg auf 181,3
Milliarden kWh zu verzeichnen.
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Stromeinspeisung in das Netz ab 2018 (zum Vergrößern auf die Grafik klicken) Quelle: Destatis |
Freitag, 6.03.2026, 15:58 Uhr
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