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Der Trianel Windpark Borkum I ist für den Regelenergiemarkt präqualifiziert und liefert negative Sekundärregelleistung. Eine dafür entwickelte Fernwirkinfrastruktur macht es möglich.
Der Trianel Windpark Borkum I hat sich mit rund 70 MW Leistung für den Regelenergiemarkt präqualifiziert und liefert seit Juli 2026 negative Sekundärregelleistung. Die Vermarktung ist am 22. Juli 2026 gestartet, teilte die Stadtwerke-Kooperation Trianel nun am 27. August mit.
Die Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (TWB) wurde 2008 für den Bau gegründet. Hinter ihr stehen 33 Stadtwerke und kommunale Energieversorger, die unter Federführung der Stadtwerke-Kooperation Trianel den damals ersten rein kommunalen Offshore-Windpark Europas realisierten.
„Seit seiner Inbetriebnahme vor über zehn Jahren hat er bereits über 6,59 Milliarden Kilowattstunden Strom auf hoher See produziert“, erklärt Florian Würtz, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. „Mit der Teilnahme am Regelenergiemarkt leisten wir jetzt einen weiteren Beitrag zur Transformation des Energiesystems und stellen die notwendige Flexibilität bereit. Wir lösen also ein Problem, das durch die fluktuierende Einspeisung erneuerbarer Energien entsteht, durch den Einsatz erneuerbarer Energien.“
Abrufe erfolgen in Echtzeit
Nach den Angaben von Trianel macht eine speziell entwickelte Fernwirkinfrastruktur es möglich, Regelenergie bereitzustellen. Sie übermittelt Abrufe der Übertragungsnetzbetreiber in Echtzeit an den Windpark und setzt die erforderlichen Leistungsanpassungen automatisiert um. Die Systemarchitektur ist laut der Stadtwerke-Kooperation redundant ausgelegt und gewährleistet die hohen technischen Anforderungen des Regelenergiemarkts.
„Die Präqualifizierung des Windparks zeigt, dass erneuerbare Energien weit mehr leisten können als die reine Stromproduktion“, ergänzt Lars Becker, Abteilungsleiter „Virtuelles Kraftwerk“ der Trianel GmbH. „Damit erhöht sich die wirtschaftliche Attraktivität des Offshore-Windparks. Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien optimal in den Energiemarkt zu integrieren. Neben dem Abschluss von Power Purchase Agreements eröffnet die Teilnahme am Regelenergiemarkt zusätzliche Erlöspotenziale.“ (hr)
Freitag, 28.08.2026, 09:27 Uhr
Heidi Roider
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