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Energie & Management > Wasserstoff - Baustart für erste Wasserstoffleitung im Saarland
Beim Spatenstich der neuen Wasserstoff-Leitung im Saarland. Quelle: Creos
Wasserstoff

Baustart für erste Wasserstoffleitung im Saarland

Creos beginnt mit dem Bau des deutschen Abschnitts von „MosaHYc“. Die 17 Kilometer lange Leitung soll Wasserstoff aus Frankreich nach Dillingen transportieren.
Der Bau der Wasserstoffleitung „MosaHYc“ zwischen der deutsch-französischen Grenze bei Leidingen in Wallerfangen und Dillingen (beide im Saarland) hat begonnen, teilte Creos mit. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft gab Creos den offiziellen Startschuss für die Arbeiten Ende August mit einem Spatenstich in Wallerfangen-Gisingen. Der Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben wurde nach Angaben des Unternehmens im Juli 2026 erteilt und ist bestandskräftig. Nun beginnen Rohr- und Tiefbauarbeiten. Creos rechnet mit einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren.

Die Leitung soll vor allem die Voraussetzungen für die Versorgung industrieller Abnehmer im Saarland schaffen. Die Landesregierung sieht dabei insbesondere die Stahlindustrie als Abnehmer. Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) verwies beim Baustart zudem auf die Möglichkeit, weitere Unternehmen an das Netz anzuschließen.

Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) ordnete das Projekt in die Transformation des Industriestandorts ein: „Hier, im Herzen Europas, wird Wasserstoff zur Realität. Wir schaffen die Infrastruktur, die es braucht, um unsere Industrie klimafreundlicher und wettbewerbsfähig in die Zukunft zu führen. Damit gehen wir bei der Transformation voran – im Saarland und gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn.“

Anschluss für die saarländische Industrie

„MosaHYc“ soll mit dem deutschen Wasserstoff-Kernnetz sowie weiteren Vorhaben in Europa verbunden werden. Über diese Netzinfrastruktur sollen perspektivisch mehrere Bezugsrichtungen für Wasserstoff erschlossen werden. Creos verweist unter anderem auf Importpfade aus Norddeutschland, von der Iberischen Halbinsel sowie über Luxemburg und Belgien. 

Die Creos-Mutter Encevo sieht „MosaHYc“ als Ausgangspunkt für weitere Infrastrukturprojekte. Encevo-Chef Claude Seywert verwies insbesondere auf industrielle Prozesse und den Schwerlastverkehr als mögliche Einsatzfelder für Wasserstoff. Creos selbst baut parallel seine Rolle als Betreiber von Wasserstoffinfrastruktur aus und gehört zu den Betreibern des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.

Auf deutscher Seite werden neue Leitungen verlegt

Creos mit Sitz in Homburg (Saarland) entwickelt das Vorhaben gemeinsam mit dem französischen Netzbetreiber „NaTran“. Während auf deutscher Seite ein Leitungsneubau entsteht, sollen in Frankreich bestehende Gasleitungen für den Wasserstofftransport umgerüstet und durch neue Abschnitte ergänzt werden. Nach Angaben von Creos umfasst der jetzt vergebene Auftrag die detaillierte Ausführungsplanung, die Verlegung der Stahlrohre sowie die Querung von Straßen, Bahnstrecken und Gewässern. Hinzu kommen technische Prüfungen für die spätere Inbetriebnahme der Infrastruktur.

Mit einem Investitionsvolumen von derzeit rund 70 Millionen Euro handelt es sich nach Unternehmensangaben um das größte Wasserstoff-Infrastrukturprojekt im Saarland. Das Vorhaben erhält Fördermittel im Rahmen eines „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI). Nach früheren Angaben von Creos stellen Bund und Saarland dafür insgesamt 44 Millionen Euro bereit. Davon entfallen 31 Millionen Euro auf den Bund und 13 Millionen Euro auf das Saarland. (hr)
 

Details zu „MosaHYc“

Der Name steht für „Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion“ und bezeichnet ein deutsch-französisches Wasserstoffleitungsprojekt. Die Creos Deutschland Wasserstoff GmbH und der französische Fernleitungsnetzbetreiber „NaTran“ wollen im Rahmen des Projektes eine grenzüberschreitende Infrastruktur aufbauen. Auf deutscher Seite entsteht eine rund 16 Kilometer lange Wasserstoffleitung zwischen Leidingen und Dillingen im Saarland. Ziel ist es, Industrieunternehmen in der Region mit Wasserstoff zu versorgen und insbesondere die Transformation der Stahlindustrie zu unterstützen.
 

Montag, 31.08.2026, 10:42 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Wasserstoff - Baustart für erste Wasserstoffleitung im Saarland
Beim Spatenstich der neuen Wasserstoff-Leitung im Saarland. Quelle: Creos
Wasserstoff
Baustart für erste Wasserstoffleitung im Saarland
Creos beginnt mit dem Bau des deutschen Abschnitts von „MosaHYc“. Die 17 Kilometer lange Leitung soll Wasserstoff aus Frankreich nach Dillingen transportieren.
Der Bau der Wasserstoffleitung „MosaHYc“ zwischen der deutsch-französischen Grenze bei Leidingen in Wallerfangen und Dillingen (beide im Saarland) hat begonnen, teilte Creos mit. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft gab Creos den offiziellen Startschuss für die Arbeiten Ende August mit einem Spatenstich in Wallerfangen-Gisingen. Der Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben wurde nach Angaben des Unternehmens im Juli 2026 erteilt und ist bestandskräftig. Nun beginnen Rohr- und Tiefbauarbeiten. Creos rechnet mit einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren.

Die Leitung soll vor allem die Voraussetzungen für die Versorgung industrieller Abnehmer im Saarland schaffen. Die Landesregierung sieht dabei insbesondere die Stahlindustrie als Abnehmer. Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) verwies beim Baustart zudem auf die Möglichkeit, weitere Unternehmen an das Netz anzuschließen.

Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) ordnete das Projekt in die Transformation des Industriestandorts ein: „Hier, im Herzen Europas, wird Wasserstoff zur Realität. Wir schaffen die Infrastruktur, die es braucht, um unsere Industrie klimafreundlicher und wettbewerbsfähig in die Zukunft zu führen. Damit gehen wir bei der Transformation voran – im Saarland und gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn.“

Anschluss für die saarländische Industrie

„MosaHYc“ soll mit dem deutschen Wasserstoff-Kernnetz sowie weiteren Vorhaben in Europa verbunden werden. Über diese Netzinfrastruktur sollen perspektivisch mehrere Bezugsrichtungen für Wasserstoff erschlossen werden. Creos verweist unter anderem auf Importpfade aus Norddeutschland, von der Iberischen Halbinsel sowie über Luxemburg und Belgien. 

Die Creos-Mutter Encevo sieht „MosaHYc“ als Ausgangspunkt für weitere Infrastrukturprojekte. Encevo-Chef Claude Seywert verwies insbesondere auf industrielle Prozesse und den Schwerlastverkehr als mögliche Einsatzfelder für Wasserstoff. Creos selbst baut parallel seine Rolle als Betreiber von Wasserstoffinfrastruktur aus und gehört zu den Betreibern des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.

Auf deutscher Seite werden neue Leitungen verlegt

Creos mit Sitz in Homburg (Saarland) entwickelt das Vorhaben gemeinsam mit dem französischen Netzbetreiber „NaTran“. Während auf deutscher Seite ein Leitungsneubau entsteht, sollen in Frankreich bestehende Gasleitungen für den Wasserstofftransport umgerüstet und durch neue Abschnitte ergänzt werden. Nach Angaben von Creos umfasst der jetzt vergebene Auftrag die detaillierte Ausführungsplanung, die Verlegung der Stahlrohre sowie die Querung von Straßen, Bahnstrecken und Gewässern. Hinzu kommen technische Prüfungen für die spätere Inbetriebnahme der Infrastruktur.

Mit einem Investitionsvolumen von derzeit rund 70 Millionen Euro handelt es sich nach Unternehmensangaben um das größte Wasserstoff-Infrastrukturprojekt im Saarland. Das Vorhaben erhält Fördermittel im Rahmen eines „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI). Nach früheren Angaben von Creos stellen Bund und Saarland dafür insgesamt 44 Millionen Euro bereit. Davon entfallen 31 Millionen Euro auf den Bund und 13 Millionen Euro auf das Saarland. (hr)
 

Details zu „MosaHYc“

Der Name steht für „Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion“ und bezeichnet ein deutsch-französisches Wasserstoffleitungsprojekt. Die Creos Deutschland Wasserstoff GmbH und der französische Fernleitungsnetzbetreiber „NaTran“ wollen im Rahmen des Projektes eine grenzüberschreitende Infrastruktur aufbauen. Auf deutscher Seite entsteht eine rund 16 Kilometer lange Wasserstoffleitung zwischen Leidingen und Dillingen im Saarland. Ziel ist es, Industrieunternehmen in der Region mit Wasserstoff zu versorgen und insbesondere die Transformation der Stahlindustrie zu unterstützen.
 

Montag, 31.08.2026, 10:42 Uhr
Heidi Roider

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