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Die „ABO Energy GmbH & Co. KGaA“ hat sich mit den Gesellschaftern geeinigt, die bestehende Stillhaltevereinbarung zu verlängern.
Der Projektierer Abo Energy hat die Stillhaltevereinbarung mit den Finanzierungspartnern bis zum 30. November 2026 verlängert, teilte das Unternehmen am 3. August mit. Die zusätzlichen Monate sollen den Abschluss einer langfristigen Finanzierungslösung ermöglichen.
„Angesichts der Komplexität der Verhandlungen mit einer Vielzahl an Finanzierungspartnern verschafft die Vereinbarung Abo Energy die erforderliche Zeit, um gemeinsam eine tragfähige und langfristige Lösung zu entwickeln“, sagte Chief Restructuring Officer (CRO) Britta Hübner von Abo Energy.
Abo Energy hatte Anfang des Jahres mit Gläubigern „wesentlicher Finanzierungen“ eine Stillhaltevereinbarung geschlossen, um Zeit für ein Sanierungskonzept zu gewinnen (wir berichteten). Zudem veröffentlichte Abo Energy im Mai dieses Jahres ein Sanierungsgutachten.
Mit der Verlängerung der Stillhaltevereinbarung signalisieren die Finanzierungspartner nach Unternehmensangaben ihre weitere Unterstützung für den eingeschlagenen Sanierungskurs. Während der Laufzeit verzichten die Beteiligten weiterhin auf bestimmte vertragliche Rechte, um die Verhandlungen nicht zu gefährden. Die Verhandlungen zwischen Abo Energy und den Finanzierungspartnern dauern an. Nach Angaben des Unternehmens verlaufen die Gespräche konstruktiv.
Projektpipeline mit 30.000 MW
Ungeachtet der angespannten Lage verweist das Management auf die Projektpipeline. Diese umfasst nach Unternehmensangaben Wind-, Solar- und Batterieprojekte mit einer Gesamtleistung von 30.000 MW. Ein erheblicher Teil entfällt auf Deutschland und Frankreich. Diese Projektbasis soll nach Abschluss der Sanierung die Grundlage für eine Rückkehr zu stabilen Ergebnissen liefern.
Die Abo Energy GmbH & Co. KGaA ist ein deutsches Energieunternehmen mit Sitz in Wiesbaden. Es ist tätig in der Entwicklung, Planung, Errichtung und im Betrieb von Anlagen der erneuerbaren Energien. Das Unternehmen realisiert Wind- und Solarparks sowie Batterie- und Wasserstoffprojekte und deckt alle Projektphasen von der Standortanalyse über Genehmigung und Bau bis zur Betriebsführung und zum Service ab. Es ist nach eigenen Angaben in rund 16 Ländern aktiv und beschäftigt derzeit 1.400 Mitarbeitende. Die Umsatzerlöse beliefen sich 2024 auf 446 Millionen Euro. (hr)
Montag, 3.08.2026, 14:03 Uhr
Heidi Roider
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