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Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke könnte die Wasserkraft ihren Anteil an der Stromerzeugung mehr als verdoppeln.
Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) geht davon aus, dass die Wasserkraft ihren Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland von derzeit drei bis vier Prozent mehr als verdoppeln könnte. Voraussetzung dafür seien die Modernisierung bestehender Anlagen, die Reaktivierung alter Standorte sowie ein Ausbau der Kapazitäten.
Als Hindernis gelten lange und komplexe Genehmigungsverfahren. Laut BDW dauert es im Schnitt rund sieben Jahre, bis Projekte umgesetzt werden können. Dabei bietet Wasserkraft Vorteile für das Energiesystem: Sie liefert stetigen, planbaren und flexibel einsetzbaren Strom und unterstützt damit Netzstabilität und Versorgungssicherheit sowie die Integration erneuerbarer Energien.
Ergänzend werden neue Technologien wie Strömungskraftwerke entwickelt. Das Unternehmen Energyminer hat im Rhein bei St. Goar erste schwimmende Anlagen installiert, die zu einem Verbund ausgebaut werden. Deren Energieausbeute liegt jedoch unter der konventioneller Wasserkraftwerke. Dennoch sieht der Verband darin einen Beitrag zur Energiewende.
Mittwoch, 8.04.2026, 17:45 Uhr
MBI
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