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Energie & Management > Strom - VEA registriert stabile Netzentgelte
Quelle: Fotolia / galaxy67
Strom

VEA registriert stabile Netzentgelte

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) meldet für 2026 leicht sinkende Strom-Netzentgelte. Zugleich bleiben die Unterschiede zwischen den Netzbetreibern hoch.
Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat am 19. Mai seinen Netznutzungsentgeltvergleich Strom 2026 veröffentlicht. Laut der Auswertung von 769 Netzbetreibern sind die durchschnittlichen Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr sowohl in der Mittel- als auch in der Niederspannung gesunken. Gleichzeitig verweist der Verband auf weiterhin erhebliche Preisunterschiede zwischen einzelnen Netzbetreibern.

Im Bereich mittelspannungsseitiger Lieferung und Messung (M/M) liegen die durchschnittlichen Netzentgelte laut VEA bei 5,62 Ct/kWh. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 1,19 Ct/kWh beziehungsweise 5,62 Prozent. Für niederspannungsseitige Lieferung und Messung (N/N) nennt der Verband durchschnittlich 9,70 Ct/kWh. Das seien 1,32 Ct/kWh beziehungsweise 9,70 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich.

500 Prozent Preisunterschied

Trotz des Rückgangs bleiben die Unterschiede zwischen den Netzgebieten groß. Nach Angaben des VEA liegen die Entgelte der teuersten Netzbetreiber nahezu 500 Prozent über denen der günstigsten Anbieter. Mittelständische Sondervertragskunden zahlen bei den zehn teuersten Netzbetreibern im Durchschnitt 10,48 Ct/kWh in den M/M-Fällen und 18,27 Ct/kWh in den N/N-Fällen. Bei den zehn günstigsten Netzbetreibern liegen die Durchschnittswerte dagegen bei 2,20 Ct/kWh beziehungsweise 4,97 Ct/kWh.
 
Entwicklung der Netzentgelte in den letzten 15 Jahren.
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Quelle: VEA

Zu den günstigsten Netzbetreibern in den M/M-Fällen zählen laut VEA unter anderem Energieversorgung Westenthanner, Gemeindewerke Langenpreising, Stadtwerke Waldkirchen und Nordnetz. Ebenfalls in der Gruppe der günstigsten Unternehmen vertreten seien Stadtwerke Olching, Stadtwerke Norden, Energieversorgung Guben, Stadtwerke Pritzwalk, Stadtwerke Schwarzenbach an der Saale sowie Strom- und Gasnetz Wismar.

Die höchsten durchschnittlichen Entgelte in den M/M-Fällen verzeichnet die Studie dagegen unter anderem bei Kraftwerk Köhlgartenwiese, Elektrizitätswerk Karl Stengle und Elektrizitätswerke Schönau Netze. Ebenfalls in der Gruppe der teuersten Netzbetreiber nennt der Verband Stadtwerke Schwerte, Gemeindewerke Frammersbach, Raiffeisenbank Greding-Thalmässing, Niedersachsen Ports, Stadtnetze Barmstedt, C. Ensinger und Elektrizitätswerk Hindelang.

Netzentgelte gesetzlich geregelt

Der VEA weist darauf hin, dass der Vergleich ausschließlich Sondervertragskunden mit kontinuierlicher Leistungsmessung betrachtet. In die Studie flossen 15 Abnahmefälle mit mittelspannungsseitiger Versorgung sowie drei Fälle mit niederspannungsseitiger Versorgung ein. Die Höhe der Netzentgelte hängt laut Verband nicht nur von der bezogenen Strommenge und Leistung ab, sondern auch von Kosten für Messung und Abrechnung. Besonders bei kleineren Bezugsmengen hätten diese Kosten einen deutlichen Einfluss auf den Durchschnittspreis.

Der Verband verweist zudem auf den regulatorischen Hintergrund der Netzentgelte. Grundlage sei das seit Juli 2005 geltende Energiewirtschaftsgesetz, nach dem sämtliche Netzentgelte von den zuständigen Regulierungsbehörden genehmigt werden müssen. Ziel sei ein diskriminierungsfreier und kostengünstiger Zugang zu den Stromnetzen als Voraussetzung für Wettbewerb im Energiemarkt.

Nach Angaben des VEA ist bei der Berechnung der Netznutzungsentgelte jeweils die höchste im Jahr aufgetretene Leistung für die Abrechnung maßgeblich.

Dienstag, 19.05.2026, 16:17 Uhr
Susanne Harmsen
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Strom
VEA registriert stabile Netzentgelte
Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) meldet für 2026 leicht sinkende Strom-Netzentgelte. Zugleich bleiben die Unterschiede zwischen den Netzbetreibern hoch.
Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat am 19. Mai seinen Netznutzungsentgeltvergleich Strom 2026 veröffentlicht. Laut der Auswertung von 769 Netzbetreibern sind die durchschnittlichen Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr sowohl in der Mittel- als auch in der Niederspannung gesunken. Gleichzeitig verweist der Verband auf weiterhin erhebliche Preisunterschiede zwischen einzelnen Netzbetreibern.

Im Bereich mittelspannungsseitiger Lieferung und Messung (M/M) liegen die durchschnittlichen Netzentgelte laut VEA bei 5,62 Ct/kWh. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 1,19 Ct/kWh beziehungsweise 5,62 Prozent. Für niederspannungsseitige Lieferung und Messung (N/N) nennt der Verband durchschnittlich 9,70 Ct/kWh. Das seien 1,32 Ct/kWh beziehungsweise 9,70 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich.

500 Prozent Preisunterschied

Trotz des Rückgangs bleiben die Unterschiede zwischen den Netzgebieten groß. Nach Angaben des VEA liegen die Entgelte der teuersten Netzbetreiber nahezu 500 Prozent über denen der günstigsten Anbieter. Mittelständische Sondervertragskunden zahlen bei den zehn teuersten Netzbetreibern im Durchschnitt 10,48 Ct/kWh in den M/M-Fällen und 18,27 Ct/kWh in den N/N-Fällen. Bei den zehn günstigsten Netzbetreibern liegen die Durchschnittswerte dagegen bei 2,20 Ct/kWh beziehungsweise 4,97 Ct/kWh.
 
Entwicklung der Netzentgelte in den letzten 15 Jahren.
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Quelle: VEA

Zu den günstigsten Netzbetreibern in den M/M-Fällen zählen laut VEA unter anderem Energieversorgung Westenthanner, Gemeindewerke Langenpreising, Stadtwerke Waldkirchen und Nordnetz. Ebenfalls in der Gruppe der günstigsten Unternehmen vertreten seien Stadtwerke Olching, Stadtwerke Norden, Energieversorgung Guben, Stadtwerke Pritzwalk, Stadtwerke Schwarzenbach an der Saale sowie Strom- und Gasnetz Wismar.

Die höchsten durchschnittlichen Entgelte in den M/M-Fällen verzeichnet die Studie dagegen unter anderem bei Kraftwerk Köhlgartenwiese, Elektrizitätswerk Karl Stengle und Elektrizitätswerke Schönau Netze. Ebenfalls in der Gruppe der teuersten Netzbetreiber nennt der Verband Stadtwerke Schwerte, Gemeindewerke Frammersbach, Raiffeisenbank Greding-Thalmässing, Niedersachsen Ports, Stadtnetze Barmstedt, C. Ensinger und Elektrizitätswerk Hindelang.

Netzentgelte gesetzlich geregelt

Der VEA weist darauf hin, dass der Vergleich ausschließlich Sondervertragskunden mit kontinuierlicher Leistungsmessung betrachtet. In die Studie flossen 15 Abnahmefälle mit mittelspannungsseitiger Versorgung sowie drei Fälle mit niederspannungsseitiger Versorgung ein. Die Höhe der Netzentgelte hängt laut Verband nicht nur von der bezogenen Strommenge und Leistung ab, sondern auch von Kosten für Messung und Abrechnung. Besonders bei kleineren Bezugsmengen hätten diese Kosten einen deutlichen Einfluss auf den Durchschnittspreis.

Der Verband verweist zudem auf den regulatorischen Hintergrund der Netzentgelte. Grundlage sei das seit Juli 2005 geltende Energiewirtschaftsgesetz, nach dem sämtliche Netzentgelte von den zuständigen Regulierungsbehörden genehmigt werden müssen. Ziel sei ein diskriminierungsfreier und kostengünstiger Zugang zu den Stromnetzen als Voraussetzung für Wettbewerb im Energiemarkt.

Nach Angaben des VEA ist bei der Berechnung der Netznutzungsentgelte jeweils die höchste im Jahr aufgetretene Leistung für die Abrechnung maßgeblich.

Dienstag, 19.05.2026, 16:17 Uhr
Susanne Harmsen

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