• Grüner Vor-Ort-Wasserstoff für das Projekt "H2goesRail"
  • Enercity peilt Rekordumsatz für das Jahr 2021 an
  • "Ohne Geothermie keine Wärmewende"
  • "Versorgungssicherheit gibt es nicht zum Nulltarif"
  • Neues Umspannwerk für die Energiewende
  • Koalitionsvertrag genügt noch nicht für Klimaschutzziele
  • Neues Kompendium zu Li-Ionen-Batterien erschienen
  • Fließender Übergang in Feststoffbatterien
  • MWM: bis zu 25 Prozent Wasserstoff möglich
  • Parlamentarische Staatssekretäre der Grünen und FDP benannt
Enerige & Management > Regulierung - TWL Netze nun große Netzgesellschaft
Quelle: Fotolia.com, Bertold Werkmann
REGULIERUNG:
TWL Netze nun große Netzgesellschaft
Die Netzgesellschaft der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) wurde zu einem eigenständigen Netzbetreiber aufgewertet.
 
Die TWL Netze GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der TWL AG, wurde „zum 1. Oktober 2021 in eine große Netzgesellschaft überführt“, heißt es in der Mitteilung aus Ludwigshafen. Zuvor fungierte der Netzbetreiber für den Raum Ludwigshafen als kleine beziehungsweise schlanke Netzgesellschaft.

Bislang war die TWL Netze eine Netzpachtgesellschaft mit 25 Mitarbeitern, so die TWL. Beim Modell einer schlanken Netzgesellschaft bleibt das Netzeigentum in der Regel bei der Muttergesellschaft. Die Anlagen werden an den Netzbetreiber verpachtet, anfallende Aufgaben und Dienstleistungen über Verträge geregelt. Aus diesem Grund verfügt der Netzbetreiber im Pachtmodell, wie im Fall der TWL Netze, in der Regel nur über wenig eigenes Personal.

Das hat sich nun geändert: Rund 250 Mitarbeiter wechselten zum 1. Oktober 2021 zur TWL Netze GmbH. Das Unternehmen ist nun in eigener Regie zuständig für den Netzbetrieb, Netzbau und Netzplanung der TWL-Sparten Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Seit dem Frühjahr 2019 arbeitete die TWL an der Umsetzung der regulatorischen, rechtlichen und IT-technischen Bedingungen.

Die TWL habe sich für die große Netzgesellschaft entschieden, „um den Forderungen der Bundesnetzagentur nach einer rechtlichen Trennung von Energievertrieb und Netzaufgaben Rechnung zu tragen“, heißt es weiter. Denn: „Die Kostenanerkennung durch die Bundesnetzagentur wird zunehmend strenger.“

Für einen Netzbetreiber sei es leichter, Kosten anerkennen zu lassen, wenn er die wesentlichen Aufgaben und Funktionen im eigenen Haus wahrnehme. Die TWL rechnet nach eigenen Aussagen durch die Umwandlung des Netzbetreibers in eine große Netzgesellschaft für den TWL-Konzern „mit einer spürbaren jährlichen Ergebnisverbesserung“. Für Kunden, Geschäftspartner und Netzeinspeiser ergeben sich hingegen daraus kaum Veränderungen.
 

Stefan Sagmeister
Chefredakteur
+49 (0) 8152 9311 33
eMail
facebook
© 2021 Energie & Management GmbH
Freitag, 01.10.2021, 14:15 Uhr

Mehr zum Thema