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Der CLS-Steuerungsrollout erreicht den Livebetrieb. Thüga Smartservice hat fünf Messstellenbetreiber angebunden, weitere sollen bis Jahresende folgen.
Die Thüga Smartservice GmbH (TSG) hat ihr CLS-Management bei den ersten fünf Messstellenbetreibern in den Livebetrieb gebracht. CLS steht für „Controllable Local System“. Mit dem System können Messstellenbetreiber Steuerbefehle aus dem Netzbetrieb bis zu steuerbaren Verbrauchern und Anlagen beim Kunden übertragen. Die TSG entwickelt als Tochter der Thüga Aktiengesellschaft IT- und Softwarelösungen für Stadtwerke, Energieversorger und Verteilnetzbetreiber.
Zu den ersten fünf Messstellenbetreibern, die das CLS-Management einsetzen, gehören die Stadtwerke Jena Netze in Jena (Thüringen), die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (Bayern), die Stadtwerke Bad Säckingen und die Stadtwerke Waldshut-Tiengen (beide in Baden-Württemberg) sowie BS Energy aus Braunschweig (Niedersachsen). Die fünf Unternehmen hatten zuvor als Pilotkunden gemeinsam mit TSG an der technischen Umsetzung der Steuerung gearbeitet. Nun nutzen sie das System im laufenden Betrieb.
Bis Ende August will TSG fünf weitere Kunden auf das System bringen. Damit sollen zehn Messstellenbetreiber das CLS-Management produktiv nutzen. Bis Ende 2026 will das Unternehmen insgesamt 40 Messstellenbetreiber in den Livebetrieb bringen. Weitere 30 sollen dafür auf der Systemlandschaft von Robotron starten.
Technische Grundlage bereits im Frühjahr 2026
Die technische Grundlage für den Rollout hatte TSG nach eigenen Angaben bereits im Frühjahr 2026 bei einem Pilotkunden geschaffen. Dabei empfing das CLS-Management einen Steuerbefehl aus einem Niederspannungscockpit und leitete ihn anschließend erfolgreich an eine Steuerbox im Feld weiter.
Eine Herausforderung lag laut Produktmanager Peter Wurzer im Zusammenspiel verschiedener Systeme und Hardwarekomponenten. Damit die Steuerung funktioniert, müssen die beteiligten Anwendungen und Geräte zuverlässig miteinander kommunizieren. Gerade diese Abstimmung habe sich laut Wurzer als schwierig erwiesen.
Mit dem Livebetrieb rückt nun die Anbindung an die Verbrauchsabrechnungssysteme in den Vordergrund. Michael Hölzl, Director Energy Solutions bei TSG, sieht vor allem die Verbindung zu den Verbrauchsabrechnungssystemen als Herausforderung. „Hier hinkt der Markt hinter den Entwicklungen im CLS-Management deutlich hinterher“, sagt Hölzl. Eine Anbindung sei deshalb derzeit häufig noch schwierig.
GWA und CLS laufen auf einer Plattform
Für die weiteren Umstellungen nutzt TSG die Systemlandschaft des Softwareanbieters Robotron. Dort betreibt das Unternehmen auch die Gateway-Administration (GWA). GWA und CLS-Management laufen damit auf einer gemeinsamen technologischen Plattform. Martin Krambo, Leiter Messsysteme bei Jena Netze, sieht darin einen Vorteil. Da beide Anwendungen auf einer Plattform laufen, seien weniger Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen nötig. Das verringere nach seinen Angaben auch technische Risiken.
TSG stimmt sich nach eigenen Angaben bereits mit weiteren CLS-Kunden über den weiteren Rollout ab. (ds)
Montag, 17.08.2026, 17:16 Uhr
Davina Spohn
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