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Energie & Management > Strom - Netzentgelte entwickeln sich unterschiedlich
Quelle: Fotolia / galaxy67
Strom

Netzentgelte entwickeln sich unterschiedlich

Die Get AG hat erste Berechnungen zum Trend für die Kosten zur Netznutzung ab 2024 vorgenommen. Fazit: Beim Strom wird’s teurer, beim Gas etwas billiger.
Nach Untersuchungen der Datenanalysten der "GET AGT" müssen Haushalts- und Gewerbekunden für die Nutzung der Stromnetze im kommenden Jahr mit spürbar höheren Kosten rechnen. In Gasnetzen werden sie entlastet, wenn auch nur geringfügig. Die Preisinformationen der Netzbetreiber für das kommende Jahr zeigen mit wenigen Ausnahmen Änderungen der Kostenlage sowohl nach oben als auch unten, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Die Werte müssten aber noch als vorläufig betrachtet werden.

Nach Auswertung der vorläufigen Preisblätter über eine Stichprobe von 202 Stromverteilnetzbetreibern ergibt sich im Jahr 2024 für einen Haushaltskunden mit Standardlastprofil (SLP) und einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh ein Anstieg der Jahreskosten für die Netznutzung um 11,76 Prozent oder rund 35,86 Euro netto. Während nur ein Verteilnetzbetreiber diese Kosten konstant hält und 24 den Haushaltskunden um bis zu 13,78 Prozent (Stadtwerke Malchow) entlasten, steigen sie bei den übrigen untersuchten Unternehmen um bis zu 39,73 Prozent (Stadtwerke Niesky).

Ähnlich stellt sich die Situation für einen Gewerbekunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM) und einen Jahresverbrauch von 50.000 kWh in Niederspannung dar. Er muss ab 2024 im Mittel mit einer Erhöhung um 11,18 Prozent beziehungsweise 501,84 Euro rechnen. Während auch hier nur ein Verteilnetzbetreiber die Kosten für die Netznutzung konstant hält und 25 den Haushaltskunden um bis zu 19,18 Prozent (Stadtwerke Metzingen) entlasten, steigen die Kosten bei den übrigen untersuchten Unternehmen um bis zu 64,62 Prozent (Stadtwerke Bernburg).

Hamburg senkt Kosten beim Gas deutlich

Nach Auswertung der vorläufigen Preisblätter von 282 Gasverteilnetzbetreibern ergibt sich für einen Haushaltskunden mit Standardlastprofil und einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh im Mittel eine geringfügige Senkung der Jahreskosten für die Netznutzung um etwa 1,45 Prozent oder rund 7,17 Euro jährlich. Dabei halten nur zwei Versorger die Netzkosten konstant. In den Gebieten von 135 Gasverteilnetzbetreibern sinken diese um bis zu 21,60 Prozent (Gasnetz Hamburg). In 144 Netzgebieten steigen sie dagegen um bis zu 18,19 Prozent (Stadtwerke Schramberg).

Etwas höher fällt die durchschnittliche Senkung der Jahreskosten für die Netznutzung für Gewerbekunden aus. Hier sind es rund 1,74 Prozent beziehungsweise rund 35,95 Euro weniger, bezogen auf ein Standardlastprofil und einen Jahresverbrauch von 100.000 kWh. Auch in diesem Segment halten nur zwei Versorger die Netzkosten konstant. In den Gebieten von 138 Gasverteilnetzbetreibern sinken sie um bis zu 22,43 Prozent (Gasnetz Hamburg). In 142 Netzgebieten steigen die Jahreskosten für die Netznutzung dagegen um bis zu 17,46 Prozent (Energieversorgung Marienberg).

Die Auswertung umfasst beim Strom rund 83 Prozent, beim Gas 81 Prozent der Versorgungsfläche in Deutschland.

Mittwoch, 18.10.2023, 12:13 Uhr
Günter Drewnitzky
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Strom
Netzentgelte entwickeln sich unterschiedlich
Die Get AG hat erste Berechnungen zum Trend für die Kosten zur Netznutzung ab 2024 vorgenommen. Fazit: Beim Strom wird’s teurer, beim Gas etwas billiger.
Nach Untersuchungen der Datenanalysten der "GET AGT" müssen Haushalts- und Gewerbekunden für die Nutzung der Stromnetze im kommenden Jahr mit spürbar höheren Kosten rechnen. In Gasnetzen werden sie entlastet, wenn auch nur geringfügig. Die Preisinformationen der Netzbetreiber für das kommende Jahr zeigen mit wenigen Ausnahmen Änderungen der Kostenlage sowohl nach oben als auch unten, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Die Werte müssten aber noch als vorläufig betrachtet werden.

Nach Auswertung der vorläufigen Preisblätter über eine Stichprobe von 202 Stromverteilnetzbetreibern ergibt sich im Jahr 2024 für einen Haushaltskunden mit Standardlastprofil (SLP) und einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh ein Anstieg der Jahreskosten für die Netznutzung um 11,76 Prozent oder rund 35,86 Euro netto. Während nur ein Verteilnetzbetreiber diese Kosten konstant hält und 24 den Haushaltskunden um bis zu 13,78 Prozent (Stadtwerke Malchow) entlasten, steigen sie bei den übrigen untersuchten Unternehmen um bis zu 39,73 Prozent (Stadtwerke Niesky).

Ähnlich stellt sich die Situation für einen Gewerbekunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM) und einen Jahresverbrauch von 50.000 kWh in Niederspannung dar. Er muss ab 2024 im Mittel mit einer Erhöhung um 11,18 Prozent beziehungsweise 501,84 Euro rechnen. Während auch hier nur ein Verteilnetzbetreiber die Kosten für die Netznutzung konstant hält und 25 den Haushaltskunden um bis zu 19,18 Prozent (Stadtwerke Metzingen) entlasten, steigen die Kosten bei den übrigen untersuchten Unternehmen um bis zu 64,62 Prozent (Stadtwerke Bernburg).

Hamburg senkt Kosten beim Gas deutlich

Nach Auswertung der vorläufigen Preisblätter von 282 Gasverteilnetzbetreibern ergibt sich für einen Haushaltskunden mit Standardlastprofil und einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh im Mittel eine geringfügige Senkung der Jahreskosten für die Netznutzung um etwa 1,45 Prozent oder rund 7,17 Euro jährlich. Dabei halten nur zwei Versorger die Netzkosten konstant. In den Gebieten von 135 Gasverteilnetzbetreibern sinken diese um bis zu 21,60 Prozent (Gasnetz Hamburg). In 144 Netzgebieten steigen sie dagegen um bis zu 18,19 Prozent (Stadtwerke Schramberg).

Etwas höher fällt die durchschnittliche Senkung der Jahreskosten für die Netznutzung für Gewerbekunden aus. Hier sind es rund 1,74 Prozent beziehungsweise rund 35,95 Euro weniger, bezogen auf ein Standardlastprofil und einen Jahresverbrauch von 100.000 kWh. Auch in diesem Segment halten nur zwei Versorger die Netzkosten konstant. In den Gebieten von 138 Gasverteilnetzbetreibern sinken sie um bis zu 22,43 Prozent (Gasnetz Hamburg). In 142 Netzgebieten steigen die Jahreskosten für die Netznutzung dagegen um bis zu 17,46 Prozent (Energieversorgung Marienberg).

Die Auswertung umfasst beim Strom rund 83 Prozent, beim Gas 81 Prozent der Versorgungsfläche in Deutschland.

Mittwoch, 18.10.2023, 12:13 Uhr
Günter Drewnitzky

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