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Energie & Management > Wärmenetz - N-Ergie gibt Millionen für Hybridheizkraftwerk aus
HKW im neuen Stadtquartier Tiefes Feld. Quelle: Kraftanlagen Energies & Services
Wärmenetz

N-Ergie gibt Millionen für Hybridheizkraftwerk aus

Ein Heizkraftwerk, ein BHKW, eine Großwärmepumpe und ein Wärmespeicher sollen einen neuen Stadtteil in Nürnberg versorgen. Die Anlage soll Mitte 2028 in Betrieb gehen.
Die Nürnberger N-Ergie investiert rund 52 Millionen Euro in ein neues Heizkraftwerk im Südwesten der Stadt. Die innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) soll künftig einen neuen Stadtteil als auch Teile des bestehenden Fernwärmenetzes versorgen. Als Generalunternehmer ist die Kraftanlagen Energies & Services SE mit der Planung und Errichtung beauftragt, heißt es in einer Mitteilung.

Das Heizkraftwerk kombiniert mehrere Erzeugungsarten. Zur Anlage gehören zwei erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils 4,5 MW elektrischer Leistung, die auch auf Wasserstoff umgerüstet werden können. Hinzu kommt eine Großwärmepumpe mit rund 4,6 MW thermischer Leistung. Sie besteht aus vier Modulen und nutzt die Umgebungsluft als Wärmequelle.

Ergänzt wird das System durch einen Wärmespeicher mit einer Kapazität von 60.000 kWh. Der Speicher kann Wärme bei Temperaturen von bis zu 115 Grad Celsius aufnehmen. Zudem werden zwei bereits vorhandene Power-to-Heat-Anlagen in Form von Elektrokesseln mit jeweils 25 MW elektrischer Leistung aus dem Heizkraftwerk Sandreuth in das Gesamtsystem eingebunden.

Die unterschiedlichen Erzeugungsanlagen ermöglichen einen flexiblen Betrieb. Die Großwärmepumpe soll insbesondere die Grundlast der Wärmeversorgung übernehmen. Bei höherem Wärmebedarf, etwa während der Wintermonate, kommen die BHKW zum Einsatz. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme.

Die Elektrokessel ermöglichen es, bei niedrigen Strompreisen zusätzliche Wärme aus Strom zu erzeugen. Der Speicher kann die Wärmeerzeugung zeitlich vom Verbrauch entkoppeln. Perspektivisch soll das Heizkraftwerk auch erneuerbare Wärme aus dem Nürnberger Fernwärmeverbund nutzen können, etwa aus Geothermie oder weiteren Großwärmepumpen.

Das Projekt ist an die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Tiefes Feld“ angelehnt. Dort sollen bis 2030 rund 2.000 Wohnungen für etwa 4.000 Menschen entstehen. Für die Anbindung an das bestehende Fernwärmenetz verlegt N-Ergie seit 2023 rund 2,4 Kilometer neue Fernwärmeleitungen.

Den Auftrag für das Heizkraftwerk erhielt Kraftanlagen Energies & Services im März 2026, der Spatenstich erfolgte im Juni. Nach Angaben des Unternehmens waren im Oktober bereits große Teile der Bodenplatten fertiggestellt und erste Außenwände errichtet. Die Arbeiten lägen im Zeitplan. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen. (ds)

Freitag, 6.11.2026, 09:02 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Wärmenetz - N-Ergie gibt Millionen für Hybridheizkraftwerk aus
HKW im neuen Stadtquartier Tiefes Feld. Quelle: Kraftanlagen Energies & Services
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N-Ergie gibt Millionen für Hybridheizkraftwerk aus
Ein Heizkraftwerk, ein BHKW, eine Großwärmepumpe und ein Wärmespeicher sollen einen neuen Stadtteil in Nürnberg versorgen. Die Anlage soll Mitte 2028 in Betrieb gehen.
Die Nürnberger N-Ergie investiert rund 52 Millionen Euro in ein neues Heizkraftwerk im Südwesten der Stadt. Die innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) soll künftig einen neuen Stadtteil als auch Teile des bestehenden Fernwärmenetzes versorgen. Als Generalunternehmer ist die Kraftanlagen Energies & Services SE mit der Planung und Errichtung beauftragt, heißt es in einer Mitteilung.

Das Heizkraftwerk kombiniert mehrere Erzeugungsarten. Zur Anlage gehören zwei erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils 4,5 MW elektrischer Leistung, die auch auf Wasserstoff umgerüstet werden können. Hinzu kommt eine Großwärmepumpe mit rund 4,6 MW thermischer Leistung. Sie besteht aus vier Modulen und nutzt die Umgebungsluft als Wärmequelle.

Ergänzt wird das System durch einen Wärmespeicher mit einer Kapazität von 60.000 kWh. Der Speicher kann Wärme bei Temperaturen von bis zu 115 Grad Celsius aufnehmen. Zudem werden zwei bereits vorhandene Power-to-Heat-Anlagen in Form von Elektrokesseln mit jeweils 25 MW elektrischer Leistung aus dem Heizkraftwerk Sandreuth in das Gesamtsystem eingebunden.

Die unterschiedlichen Erzeugungsanlagen ermöglichen einen flexiblen Betrieb. Die Großwärmepumpe soll insbesondere die Grundlast der Wärmeversorgung übernehmen. Bei höherem Wärmebedarf, etwa während der Wintermonate, kommen die BHKW zum Einsatz. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme.

Die Elektrokessel ermöglichen es, bei niedrigen Strompreisen zusätzliche Wärme aus Strom zu erzeugen. Der Speicher kann die Wärmeerzeugung zeitlich vom Verbrauch entkoppeln. Perspektivisch soll das Heizkraftwerk auch erneuerbare Wärme aus dem Nürnberger Fernwärmeverbund nutzen können, etwa aus Geothermie oder weiteren Großwärmepumpen.

Das Projekt ist an die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Tiefes Feld“ angelehnt. Dort sollen bis 2030 rund 2.000 Wohnungen für etwa 4.000 Menschen entstehen. Für die Anbindung an das bestehende Fernwärmenetz verlegt N-Ergie seit 2023 rund 2,4 Kilometer neue Fernwärmeleitungen.

Den Auftrag für das Heizkraftwerk erhielt Kraftanlagen Energies & Services im März 2026, der Spatenstich erfolgte im Juni. Nach Angaben des Unternehmens waren im Oktober bereits große Teile der Bodenplatten fertiggestellt und erste Außenwände errichtet. Die Arbeiten lägen im Zeitplan. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen. (ds)

Freitag, 6.11.2026, 09:02 Uhr
Stefan Sagmeister

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