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Die B2B-Tochter Enamic des Mannheimer Versorgers MVV realisiert für eine Käserei ein grünes Wärme- und Kältekonzept. Der Erdgasverbrauch der Produktion soll so um 95 Prozent sinken.
Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb: MVV Enamic setzt für die Altmark-Käserei Uelzena in Bismark, Sachsen-Anhalt, ein klimafreundliches Wärme- und Kälteprojekt um. Die Anlage, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll, wird aus einer NH3-Kältezentrale mit einer Leistung von 7,4 MW sowie Wärmepumpen mit einer Leistung von bis zu 7,5 MW für die Warmwassererzeugung bestehen. Hinzu kommen sollen drei Eisspeicher und ein 1.000-Kubikmeter-Schichtenspeicher. Die Technik ist so dimensioniert, dass 12.000 kWh Kälteenergie beziehungsweise 23.000 kWh Wärme gespeichert werden können, wie MVV erklärt.
Die Kältezentrale basiert nach Unternehmensangaben auf vier Kolbenverdichtern. Die bei der Kälteerzeugung entstehende Prozesswärme speist die Wärmepumpen. Im Ergebnis verbrauche die Käserei in Zukunft rund 95 Prozent weniger Erdgas, heißt es. Die jährliche CO2-Einsparung beziffert MVV auf 6.000 Tonnen.
„In Zusammenarbeit mit MVV Enamic haben wir ein Konzept entwickelt, das unsere Anforderungen an Energieeffizienz und Versorgungssicherheit erfüllt und langfristig wirtschaftliche Vorteile bietet“, wird Käserei-Chef Olaf Braumann in einer Mitteilung zitiert. Durch die neuen Anlagen könne die Erzeugung von Wärme und Kälte flexibel am Bedarf und an den Marktpreisen ausgerichtet werden.
MVV Enamic übernimmt den Betrieb und damit auch das Energiemanagement über eine Vertragslaufzeit von zwölf Jahren. Das Projekt wird vom Staat über die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft unterstützt.
Dienstag, 3.03.2026, 09:48 Uhr
Manfred Fischer
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