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Energie & Management > Stromnetz - Mitnetz Strom schließt Netzlücke im Vogtland
Quelle: Katia Meyer-Tien
Stromnetz

Mitnetz Strom schließt Netzlücke im Vogtland

Eine neue 110-kV-Leitung zwischen Zwickau und Reichenbach soll die Versorgungssicherheit im Hochspannungsnetz erhöhen. Welche Rolle das Projekt im Netzkonzept spielt.
Mit der Inbetriebnahme einer zusätzlichen 110-kV-Verbindung verdichtet sich das Hochspannungsnetz zwischen Zwickau und dem Vogtland deutlich. Mitnetz Strom hat die 110-kV-Leitung in Betrieb genommen und damit eine direkte Verbindung zwischen den Umspannwerken Crossen und Herlasgrün geschaffen. Nach Angaben des Unternehmens schließt das Projekt eine bislang bestehende Lücke im regionalen Hochspannungsnetz.

Mitnetz Strom mit Sitz in Kabelsketal bei Halle (Sachsen-Anhalt) betreibt als regionaler Verteilnetzbetreiber Stromnetze in Ostdeutschland. Das Unternehmen errichtete, wie es in einer Mitteilung vom 27. Februar bekannt gibt, entlang der rund 110-kV-Verbindung insgesamt 64 Stahlgittermasten. In Neumark in der Ortslage Oberneumark sowie in Rotschau nahe der Kreuzung Talstraße und Kreuzholzstraße verlegte der Verteilnetzbetreiber die Leitung auf mehreren hundert Metern als Erdkabel. 

Netzkonzept für Südsachsen

Zur neuen Verbindung zählen auch zwei bestehende Leitungen zwischen Werdau und Zwickau, die Mitnetz Strom bereits im Vorfeld modernisiert hatte. Das Vorhaben bildet nach Unternehmensangaben einen zentralen Baustein des geplanten Netzkonzeptes zwischen den Hochspannungsnetzen im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis. 

Im südlichen Teil des Verbundes plant das Unternehmen eine weitere Verbindung zwischen den Umspannwerken Herlasgrün und Silberstraße. Dafür nutzt Mitnetz Strom vorhandene Trassen zwischen Herlasgrün, Auerbach und Steinberg. Ein zusätzlicher Neubauabschnitt soll die Netzlücke zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Das Projekt steht nach Angaben des Unternehmens vor dem Raumordnungsverfahren. Die rund 100 Jahre alte 110-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken Silberstraße und Herlasgrün baut Mitnetz Strom in großen Teilen zurück.

Beteiligung und Ausgleichsmaßnahmen

Vor und während der Genehmigungsverfahren informierte Mitnetz Strom Vertreter der betroffenen Kommunen, Bürger, Unternehmen sowie Interessenvertreter über das Bauvorhaben. Das Unternehmen organisierte moderierte Runde Tische, bei denen Teilnehmer ihre Anliegen einbrachten und gemeinsam mit dem Vorhabenträger Lösungen entwickelten. Aus diesen Gesprächen resultierten laut Mitnetz Strom unter anderem die beiden Erdkabelabschnitte sowie Anpassungen im Trassenverlauf.

Andreas Franke, bei Mitnetz Strom in der Netzregion Südsachsen für Genehmigungen und Liegenschaften zuständig, betont: „Wir haben auf Information, Transparenz und Beteiligung gesetzt, um einen möglichst breit akzeptierten Trassenverlauf zu finden.“ Die konstruktive Mitarbeit vieler Beteiligter habe maßgeblich zum Ergebnis beigetragen.

Als Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft ließ Mitnetz Strom im Reichenbacher Ortsteil Friesen eine Industriebrache abreißen. In Neumark pflanzte das Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzliche Bäume.

Freitag, 27.02.2026, 16:19 Uhr
Davina Spohn
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Quelle: Katia Meyer-Tien
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Mitnetz Strom schließt Netzlücke im Vogtland
Eine neue 110-kV-Leitung zwischen Zwickau und Reichenbach soll die Versorgungssicherheit im Hochspannungsnetz erhöhen. Welche Rolle das Projekt im Netzkonzept spielt.
Mit der Inbetriebnahme einer zusätzlichen 110-kV-Verbindung verdichtet sich das Hochspannungsnetz zwischen Zwickau und dem Vogtland deutlich. Mitnetz Strom hat die 110-kV-Leitung in Betrieb genommen und damit eine direkte Verbindung zwischen den Umspannwerken Crossen und Herlasgrün geschaffen. Nach Angaben des Unternehmens schließt das Projekt eine bislang bestehende Lücke im regionalen Hochspannungsnetz.

Mitnetz Strom mit Sitz in Kabelsketal bei Halle (Sachsen-Anhalt) betreibt als regionaler Verteilnetzbetreiber Stromnetze in Ostdeutschland. Das Unternehmen errichtete, wie es in einer Mitteilung vom 27. Februar bekannt gibt, entlang der rund 110-kV-Verbindung insgesamt 64 Stahlgittermasten. In Neumark in der Ortslage Oberneumark sowie in Rotschau nahe der Kreuzung Talstraße und Kreuzholzstraße verlegte der Verteilnetzbetreiber die Leitung auf mehreren hundert Metern als Erdkabel. 

Netzkonzept für Südsachsen

Zur neuen Verbindung zählen auch zwei bestehende Leitungen zwischen Werdau und Zwickau, die Mitnetz Strom bereits im Vorfeld modernisiert hatte. Das Vorhaben bildet nach Unternehmensangaben einen zentralen Baustein des geplanten Netzkonzeptes zwischen den Hochspannungsnetzen im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis. 

Im südlichen Teil des Verbundes plant das Unternehmen eine weitere Verbindung zwischen den Umspannwerken Herlasgrün und Silberstraße. Dafür nutzt Mitnetz Strom vorhandene Trassen zwischen Herlasgrün, Auerbach und Steinberg. Ein zusätzlicher Neubauabschnitt soll die Netzlücke zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Das Projekt steht nach Angaben des Unternehmens vor dem Raumordnungsverfahren. Die rund 100 Jahre alte 110-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken Silberstraße und Herlasgrün baut Mitnetz Strom in großen Teilen zurück.

Beteiligung und Ausgleichsmaßnahmen

Vor und während der Genehmigungsverfahren informierte Mitnetz Strom Vertreter der betroffenen Kommunen, Bürger, Unternehmen sowie Interessenvertreter über das Bauvorhaben. Das Unternehmen organisierte moderierte Runde Tische, bei denen Teilnehmer ihre Anliegen einbrachten und gemeinsam mit dem Vorhabenträger Lösungen entwickelten. Aus diesen Gesprächen resultierten laut Mitnetz Strom unter anderem die beiden Erdkabelabschnitte sowie Anpassungen im Trassenverlauf.

Andreas Franke, bei Mitnetz Strom in der Netzregion Südsachsen für Genehmigungen und Liegenschaften zuständig, betont: „Wir haben auf Information, Transparenz und Beteiligung gesetzt, um einen möglichst breit akzeptierten Trassenverlauf zu finden.“ Die konstruktive Mitarbeit vieler Beteiligter habe maßgeblich zum Ergebnis beigetragen.

Als Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft ließ Mitnetz Strom im Reichenbacher Ortsteil Friesen eine Industriebrache abreißen. In Neumark pflanzte das Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzliche Bäume.

Freitag, 27.02.2026, 16:19 Uhr
Davina Spohn

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