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Energie & Management > Bilanz  - Lichtblick investiert in Speicher und E-Lkw-Laden
Die Geschäftsführung von Lichtblick (von links): Marc Wallraff (CEO), Tanja Schumann (CFO) und Mandy Schwerendt (CCO). Quelle: Lichtblick
Bilanz

Lichtblick investiert in Speicher und E-Lkw-Laden

Lichtblick will bis 2030 rund 700 Millionen Euro in Speicher, eigene Erzeugungsanlagen und E-Mobilität investieren. Das Unternehmen baut zudem sein Schnellladenetz aus.
Der Hamburger Energieversorger Lichtblick kündigte Investitionen von insgesamt 700 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 an. Das Unternehmen will 600 Millionen Euro in Speicher und eigene Erzeugungsanlagen investieren. Weitere mehr als 100 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge fließen. Das geht aus der Jahresbilanz für das Geschäftsjahr 2025/26 hervor.

„Der Erfolg der Energiewende hängt nicht mehr davon ab, wie schnell neue Wind- und Solaranlagen gebaut werden. Entscheidend ist, wie gut Erzeugung, Infrastruktur und Nutzung zusammenspielen – und ob Lösungen im Alltag funktionieren“, sagte CEO Marc Wallraff bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. 

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 erzielte die Lichtblick-Gruppe demnach einen Umsatz von 1,36 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag der Wert bei 1,54 Milliarden Euro. Das Ebitda sank von 67,8 Millionen auf 48,7 Millionen Euro. Der Energieabsatz erreichte 6,1 Milliarden kWh und damit weniger als im Vorjahreszeitraum mit 6,4 Milliarden kWh. Die Zahl der Kundenverträge lag bei rund einer Million und damit ähnlich hoch wie im Vorjahr.

Fokus auf Speicher und eigene Erzeugung

Mit den geplanten Investitionen will Lichtblick die Wertschöpfung über eigene Infrastruktur ausbauen. Dazu gehören Speicherprojekte, Photovoltaikanlagen und deren Vermarktung. Nach Angaben des Unternehmens gingen im vergangenen Geschäftsjahr drei neue Solarparks in Betrieb. Gleichzeitig startete der Bau des ersten eigenen Großbatteriespeichers. Derzeit realisiert Lichtblick insgesamt sechs weitere Photovoltaikprojekte. Die installierte Leistung der eigenen Anlagen liegt aktuell bei 31 MW. Bis März 2027 soll sie auf 150 MW steigen. 

Im Bereich E-Mobilität hat Lichtblick nach eigenen Angaben zehn Schnellladeparks errichtet. Bis März 2027 sollen weitere 58 Quick-Charge-Standorte hinzukommen. Das Unternehmen baut damit sein eigenes Schnellladenetz deutlich aus.

An ausgewählten Standorten nutzt Lichtblick zudem das Durchleitungsmodell im Regelbetrieb. Dienstwagenfahrende können dabei ihren Unternehmensstromtarif auch an Ladepunkten anderer Betreiber einsetzen. Das Unternehmen plant, dieses Angebot künftig auf weitere Nutzergruppen auszuweiten. 

Zudem steigt Lichtblick in das Geschäft mit Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge ein (wir berichteten). Gemeinsam mit Partnern erhielt das Unternehmen den Zuschlag für 14 öffentliche Standorte in Baden-Württemberg. Dort soll in den kommenden zwei Jahren Ladeinfrastruktur für E-Lkw entstehen. Lichtblick übernimmt dabei unter anderem den kommerziellen Betrieb der Anlagen.

Integrierte Energielösungen im Fokus

Parallel zum Ausbau der Infrastruktur entwickelt das Unternehmen sein Angebot für Privat- und Gewerbekunden weiter. Im vergangenen Geschäftsjahr überarbeitete Lichtblick den dynamischen Stromtarif und erneuerte die eigene App. Gemeinsam mit Partnern arbeitet man zudem an der Verknüpfung von Stromversorgung und Wärmeanwendungen im Eigenheim. Nach Angaben von Lichtblick verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend von einzelnen Produkten hin zu integrierten Energielösungen. Ziel sei es, verschiedene Anwendungen und Verbrauchsbereiche miteinander zu verknüpfen.

Auch im Geschäftskundenbereich werden neue Projekte gemeldet. Dazu zählen Direktlieferverträge für Strom aus erneuerbaren Energien mit Industrieunternehmen sowie der Einsatz granularer Herkunftsnachweise. Zudem installierte Lichtblick nach eigenen Angaben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Millerntorstadions in Hamburg.

Lichtblick wurde 1998 gegründet und gehört zur Eneco Group. Das Unternehmen beschäftigt rund 700 Mitarbeitende und versorgt nach eigenen Angaben etwa zwei Millionen Menschen in Haushalten und Betrieben mit Angeboten für Energie, Wärme und Mobilität.

Donnerstag, 18.06.2026, 10:35 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Bilanz  - Lichtblick investiert in Speicher und E-Lkw-Laden
Die Geschäftsführung von Lichtblick (von links): Marc Wallraff (CEO), Tanja Schumann (CFO) und Mandy Schwerendt (CCO). Quelle: Lichtblick
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Lichtblick investiert in Speicher und E-Lkw-Laden
Lichtblick will bis 2030 rund 700 Millionen Euro in Speicher, eigene Erzeugungsanlagen und E-Mobilität investieren. Das Unternehmen baut zudem sein Schnellladenetz aus.
Der Hamburger Energieversorger Lichtblick kündigte Investitionen von insgesamt 700 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 an. Das Unternehmen will 600 Millionen Euro in Speicher und eigene Erzeugungsanlagen investieren. Weitere mehr als 100 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge fließen. Das geht aus der Jahresbilanz für das Geschäftsjahr 2025/26 hervor.

„Der Erfolg der Energiewende hängt nicht mehr davon ab, wie schnell neue Wind- und Solaranlagen gebaut werden. Entscheidend ist, wie gut Erzeugung, Infrastruktur und Nutzung zusammenspielen – und ob Lösungen im Alltag funktionieren“, sagte CEO Marc Wallraff bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. 

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 erzielte die Lichtblick-Gruppe demnach einen Umsatz von 1,36 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag der Wert bei 1,54 Milliarden Euro. Das Ebitda sank von 67,8 Millionen auf 48,7 Millionen Euro. Der Energieabsatz erreichte 6,1 Milliarden kWh und damit weniger als im Vorjahreszeitraum mit 6,4 Milliarden kWh. Die Zahl der Kundenverträge lag bei rund einer Million und damit ähnlich hoch wie im Vorjahr.

Fokus auf Speicher und eigene Erzeugung

Mit den geplanten Investitionen will Lichtblick die Wertschöpfung über eigene Infrastruktur ausbauen. Dazu gehören Speicherprojekte, Photovoltaikanlagen und deren Vermarktung. Nach Angaben des Unternehmens gingen im vergangenen Geschäftsjahr drei neue Solarparks in Betrieb. Gleichzeitig startete der Bau des ersten eigenen Großbatteriespeichers. Derzeit realisiert Lichtblick insgesamt sechs weitere Photovoltaikprojekte. Die installierte Leistung der eigenen Anlagen liegt aktuell bei 31 MW. Bis März 2027 soll sie auf 150 MW steigen. 

Im Bereich E-Mobilität hat Lichtblick nach eigenen Angaben zehn Schnellladeparks errichtet. Bis März 2027 sollen weitere 58 Quick-Charge-Standorte hinzukommen. Das Unternehmen baut damit sein eigenes Schnellladenetz deutlich aus.

An ausgewählten Standorten nutzt Lichtblick zudem das Durchleitungsmodell im Regelbetrieb. Dienstwagenfahrende können dabei ihren Unternehmensstromtarif auch an Ladepunkten anderer Betreiber einsetzen. Das Unternehmen plant, dieses Angebot künftig auf weitere Nutzergruppen auszuweiten. 

Zudem steigt Lichtblick in das Geschäft mit Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge ein (wir berichteten). Gemeinsam mit Partnern erhielt das Unternehmen den Zuschlag für 14 öffentliche Standorte in Baden-Württemberg. Dort soll in den kommenden zwei Jahren Ladeinfrastruktur für E-Lkw entstehen. Lichtblick übernimmt dabei unter anderem den kommerziellen Betrieb der Anlagen.

Integrierte Energielösungen im Fokus

Parallel zum Ausbau der Infrastruktur entwickelt das Unternehmen sein Angebot für Privat- und Gewerbekunden weiter. Im vergangenen Geschäftsjahr überarbeitete Lichtblick den dynamischen Stromtarif und erneuerte die eigene App. Gemeinsam mit Partnern arbeitet man zudem an der Verknüpfung von Stromversorgung und Wärmeanwendungen im Eigenheim. Nach Angaben von Lichtblick verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend von einzelnen Produkten hin zu integrierten Energielösungen. Ziel sei es, verschiedene Anwendungen und Verbrauchsbereiche miteinander zu verknüpfen.

Auch im Geschäftskundenbereich werden neue Projekte gemeldet. Dazu zählen Direktlieferverträge für Strom aus erneuerbaren Energien mit Industrieunternehmen sowie der Einsatz granularer Herkunftsnachweise. Zudem installierte Lichtblick nach eigenen Angaben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Millerntorstadions in Hamburg.

Lichtblick wurde 1998 gegründet und gehört zur Eneco Group. Das Unternehmen beschäftigt rund 700 Mitarbeitende und versorgt nach eigenen Angaben etwa zwei Millionen Menschen in Haushalten und Betrieben mit Angeboten für Energie, Wärme und Mobilität.

Donnerstag, 18.06.2026, 10:35 Uhr
Heidi Roider

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