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Energie & Management > Beteiligung - Kommunen gründen „Energiewende RheinEifel“
Die kommunalen Gründungsmitglieder und der Vorstand. Quelle: E-Regio
Beteiligung

Kommunen gründen „Energiewende RheinEifel“

Eine Genossenschaft soll die Wärmewende von zwölf Städten und Gemeinden in NRW voranbringen. Der Versorger „e-regio“ soll die operative Umsetzung stemmen. 
Zwölf Kommunen in Nordrhein-Westfalen bündeln ihre Aktivitäten zur Energie- und Wärmewende künftig in einer gemeinsamen Organisation. Mit der Gründung der Genossenschaft „Energiewende RheinEifel eG“ setzen Städte und Gemeinden aus dem Rhein-Sieg-Kreis sowie den Kreisen Euskirchen und Düren auf einen koordinierten Ansatz. Nach Angaben der beteiligten Kommunen soll so die Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte vor allem im Wärmebereich beschleunigt werden.

Die Genossenschaft soll als gemeinsame Arbeitsplattform dienen. Ziel sei es, „Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, sodass eine effiziente und bezahlbare Wärmezukunft für eine ganze Region gestaltet wird“, heißt es in einer Mitteilung des Versorgers E-regio, ein mehrheitlich kommunales Unternehmen aus der Region. E-regio ist als operativer Partner eingebunden.

Hintergrund für die Gründung ist, dass viele Kommunen vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Es sei wenig sinnvoll, dass jede Kommune für sich dieselben Überlegungen anstellt, obwohl die Ausgangslage ähnlich ist. In der Genossenschaft wird daher vorhandene Expertise gebündelt, gleichzeitig sollen die Verwaltungen entlastet werden. „Dafür vereint die Genossenschaft kommunale Erfahrungen und energiewirtschaftliche Expertise, reduziert Doppelarbeit und ermöglicht es den Mitgliedern, voneinander zu lernen.“

Die Entscheidungen über konkrete Maßnahmen und Investitionen verbleiben weiterhin bei den einzelnen Kommunen oder den beteiligten Energieunternehmen. Die Genossenschaft übernimmt eine koordinierende Funktion.

Gesellschaft hat kein eigenes Personal

Die operative Umsetzung liegt bei E-regio. Das Unternehmen übernimmt für die beteiligten Städte und Gemeinden die kaufmännische und technische Betriebsführung sowie die Bereitstellung von Ressourcen und Fachwissen für die Ausarbeitung konkreter Projekte. Leistungen werden über E-regio und die Mitglieder organisiert oder über einen gemeinsamen Expertenpool beschafft.

„Die Finanzierung ist über ein transparentes Umlagesystem sichergestellt.“ Die Genossenschaft selbst verfügt über kein eigenes Personal und keine eigene Infrastruktur. Stattdessen greift sie auf bestehende Strukturen zurück.

Eine der ersten Maßnahmen ist der Aufbau eines digitalen Zwillings der Region in Form der „Energiewendeplattform RheinEifel“. Diese soll Gebäude, Infrastrukturen, Potenziale und Szenarien abbilden und damit eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage schaffen, etwa für die Nutzung von Abwärmepotenzialen, den Ausbau von Wärmenetzen oder die Entwicklung energetischer Konzepte.

Laut Mitteilung handelt es sich um „den bundesweit ersten interkommunalen Zusammenschluss, der die Energie- und Wärmewende langfristig koordiniert“.

Mitglieder der „Energiewende RheinEifel“ sind die Stadt Bornheim, die Stadt Rheinbach, die Stadt Bad Münstereifel, die Gemeinde Blankenheim, die Gemeinde Dahlem, die Kreisstadt Euskirchen, die Gemeinde Hellenthal, die Gemeinde Kall, die Stadt Mechernich, die Gemeinde Nettersheim, die Stadt Schleiden sowie die Gemeinde Vettweiß.

Donnerstag, 16.04.2026, 16:10 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Beteiligung - Kommunen gründen „Energiewende RheinEifel“
Die kommunalen Gründungsmitglieder und der Vorstand. Quelle: E-Regio
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Kommunen gründen „Energiewende RheinEifel“
Eine Genossenschaft soll die Wärmewende von zwölf Städten und Gemeinden in NRW voranbringen. Der Versorger „e-regio“ soll die operative Umsetzung stemmen. 
Zwölf Kommunen in Nordrhein-Westfalen bündeln ihre Aktivitäten zur Energie- und Wärmewende künftig in einer gemeinsamen Organisation. Mit der Gründung der Genossenschaft „Energiewende RheinEifel eG“ setzen Städte und Gemeinden aus dem Rhein-Sieg-Kreis sowie den Kreisen Euskirchen und Düren auf einen koordinierten Ansatz. Nach Angaben der beteiligten Kommunen soll so die Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte vor allem im Wärmebereich beschleunigt werden.

Die Genossenschaft soll als gemeinsame Arbeitsplattform dienen. Ziel sei es, „Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, sodass eine effiziente und bezahlbare Wärmezukunft für eine ganze Region gestaltet wird“, heißt es in einer Mitteilung des Versorgers E-regio, ein mehrheitlich kommunales Unternehmen aus der Region. E-regio ist als operativer Partner eingebunden.

Hintergrund für die Gründung ist, dass viele Kommunen vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Es sei wenig sinnvoll, dass jede Kommune für sich dieselben Überlegungen anstellt, obwohl die Ausgangslage ähnlich ist. In der Genossenschaft wird daher vorhandene Expertise gebündelt, gleichzeitig sollen die Verwaltungen entlastet werden. „Dafür vereint die Genossenschaft kommunale Erfahrungen und energiewirtschaftliche Expertise, reduziert Doppelarbeit und ermöglicht es den Mitgliedern, voneinander zu lernen.“

Die Entscheidungen über konkrete Maßnahmen und Investitionen verbleiben weiterhin bei den einzelnen Kommunen oder den beteiligten Energieunternehmen. Die Genossenschaft übernimmt eine koordinierende Funktion.

Gesellschaft hat kein eigenes Personal

Die operative Umsetzung liegt bei E-regio. Das Unternehmen übernimmt für die beteiligten Städte und Gemeinden die kaufmännische und technische Betriebsführung sowie die Bereitstellung von Ressourcen und Fachwissen für die Ausarbeitung konkreter Projekte. Leistungen werden über E-regio und die Mitglieder organisiert oder über einen gemeinsamen Expertenpool beschafft.

„Die Finanzierung ist über ein transparentes Umlagesystem sichergestellt.“ Die Genossenschaft selbst verfügt über kein eigenes Personal und keine eigene Infrastruktur. Stattdessen greift sie auf bestehende Strukturen zurück.

Eine der ersten Maßnahmen ist der Aufbau eines digitalen Zwillings der Region in Form der „Energiewendeplattform RheinEifel“. Diese soll Gebäude, Infrastrukturen, Potenziale und Szenarien abbilden und damit eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage schaffen, etwa für die Nutzung von Abwärmepotenzialen, den Ausbau von Wärmenetzen oder die Entwicklung energetischer Konzepte.

Laut Mitteilung handelt es sich um „den bundesweit ersten interkommunalen Zusammenschluss, der die Energie- und Wärmewende langfristig koordiniert“.

Mitglieder der „Energiewende RheinEifel“ sind die Stadt Bornheim, die Stadt Rheinbach, die Stadt Bad Münstereifel, die Gemeinde Blankenheim, die Gemeinde Dahlem, die Kreisstadt Euskirchen, die Gemeinde Hellenthal, die Gemeinde Kall, die Stadt Mechernich, die Gemeinde Nettersheim, die Stadt Schleiden sowie die Gemeinde Vettweiß.

Donnerstag, 16.04.2026, 16:10 Uhr
Stefan Sagmeister

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