Geschäftsführer Wolfgang Amann (links) und Oberbürgermeister Martin Gruner. Quelle: Stadtwerke Waldshut-Tiengen
Neuer Chef für die Übergangsphase: Wolfgang Amann hat interimsweise die Geschäftsführung der Stadtwerke Waldshut-Tiengen übernommen.
„Erfahrene Kompetenz in einer wichtigen Übergangsphase“ – so kommentiert die Stadtverwaltung die Personalie. Nach dem Schnitt an der Spitze des kommunalen Energieversorgungsunternehmens im April haben die Stadtwerke Waldshut-Tiengen nun einen Interimsgeschäftsführer. Am 19. Mai hat Wolfgang Amann den Posten übernommen, wie das Unternehmen mitteilt.
Amann folgt auf Siegfried Pflüger, der den Versorger in der Stadt am Südrand des Schwarzwalds wegen unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung verließ (wir berichteten). Der neue Mann an der Spitze sei ein erfahrener Interimsgeschäftsführer und habe bereits zahlreiche vergleichbare Mandate erfolgreich begleitet. „Seine besondere Stärke liegt in der Steuerung komplexer Veränderungs- und Übergangsprozesse sowie in der nachhaltigen Stabilisierung betrieblicher Abläufe“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke.
Oberbürgermeister Martin Gruner (parteilos) sprach im April von „einer notwendigen Transformation“. Die Stadtwerke seien „grundsätzlich wirtschaftlich gesund“. Sie befänden sich – wie andere Versorger auch – allerdings in einer Phase des Umbaus mit steigenden Anforderungen und Investitionen. Wirtschaftliche Gründe sollen keine Rolle bei der Auflösung von Pflügers Vertrag gespielt haben.
Pflüger war in schwierigen Zeiten gekommen. Unter seiner Führung gab es ein finanzielles Auf und Ab. In seinem ersten Jahr als Geschäftsführer, 2020, verbuchten die Stadtwerke einen Fehlbetrag von 303.000 Euro. In den beiden Jahren darauf landete der Versorger mit 393.000 und 468.000 Euro im Plus. Im Jahr 2023 stand ein Überschuss von 76.000 Euro zu Buche, 2024 waren es 11.000 Euro. Für 2025 erwartete Pflüger bei einem negativen Ergebnis vor Steuern (Ebt) von 305.000 Euro einen Jahresüberschuss von 36.000 Euro.
Freitag, 29.05.2026, 16:47 Uhr
Manfred Fischer
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