Von links: Karl-Heinz Schleiter, Frank Gleim, Thomas Beaupain und Bürgermeisterin Barbara Eckes. Quelle: Stadt Frankenberg (Eder) / Florian Held
Ein hessischer Versorger setzt künftig auf eine Doppelspitze. Ab dem Jahreswechsel sind dann zwei Männer bei der „EGF EnergieGesellschaft Frankenberg mbH“ am Ruder.
Die Zwischenlösung an der Spitze der „EGF EnergieGesellschaft Frankenberg mbH“ (EGF) ist Geschichte. Geschäftsführer Karl-Heinz Schleiter ist in den Ruhestand getreten und hat mit Wirkung vom 15. August die Leitung beim hessischen Versorger an Thomas Beaupain übergeben.
Der Stabwechsel folgt einem Beschluss des Aufsichtsrates, den Frankenbergs Bürgermeisterin Barbara Eckes (parteilos) anführt. Es ist nicht die einzige Entscheidung des Kontrollgremiums zur künftigen Aufstellung des Unternehmens, an dem die Kommune über die Stadtwerke Frankenberg (Eder) 60 Prozent und der in fünf Bundesländern tätige Regionalversorger EAM 40 Prozent halten.
Denn ab 1. Januar 2027 wird eine Doppelspitze die Energie-Gesellschaft leiten. Frank Gleim stößt dann zur EGF hinzu. Er legt dafür nach 18 Jahren seine Aufgabe als Bürgermeister der Stadt Gemünden an der Wohra nieder. Gemünden ist ebenso mit 7 Prozent an der EGF-Mutter Stadtwerke beteiligt wie die Stadt Rosenthal.
Karl-Heinz Schleiter war 2024 an der Spitze der EGF eingesprungen, nachdem er das Unternehmen bereits bis 2021 geführt hatte. Mit seinem Nachfolger Thomas Beaupain arbeitete er bereits seit Beginn des Jahres 2025 zusammen. Beaupain war bislang offiziell Leiter der Unternehmenssteuerung.
Er bringt laut einer Pressemitteilung 35 Jahre Erfahrung in der Energiewirtschaft mit, davon eine geraume Zeit beim EGF-Gesellschafter EAM. Zuletzt war Beaupain Leiter des Bereichs Messwesen mit etwa 80 Mitarbeitenden. Auch Frank Gleim hat vor seiner Verwaltungskarriere etliche Jahre bei EAM in verschiedenen Bereichen verbracht.
Die EGF versorgt in Frankenberg (Eder) und der näheren Umgebung mehr als 17.000 Menschen mit Strom, Erdgas und Wasser. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus Wasserkraft. Nach eigenen Angaben summieren sich die Strom- und Gasnetze in Regie der EGF auf eine Länge von mehr als 450 Kilometern. Dazu bietet das Unternehmen Contractinglösungen, energienahe Dienstleistungen und Ingenieurleistungen an. Auch übernimmt es die Betriebsführung in verschiedenen Bereichen. Frankenberg liegt keine Autostunde von der Universitätsstadt Marburg entfernt im südlichen Abschnitt des Landkreises Waldeck-Frankenberg. (vs)
Dienstag, 18.08.2026, 15:42 Uhr
Volker Stephan
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