Der Großbatteriespeicher in Alsdorf. Quelle: Voltfang
Ein erster Großbatteriespeicher in der Braunkohleregion Nordrhein-Westfalens (NRW) ist am Netz. Der netzdienliche Speicher in Alsdorf hat eine Kapazität von 20 MWh.
Das Speicherprojekt in Alsdorf wurde für den Asset Manager Icecreek Energy realisiert, welcher das Speicherkraftwerk auch künftig betreibt. Die Speicherkapazität beträgt 20.000 kWh bei einer Leistung von 9,5 MW. Das Batteriespeichersystem hat der Anbieter Voltfang umgesetzt. Alsdorf ist damit eines der größten netzdienlichen Batteriespeicherprojekte Nordrhein-Westfalens, teilte Voltfang mit.
Der Großspeicher ist direkt an das Mittelspannungsnetz des lokalen Verteilnetzbetreibers Regionetz GmbH angebunden. Neben der jährlichen Versorgung von über 2.000 Haushalten soll das System zentrale netzstabilisierende Funktionen übernehmen. Dazu zählen die Bereitstellung von Regelenergie, Flexibilität für Preisvolatilitäten am Strommarkt und lokales Engpassmanagement im Verteilnetz.
„Die Umsetzung von Projekten in dieser Größenordnung erfordert gute Planung, skalierbare Batteriekompetenz und solide Finanzierung“, sagte David Oudsandji, Mitgründer und CEO von Voltfang. Gemeinsam mit Icecreek Energy, Regionetz und der Stadt Alsdorf habe man gezeigt, dass man einen messbaren Beitrag zur Energiewende leisten kann.
Vier weitere Projekte
Voltfang hat nach eigenen Angaben weitere vier Projekte, die in diesem Jahr in Bau gehen sollen. Der Batteriespeicherspezialist wurde im Jahr 2020 an der RWTH Aachen gegründet. Nach Angaben des Unternehmens beschäftigt Voltfang inzwischen mehr als 100 Mitarbeitende und arbeitet mit über 200 Partnern zusammen.
Das Aachener Unternehmen hat im August 2025 zudem eine neue Produktionsstätte eröffnet (wir berichteten). Auf rund 6.000 Quadratmetern im Technopark Aachen, dem ehemaligen Industriepark Rothe Erde, entstand die nach Unternehmensangaben größte Second-Life-Batteriefabrik Europas.
Freitag, 16.01.2026, 13:56 Uhr
Heidi Roider
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