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Energie & Management > Speculantius - Essener Energieriese liebäugelt in königlichen Gefilden
Quelle: OpenAI
Speculantius

Essener Energieriese liebäugelt in königlichen Gefilden

In der Rubrik „Speculantius“ veröffentlicht die Redaktion für den Markt relevante Gerüchte, Meinungen und unbestätigte Berichte.
Für die Presse im Vereinigten Königreich war es einmal das „Wunderkind des britischen Energiemarktes“. Jetzt hat der Eon-Konzern offenbar Gefallen an dem inzwischen ins Teenager-Alter gekommenen Unternehmen gefunden. Medienberichten zufolge liebäugelt der Essener Riese mit dem Kauf von Ovo Energy. Mit dem Deal würde er sich zu einem Gas- und Elektrizitätsanbieter mit mehr als 9,5 Millionen Kunden auswachsen und teils sogar British Gas und Octupus Energy auf der Insel in den Schatten stellen.

Wie das Geschäft zwischen Eon und Ovo konkret aussehen könnte, ist nicht an die Presse durchgesickert. Auf Nachfrage äußerten sich die Unternehmen nicht. Ein Scheitern der Gespräche sei noch möglich, schrieben Nachrichtenagenturen am 25. April. 

Die Essener sind nicht die ersten, die die mögliche Braut in Augenschein nehmen. Wie der Guardian im Dezember berichtete, soll die norwegische Investmentgruppe Verdane Gespräche über eine mögliche Beteiligung an Ovo abgebrochen haben. Auch die Beteiligungsgesellschaft Permira soll nach wochenlanger Prüfung möglicher Deal-Bedingungen kalte Füße bekommen haben. Und zuvor soll es erste Gespräche mit Iberdrola, dem Eigentümer von Scottish Power, über eine mögliche Zusammenarbeit mit Ovo gegeben haben.

Ovo steckt Medienberichten zufolge in finanziellen Schwierigkeiten. Ende vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen Stellenstreichungen an. Von 200 Stellen war die Rede. „Wir nehmen Veränderungen vor, die uns näher an unsere Kunden bringen und unseren Fokus als Energieversorger schärfen. Unsere Maßnahmen werden uns helfen, ein stärkeres, widerstandsfähigeres Unternehmen aufzubauen“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Guardian. Die Entlassungen seien Teil eines Plans, der der Branchenaufsichtsbehörde Ofgem vorgelegt wurde, um nachzuweisen, dass neue finanzielle Standards eingehalten werden, hieß es.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten und weiterhin hoher Kosten für die Kunden zahle Ovo jedes Jahr Millionenbeträge an ein Unternehmen von Stephen Fitzpatrick, der Ovo im Jahr 2009 gegründet hat.

Unbeliebt bei Kunden gemacht hat sich Ovo laut Medien durch einen Blog-Beitrag in den ersten Monaten der Energiekrise 2022. Als man sich im Land auf kaltes Winterwetter vorbereitete, empfahl der Gas- und Stromanbieter Haushalten, unter anderem Hampelmänner zu machen, um sich warm zu halten. Das blaue Wunder, das das Wunderkind seither durchlebt, könnte mit der Eon-Übernahme Geschichte werden.

Montag, 27.04.2026, 17:50 Uhr
Manfred Fischer
Energie & Management > Speculantius - Essener Energieriese liebäugelt in königlichen Gefilden
Quelle: OpenAI
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Essener Energieriese liebäugelt in königlichen Gefilden
In der Rubrik „Speculantius“ veröffentlicht die Redaktion für den Markt relevante Gerüchte, Meinungen und unbestätigte Berichte.
Für die Presse im Vereinigten Königreich war es einmal das „Wunderkind des britischen Energiemarktes“. Jetzt hat der Eon-Konzern offenbar Gefallen an dem inzwischen ins Teenager-Alter gekommenen Unternehmen gefunden. Medienberichten zufolge liebäugelt der Essener Riese mit dem Kauf von Ovo Energy. Mit dem Deal würde er sich zu einem Gas- und Elektrizitätsanbieter mit mehr als 9,5 Millionen Kunden auswachsen und teils sogar British Gas und Octupus Energy auf der Insel in den Schatten stellen.

Wie das Geschäft zwischen Eon und Ovo konkret aussehen könnte, ist nicht an die Presse durchgesickert. Auf Nachfrage äußerten sich die Unternehmen nicht. Ein Scheitern der Gespräche sei noch möglich, schrieben Nachrichtenagenturen am 25. April. 

Die Essener sind nicht die ersten, die die mögliche Braut in Augenschein nehmen. Wie der Guardian im Dezember berichtete, soll die norwegische Investmentgruppe Verdane Gespräche über eine mögliche Beteiligung an Ovo abgebrochen haben. Auch die Beteiligungsgesellschaft Permira soll nach wochenlanger Prüfung möglicher Deal-Bedingungen kalte Füße bekommen haben. Und zuvor soll es erste Gespräche mit Iberdrola, dem Eigentümer von Scottish Power, über eine mögliche Zusammenarbeit mit Ovo gegeben haben.

Ovo steckt Medienberichten zufolge in finanziellen Schwierigkeiten. Ende vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen Stellenstreichungen an. Von 200 Stellen war die Rede. „Wir nehmen Veränderungen vor, die uns näher an unsere Kunden bringen und unseren Fokus als Energieversorger schärfen. Unsere Maßnahmen werden uns helfen, ein stärkeres, widerstandsfähigeres Unternehmen aufzubauen“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Guardian. Die Entlassungen seien Teil eines Plans, der der Branchenaufsichtsbehörde Ofgem vorgelegt wurde, um nachzuweisen, dass neue finanzielle Standards eingehalten werden, hieß es.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten und weiterhin hoher Kosten für die Kunden zahle Ovo jedes Jahr Millionenbeträge an ein Unternehmen von Stephen Fitzpatrick, der Ovo im Jahr 2009 gegründet hat.

Unbeliebt bei Kunden gemacht hat sich Ovo laut Medien durch einen Blog-Beitrag in den ersten Monaten der Energiekrise 2022. Als man sich im Land auf kaltes Winterwetter vorbereitete, empfahl der Gas- und Stromanbieter Haushalten, unter anderem Hampelmänner zu machen, um sich warm zu halten. Das blaue Wunder, das das Wunderkind seither durchlebt, könnte mit der Eon-Übernahme Geschichte werden.

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Manfred Fischer

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