v.li: Geschäftsführer der Mako Plus Roland-Hambach und Oliver-Kunz Quelle: Enet GmbH
Enet bündelt seine Dienstleistungen zur Marktkommunikation in einer neuen Gesellschaft. Die „ene’t MaKo Plus GmbH“ soll das Angebot für Energieversorger erweitern.
Die Enet Unternehmensgruppe mit Sitz in Hückelhoven baut ihr Geschäft mit Dienstleistungen für die Marktkommunikation aus. Dazu hat das Unternehmen die Enet Mako Plus GmbH gegründet. Geschäftsführer sind Oliver Kunz und Roland Hambach.
„Die Nachfrage nach den Dienstleistungen im Bereich der Marktkommunikation ist in den letzten Jahren so stark gestiegen, dass die Gründung einer eigenen Gesellschaft der konsequente Schritt ist“, sagt Kunz. Mit der neuen Gesellschaft will Enet die bestehenden Leistungen ausbauen und das Portfolio erweitern.
Zum Angebot gehören die Prozesse der Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE), der Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS) und der Geschäftsprozesse Lieferantenwechsel Gas (GABi Gas). Hinzu kommen Controlling-Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen Prozessen. Die Enet Mako Plus stellt zudem eine AS4-Infrastruktur für den sicheren Austausch von Übertragungsdateien bereit.
Bestehende Kundenbeziehungen bleiben erhalten
Für bestehende Kunden soll sich durch die Gründung der Gesellschaft nach Unternehmensangaben zunächst nichts ändern. Ansprechpartner und Kommunikationswege bleiben bestehen. Hambach, der zugleich Geschäftsführer der Enet GmbH und der Enet Service ist, sieht in der neuen Gesellschaft vor allem eine stärkere Gewichtung der Marktkommunikation innerhalb der Unternehmensgruppe.
Eine weitere Rolle spielt für Enet die geplante Einführung des MaBiS-Hubs. Kunz ist Projektgruppenleiter für das Thema beim Edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation. Mit dem Betrieb des MaBiS-Hubs soll sich die Marktkommunikation ab 1. Oktober 2029 grundlegend verändern.
Nach Angaben des Unternehmens sollen dann Informationen zentral zusammenlaufen, verarbeitet und anschließend in aggregierter Form verteilt werden. Anbieter von Marktkommunikationsdienstleistungen müssten sich daher frühzeitig auf die neuen Prozesse einstellen.
Selbstentwickelte Software ist anpassbar
„Mit unserem umfassenden Know-how über die verschiedenen Rollen der Marktkommunikation können wir unsere Kunden umfassend beraten, auch wenn die Themen komplexer sind“, sagt Kunz. Die Enet MaKo Plus übernehme nach Unternehmensangaben auf Wunsch auch das Clearing. Dabei sollen Fehlerquellen in den Marktkommunikationsprozessen identifiziert und behoben werden.
Für die Dienstleistungen setzt die Gesellschaft eine selbst entwickelte Software mit einer automatisierten Process Engine ein. Nach Angaben von Enet lässt sich die Software an neue Anforderungen anpassen. Damit sollen auch Änderungen bei regulatorischen Vorgaben und Marktprozessen in den Abläufen berücksichtigt werden können.
Hambach sieht darin eine Grundlage für die weitere Automatisierung der Marktkommunikation. „Aus den Pflichten der Marktkommunikation entwickeln wir einen Mehrwert für unsere Kunden“, sagt er. Reibungslose Prozesse und eine verbesserte Stammdatenqualität sollen aus Sicht des Unternehmens dazu beitragen, Kosten zu senken und die Planungssicherheit bei Energieversorgern zu erhöhen. (sh)
Donnerstag, 20.08.2026, 09:13 Uhr
Susanne Harmsen
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