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Energie & Management > Bilanz - Danfoss steigert Ergebnis und hebt Prognose an
Quelle: Fotolia / alexmat46
Bilanz

Danfoss steigert Ergebnis und hebt Prognose an

Der Kälte- und Klimatechnikanbieter Danfoss ist mit einem deutlichen Wachstum ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Lösungen für Rechenzentren und Wärmepumpen sind zwei Treiber. 
Danfoss hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben, teilte das Unternehmen am 21. August mit. Der dänische Technologiekonzern erzielte einen Umsatz von 5,25 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den 4,7 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums entspricht dies einem nominalen Zuwachs von knapp 12 Prozent. Organisch wuchs das Geschäft nach Angaben des Unternehmens um 15 Prozent. Impulse kamen vor allem aus Nordamerika und Asien, dort insbesondere aus China und Indien.

Stärker als der Umsatz legte das operative Ergebnis zu. Das operative Ebita erhöhte sich verglichen zum ersten Halbjahr 2025 um 44 Prozent von 556 auf 802 Millionen Euro. Beim Nettogewinn meldet Danfoss einen Zuwachs um 62 Prozent von 269 auf 436 Millionen Euro. Auch beim Cashflow kehrte sich die Entwicklung um: Der freie operative Cashflow nach Finanzergebnis und Steuern vor Übernahmen erreichte 164 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Danfoss noch minus 168 Millionen Euro ausgewiesen.

„In unseren Geschäftsbereichen, einschließlich Rechenzentren, hält die solide Wachstumsdynamik an. Das führt zu einem deutlichen organischen Wachstum und einer hohen Rentabilität. Einen starken Anteil daran haben Nordamerika und Asien − insbesondere China und Indien“, sagte Kim Fausing, Präsident und CEO von Danfoss.

Rechenzentren stützen alle drei Geschäftsbereiche

Als einen wesentlichen Wachstumstreiber nennt Danfoss den Ausbau von Rechenzentren. Davon profitierten nach Angaben des Konzerns alle drei Geschäftssegmente. Danfoss liefert für luft- und flüssigkeitsgekühlte Rechenzentren unter anderem Technik für Stromumwandlung, Energiespeicherung und Wärmerückgewinnung. Zu den adressierten Kundengruppen zählen Hyperscaler, Colocation-Anbieter und Chiphersteller.

Danfoss Climate Solutions profitierte neben dem Geschäft mit Rechenzentren von einer höheren Nachfrage nach Wärmepumpen für Gebäude und industrielle Anwendungen. Im Segment Power Electronics and Drives verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben Zuwächse bei Rechenzentren, Elektrifizierung und im industriellen Kerngeschäft.

Parallel zum operativen Wachstum verändert Danfoss sein Portfolio. Im ersten Quartal übernahm der Konzern die noch ausstehenden Minderheitsanteile an Semikron Danfoss. Das Unternehmen entwickelt und produziert Leistungshalbleitermodule und entsprechende Systemlösungen. Mit der vollständigen Übernahme will Danfoss Investitionen in diesem Geschäft beschleunigen.

Eine weitere Transaktion betrifft den italienischen Hersteller Alfagomma. Danfoss hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Unternehmens geschlossen. Alfagomma beschäftigt rund 4.500 Mitarbeitende und ist auf Fluidfördersysteme spezialisiert. Die Transaktion benötigt noch die erforderlichen Genehmigungen.

​Margenprognose deutlich erhöht

Für das Gesamtjahr zeigt sich das Management nach dem ersten Halbjahr zuversichtlicher. Danfoss erwartet den Umsatz nun in der oberen Hälfte der bisherigen Bandbreite von 9,1 bis 10,6 Milliarden Euro. Rechnerisch entspricht die obere Hälfte einer Spanne von rund 9,85 bis 10,6 Milliarden Euro. Die Prognose für die operative Ebita-Marge hat der Konzern angehoben. Für 2026 rechnet Danfoss jetzt mit einer operativen Ebita-Marge zwischen 14,6 und 15,6 Prozent. Bislang hatte das Unternehmen 12,8 bis 14,3 Prozent erwartet. 

Als Grundlage für die höhere Erwartung nennt Danfoss die operative Entwicklung im ersten Halbjahr. Neben dem Wachstum in Nordamerika und Asien dürfte damit vor allem die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsmarkt für den weiteren Jahresverlauf an Bedeutung gewinnen. Zugleich bleiben Unterschiede zwischen den Absatzmärkten bestehen: Während Rechenzentren, Elektrifizierung, Wärmepumpen sowie Bau- und Bergbaumaschinen Wachstumsimpulse liefern, belastet die schwache Nachfrage nach großen Agrarmaschinen Teile des Geschäfts. (hr)

Freitag, 21.08.2026, 10:35 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Bilanz - Danfoss steigert Ergebnis und hebt Prognose an
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Danfoss steigert Ergebnis und hebt Prognose an
Der Kälte- und Klimatechnikanbieter Danfoss ist mit einem deutlichen Wachstum ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Lösungen für Rechenzentren und Wärmepumpen sind zwei Treiber. 
Danfoss hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben, teilte das Unternehmen am 21. August mit. Der dänische Technologiekonzern erzielte einen Umsatz von 5,25 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den 4,7 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums entspricht dies einem nominalen Zuwachs von knapp 12 Prozent. Organisch wuchs das Geschäft nach Angaben des Unternehmens um 15 Prozent. Impulse kamen vor allem aus Nordamerika und Asien, dort insbesondere aus China und Indien.

Stärker als der Umsatz legte das operative Ergebnis zu. Das operative Ebita erhöhte sich verglichen zum ersten Halbjahr 2025 um 44 Prozent von 556 auf 802 Millionen Euro. Beim Nettogewinn meldet Danfoss einen Zuwachs um 62 Prozent von 269 auf 436 Millionen Euro. Auch beim Cashflow kehrte sich die Entwicklung um: Der freie operative Cashflow nach Finanzergebnis und Steuern vor Übernahmen erreichte 164 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Danfoss noch minus 168 Millionen Euro ausgewiesen.

„In unseren Geschäftsbereichen, einschließlich Rechenzentren, hält die solide Wachstumsdynamik an. Das führt zu einem deutlichen organischen Wachstum und einer hohen Rentabilität. Einen starken Anteil daran haben Nordamerika und Asien − insbesondere China und Indien“, sagte Kim Fausing, Präsident und CEO von Danfoss.

Rechenzentren stützen alle drei Geschäftsbereiche

Als einen wesentlichen Wachstumstreiber nennt Danfoss den Ausbau von Rechenzentren. Davon profitierten nach Angaben des Konzerns alle drei Geschäftssegmente. Danfoss liefert für luft- und flüssigkeitsgekühlte Rechenzentren unter anderem Technik für Stromumwandlung, Energiespeicherung und Wärmerückgewinnung. Zu den adressierten Kundengruppen zählen Hyperscaler, Colocation-Anbieter und Chiphersteller.

Danfoss Climate Solutions profitierte neben dem Geschäft mit Rechenzentren von einer höheren Nachfrage nach Wärmepumpen für Gebäude und industrielle Anwendungen. Im Segment Power Electronics and Drives verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben Zuwächse bei Rechenzentren, Elektrifizierung und im industriellen Kerngeschäft.

Parallel zum operativen Wachstum verändert Danfoss sein Portfolio. Im ersten Quartal übernahm der Konzern die noch ausstehenden Minderheitsanteile an Semikron Danfoss. Das Unternehmen entwickelt und produziert Leistungshalbleitermodule und entsprechende Systemlösungen. Mit der vollständigen Übernahme will Danfoss Investitionen in diesem Geschäft beschleunigen.

Eine weitere Transaktion betrifft den italienischen Hersteller Alfagomma. Danfoss hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Unternehmens geschlossen. Alfagomma beschäftigt rund 4.500 Mitarbeitende und ist auf Fluidfördersysteme spezialisiert. Die Transaktion benötigt noch die erforderlichen Genehmigungen.

​Margenprognose deutlich erhöht

Für das Gesamtjahr zeigt sich das Management nach dem ersten Halbjahr zuversichtlicher. Danfoss erwartet den Umsatz nun in der oberen Hälfte der bisherigen Bandbreite von 9,1 bis 10,6 Milliarden Euro. Rechnerisch entspricht die obere Hälfte einer Spanne von rund 9,85 bis 10,6 Milliarden Euro. Die Prognose für die operative Ebita-Marge hat der Konzern angehoben. Für 2026 rechnet Danfoss jetzt mit einer operativen Ebita-Marge zwischen 14,6 und 15,6 Prozent. Bislang hatte das Unternehmen 12,8 bis 14,3 Prozent erwartet. 

Als Grundlage für die höhere Erwartung nennt Danfoss die operative Entwicklung im ersten Halbjahr. Neben dem Wachstum in Nordamerika und Asien dürfte damit vor allem die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsmarkt für den weiteren Jahresverlauf an Bedeutung gewinnen. Zugleich bleiben Unterschiede zwischen den Absatzmärkten bestehen: Während Rechenzentren, Elektrifizierung, Wärmepumpen sowie Bau- und Bergbaumaschinen Wachstumsimpulse liefern, belastet die schwache Nachfrage nach großen Agrarmaschinen Teile des Geschäfts. (hr)

Freitag, 21.08.2026, 10:35 Uhr
Heidi Roider

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