Quelle: Pixabay / congerdesign
75 Prozent der Wahlberechtigten lehnen laut einer YouGov-Umfrage Kürzungen bei der Förderung von Solardächern ab. In Auftrag gegeben hat die Umfrage der BSW-Solar.
Drei Viertel der Wahlberechtigten in Deutschland sprechen sich dafür aus, die Förderung neuer Photovoltaikanlagen auf Gebäuden beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hervor. Demnach befürworten 75
Prozent der Befragten eine unveränderte oder höhere Förderung. 13
Prozent sprechen sich für Kürzungen aus, weitere 13
Prozent machten keine Angabe oder waren unentschlossen.
Auch unter den Anhängern der Regierungsparteien findet BSW-Solar zufolge die Förderung mehrheitlich Zustimmung. Bei den Wählern von CDU und CSU befürworten demnach 74
Prozent eine Beibehaltung oder Erhöhung, bei den SPD-Wählern sind es 77
Prozent. Unter den Anhängern von Bündnis 90/Die Grünen liegt der Anteil bei 90
Prozent, bei der Linken bei 83
Prozent und bei der AfD bei 63
Prozent.
Für die Erhebung befragte YouGov vom 2. bis 5. Oktober 2026 insgesamt 2.105 Wahlberechtigte in Deutschland. Die Ergebnisse wurden am 9. Oktober veröffentlicht. Die Abweichung der Gesamtwerte von 100
Prozent ist nach Angaben des Verbandes rundungsbedingt.
 |
Die Ergebnisse der Umfrage (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) Quelle: BSW Solar |
BSW-Solar fordert Änderungen an Gesetzesvorhaben Die Veröffentlichung der Umfrage fällt in die parlamentarischen Beratungen über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für 2027 und das sogenannte Netzpaket. Der Verband fordert Änderungen an den geplanten Regelungen für Photovoltaikanlagen. Bei Dachanlagen wendet er sich gegen eine Verringerung der Förderung und zusätzliche Pflichten zur Direktvermarktung. Für Solarparks lehnt er regulatorische Vorgaben ab, die nach seiner Einschätzung die Projektkosten erhöhen würden.
Darüber hinaus spricht sich der BSW-Solar für einen beschleunigten Ausbau von Batteriespeichern und eine stärkere Digitalisierung der Stromnetze aus. Damit sollen nach Auffassung des Verbandes Netzausbaukosten begrenzt werden. Einschränkungen für den Ausbau erneuerbarer Energien in Netzengpassgebieten lehnt er ab.
(kmt)
Freitag, 9.10.2026, 14:19 Uhr
© 2026 Energie & Management GmbH