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Energie & Management > Umfrage - Widerstand gegen weniger Heizungsförderung
Quelle: E&M / playgroundai.com
Umfrage

Widerstand gegen weniger Heizungsförderung

Eine Umfrage zeigt, dass eine knappe Mehrheit der Deutschen Kürzungen bei der Wärmepumpenförderung ablehnt. Besonders kritisch äußern sich Anhänger der SPD.
Die Bundesregierung plant, die Zuschüsse für Wärmepumpen ab 2027 schrittweise zu senken und damit den Bundeshaushalt zu entlasten (wir berichteten). Bei den Anhängern der Regierungsparteien finden diese geplanten Einschnitte bei der Wärmepumpenförderung unterschiedlich viel Rückhalt. Während eine Mehrheit der SPD-Anhänger die Kürzungen ablehnt, überwiegt bei den Anhängern der Union knapp die Zustimmung. Das geht aus einer Umfrage hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Den Auftrag für die Befragung erteilte die Hamburger Klimaschutzorganisation German Zero dem Meinungsforschungsinstitut Civey. Dieses befragte 8. und 9. Juli online rund 2.500 Menschen ab 18 Jahren. Die Erhebung sollte klären, wie die deutsche Bevölkerung die Absicht der Bundesregierung bewertet, die staatliche Förderung für den Einbau von Wärme- und Kältepumpen in Privathaushalten zu kürzen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt 3,7 Prozentpunkte.

Insgesamt beurteilen 51 Prozent der Befragten das Vorhaben negativ. 38 Prozent bewerten die geplanten Kürzungen sogar sehr negativ. Damit spricht sich knapp mehr als die Hälfte gegen eine geringere staatliche Unterstützung aus.

Unterschiede zwischen den Koalitionsparteien

Besonders deutlich fällt die Ablehnung unter Anhängern der SPD aus. Von ihnen beurteilen 58 Prozent die Kürzungspläne negativ. Lediglich 28 Prozent stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.

Unter den Anhängern der CDU und der CSU in Bayern ergibt sich dagegen kein eindeutiges Bild. 42 Prozent bewerten die Pläne eher positiv, 34 Prozent negativ. Die übrigen Befragten aus dieser Gruppe waren sich nach Angaben der dpa unsicher.

Die Ergebnisse zeigen damit unterschiedliche Erwartungen innerhalb der Wählerschaft der schwarz-roten Koalition. Während sich unter SPD-Anhängern eine klare Mehrheit gegen geringere Zuschüsse ausspricht, erhält die geplante Kürzung im Unionslager mehr Zustimmung als Ablehnung. Bei der Bewertung der Einzelwerte ist allerdings der angegebene statistische Fehler zu berücksichtigen.

Förderung soll schrittweise sinken

Nach den Regierungsplänen sollen die Zuschüsse für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen in den kommenden Jahren zurückgehen. Unter den bislang geltenden Bedingungen kann der Staat beim Austausch einer Heizung bis zu 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten übernehmen. Der maximal mögliche Zuschuss liegt bei 21.000 Euro.

Bis 2030 soll der höchstens erhältliche Förderbetrag schrittweise um mehrere tausend Euro sinken. Die Bundesregierung begründet die geplante Absenkung unter anderem mit den Sparzwängen im Bundeshaushalt. Die Frage der Civey-Erhebung bezog sich ausdrücklich auf die ab 2027 vorgesehenen Kürzungen bei Wärme- und Kältepumpen für Privathaushalte.

Die Umfrage bildet die Haltung der Befragten zu den angekündigten Änderungen ab. Sie gibt jedoch keine Auskunft darüber, wie sich niedrigere Zuschüsse auf Investitionsentscheidungen, den Absatz von Wärmepumpen oder die Kosten der Wärmewende auswirken könnten. (ds)

Montag, 13.07.2026, 14:43 Uhr
Davina Spohn
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Eine Umfrage zeigt, dass eine knappe Mehrheit der Deutschen Kürzungen bei der Wärmepumpenförderung ablehnt. Besonders kritisch äußern sich Anhänger der SPD.
Die Bundesregierung plant, die Zuschüsse für Wärmepumpen ab 2027 schrittweise zu senken und damit den Bundeshaushalt zu entlasten (wir berichteten). Bei den Anhängern der Regierungsparteien finden diese geplanten Einschnitte bei der Wärmepumpenförderung unterschiedlich viel Rückhalt. Während eine Mehrheit der SPD-Anhänger die Kürzungen ablehnt, überwiegt bei den Anhängern der Union knapp die Zustimmung. Das geht aus einer Umfrage hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Den Auftrag für die Befragung erteilte die Hamburger Klimaschutzorganisation German Zero dem Meinungsforschungsinstitut Civey. Dieses befragte 8. und 9. Juli online rund 2.500 Menschen ab 18 Jahren. Die Erhebung sollte klären, wie die deutsche Bevölkerung die Absicht der Bundesregierung bewertet, die staatliche Förderung für den Einbau von Wärme- und Kältepumpen in Privathaushalten zu kürzen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt 3,7 Prozentpunkte.

Insgesamt beurteilen 51 Prozent der Befragten das Vorhaben negativ. 38 Prozent bewerten die geplanten Kürzungen sogar sehr negativ. Damit spricht sich knapp mehr als die Hälfte gegen eine geringere staatliche Unterstützung aus.

Unterschiede zwischen den Koalitionsparteien

Besonders deutlich fällt die Ablehnung unter Anhängern der SPD aus. Von ihnen beurteilen 58 Prozent die Kürzungspläne negativ. Lediglich 28 Prozent stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.

Unter den Anhängern der CDU und der CSU in Bayern ergibt sich dagegen kein eindeutiges Bild. 42 Prozent bewerten die Pläne eher positiv, 34 Prozent negativ. Die übrigen Befragten aus dieser Gruppe waren sich nach Angaben der dpa unsicher.

Die Ergebnisse zeigen damit unterschiedliche Erwartungen innerhalb der Wählerschaft der schwarz-roten Koalition. Während sich unter SPD-Anhängern eine klare Mehrheit gegen geringere Zuschüsse ausspricht, erhält die geplante Kürzung im Unionslager mehr Zustimmung als Ablehnung. Bei der Bewertung der Einzelwerte ist allerdings der angegebene statistische Fehler zu berücksichtigen.

Förderung soll schrittweise sinken

Nach den Regierungsplänen sollen die Zuschüsse für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen in den kommenden Jahren zurückgehen. Unter den bislang geltenden Bedingungen kann der Staat beim Austausch einer Heizung bis zu 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten übernehmen. Der maximal mögliche Zuschuss liegt bei 21.000 Euro.

Bis 2030 soll der höchstens erhältliche Förderbetrag schrittweise um mehrere tausend Euro sinken. Die Bundesregierung begründet die geplante Absenkung unter anderem mit den Sparzwängen im Bundeshaushalt. Die Frage der Civey-Erhebung bezog sich ausdrücklich auf die ab 2027 vorgesehenen Kürzungen bei Wärme- und Kältepumpen für Privathaushalte.

Die Umfrage bildet die Haltung der Befragten zu den angekündigten Änderungen ab. Sie gibt jedoch keine Auskunft darüber, wie sich niedrigere Zuschüsse auf Investitionsentscheidungen, den Absatz von Wärmepumpen oder die Kosten der Wärmewende auswirken könnten. (ds)

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