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Energie & Management > BHKW - Wasserstoffinfrastruktur an Hochschule komplett
Das Wasserstoff-BHKW am Prüfstand der Hochschule. Quelle: Hochschule Reutlingen
BHKW

Wasserstoffinfrastruktur an Hochschule komplett

Mit einem neuem Wasserstoff-BHKW bildet die Hochschule Reutlingen nun die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab. Ziel ist die Praxistauglichkeit beim Thema H2. 
Die Hochschule Reutlingen hat ihre Wasserstoff-Forschungsinfrastruktur um ein wasserstoffbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 50 kW elektrischer Leistung erweitert. Damit kann erstmals die gesamte Prozesskette von der Elektrolyse über Speicherung und Transport bis zur Rückverstromung und Wärmenutzung in einem integrierten System untersucht werden. Im Fokus stehen dabei Forschungsfragen zum Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und deren Einsatz in dezentralen Energiesystemen.

Nach Angaben der Hochschule werden Elektrolyseure, Speicher und Wasserstoffmotoren häufig getrennt voneinander entwickelt und getestet. „Viele Fragen zum praktischen Einsatz lassen sich aber erst im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und unter zusätzlicher Betrachtung von Speicherung und Transport des Wasserstoffs beantworten“, sagt Prof. Bernd Thomas, Leiter des Reutlinger Energiezentrums (REZ). Eine derartige Anlage in praxistauglichem Maßstab sei sowohl für Hochschulen als auch für Herstellerfirmen einzigartig.

Das neue BHKW wurde vom Unternehmen Kraftwerk dezentrale Energiesysteme GmbH aus Hannover entwickelt und der Hochschule für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit ermöglicht Langzeituntersuchungen unter realitätsnahen Bedingungen.

Projekt ist Teil der Modellregion „Grüner Wasserstoff“

„Die Hochschule ist aufgrund ihrer kompletten Infrastruktur in der Lage, die Anlage für längere Zeiträume unter praxisnahen Randbedingungen zu betreiben“, erklärt Markus Henning, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmens.

Die Hochschule Reutlingen forscht seit mehreren Jahren an Wasserstofftechnologien und beteiligt sich mit den Projekten H2-Flex und H2-Grid an der baden-württembergischen Modellregion „Grüner Wasserstoff“. Ein Schwerpunkt liegt auf der Effizienz dezentraler Wasserstoffsysteme. Dabei wird nicht nur die Stromerzeugung betrachtet, sondern auch die Nutzung der entstehenden Wärme.

So kann die bei der Elektrolyse und bei der Rückverstromung anfallende Abwärme beispielsweise zur Beheizung von Gebäuden eingesetzt werden. Die Forscher untersuchen, welchen Beitrag solche Konzepte zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz leisten können.

Ein weiteres Forschungsfeld ist die Flexibilität der Anlagen. Analysiert wird unter anderem, wie schnell das Wasserstoff-BHKW nach dem Start Strom und Wärme bereitstellen kann. Solche Systeme könnten künftig in Zeiten geringer Wind- und Solarstromerzeugung oder bei Stromausfällen zur Stabilisierung der Energieversorgung beitragen.

Mit der nun vollständig aufgebauten Infrastruktur verfügt die Hochschule über eine Forschungsplattform, auf der technische und betriebliche Fragestellungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette untersucht werden können.

Montag, 15.06.2026, 15:16 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > BHKW - Wasserstoffinfrastruktur an Hochschule komplett
Das Wasserstoff-BHKW am Prüfstand der Hochschule. Quelle: Hochschule Reutlingen
BHKW
Wasserstoffinfrastruktur an Hochschule komplett
Mit einem neuem Wasserstoff-BHKW bildet die Hochschule Reutlingen nun die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab. Ziel ist die Praxistauglichkeit beim Thema H2. 
Die Hochschule Reutlingen hat ihre Wasserstoff-Forschungsinfrastruktur um ein wasserstoffbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 50 kW elektrischer Leistung erweitert. Damit kann erstmals die gesamte Prozesskette von der Elektrolyse über Speicherung und Transport bis zur Rückverstromung und Wärmenutzung in einem integrierten System untersucht werden. Im Fokus stehen dabei Forschungsfragen zum Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und deren Einsatz in dezentralen Energiesystemen.

Nach Angaben der Hochschule werden Elektrolyseure, Speicher und Wasserstoffmotoren häufig getrennt voneinander entwickelt und getestet. „Viele Fragen zum praktischen Einsatz lassen sich aber erst im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und unter zusätzlicher Betrachtung von Speicherung und Transport des Wasserstoffs beantworten“, sagt Prof. Bernd Thomas, Leiter des Reutlinger Energiezentrums (REZ). Eine derartige Anlage in praxistauglichem Maßstab sei sowohl für Hochschulen als auch für Herstellerfirmen einzigartig.

Das neue BHKW wurde vom Unternehmen Kraftwerk dezentrale Energiesysteme GmbH aus Hannover entwickelt und der Hochschule für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit ermöglicht Langzeituntersuchungen unter realitätsnahen Bedingungen.

Projekt ist Teil der Modellregion „Grüner Wasserstoff“

„Die Hochschule ist aufgrund ihrer kompletten Infrastruktur in der Lage, die Anlage für längere Zeiträume unter praxisnahen Randbedingungen zu betreiben“, erklärt Markus Henning, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmens.

Die Hochschule Reutlingen forscht seit mehreren Jahren an Wasserstofftechnologien und beteiligt sich mit den Projekten H2-Flex und H2-Grid an der baden-württembergischen Modellregion „Grüner Wasserstoff“. Ein Schwerpunkt liegt auf der Effizienz dezentraler Wasserstoffsysteme. Dabei wird nicht nur die Stromerzeugung betrachtet, sondern auch die Nutzung der entstehenden Wärme.

So kann die bei der Elektrolyse und bei der Rückverstromung anfallende Abwärme beispielsweise zur Beheizung von Gebäuden eingesetzt werden. Die Forscher untersuchen, welchen Beitrag solche Konzepte zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz leisten können.

Ein weiteres Forschungsfeld ist die Flexibilität der Anlagen. Analysiert wird unter anderem, wie schnell das Wasserstoff-BHKW nach dem Start Strom und Wärme bereitstellen kann. Solche Systeme könnten künftig in Zeiten geringer Wind- und Solarstromerzeugung oder bei Stromausfällen zur Stabilisierung der Energieversorgung beitragen.

Mit der nun vollständig aufgebauten Infrastruktur verfügt die Hochschule über eine Forschungsplattform, auf der technische und betriebliche Fragestellungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette untersucht werden können.

Montag, 15.06.2026, 15:16 Uhr
Stefan Sagmeister

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