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Energie & Management > Stromnetz - Vattenfall gibt grünes Licht für 254-MW-Speicher in Brunsbüttel
Großbatteriespeicher Bollingstedt in Schleswig-Holstein. Quelle: Ecostor
Stromnetz

Vattenfall gibt grünes Licht für 254-MW-Speicher in Brunsbüttel

Der Vattenfall Batteriespeicher Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) kann gebaut werden. Mit einer Leistung von 254 MW ist es eines der größten Speicherprojekte in Deutschland.
Eine finale Investitionsentscheidung zu dem Vorhaben hat das Unternehmen am 10. September bekanntgegeben. Die Kapazität wird von Vattenfall mit rund 1.000 MWh angegeben. Das Projekt entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Brunsbüttel, das derzeit zurückgebaut wird.

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen sollen die Batterie und ein neues Umspannwerk, das die Anlage an das Stromnetz des Netzbetreibers 50 Hertz anbindet, bis Ende 2028 in Betrieb gehen.

Zur Investitionsentscheidung erklärte Claus Wattendrup, Leiter des Bereichs „Solar & Batteries“: „Das sind sehr gute Nachrichten für Vattenfall und für den Energiestandort Brunsbüttel. Je stärker Wind- und Solarenergie ausgebaut werden, desto wichtiger werden leistungsfähige Speicher wie diese, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und fossile Energieimporte zu ersetzen.“

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien steigt die Nachfrage nach Batteriespeichern rasant an. Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass die installierte Leistung von Großbatteriespeichern bis 2040 rund 80.000 MW überschreiten wird.

Das Batterieprojekt in Brunsbüttel sei dabei ein weiterer wichtiger Schritt in der Flexibilitätsstrategie von Vattenfall, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Mit dem Neubau der Batterie verdoppele man nahezu die Leistung des aktuellen Batterie-Portfolios von 270 MW. Bis 2029 soll das Batterieportfolio auf bis zu 1.500 MW wachsen.

Brunsbüttel – Energiestandort mit Geschichte

Der Energiestandort Brunsbüttel war über Jahrzehnte ein prägender Bestandteil der Energieversorgung in Norddeutschland. Im Jahr 1976 ging das Kernkraftwerk Brunsbüttel ans Netz und hat während seiner Laufzeit rund 118 Milliarden kWh Strom produziert. Seit 2007 ist die Anlage dauerhaft abgeschaltet.

Nach dem deutschen Atomausstieg begann ab 2011 die Planung der Stilllegung und des Rückbaus. Seither wird der Standort schrittweise zurückgebaut und zugleich für neue Aufgaben im Rahmen der Energiewende weiterentwickelt. Die vorhandenen Flächen und die leistungsfähige Netzanbindung schaffen die Voraussetzungen für neue Energieinfrastruktur wie den Großbatteriespeicher. (gd)

Donnerstag, 10.09.2026, 13:54 Uhr
Günter Drewnitzky
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Großbatteriespeicher Bollingstedt in Schleswig-Holstein. Quelle: Ecostor
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Vattenfall gibt grünes Licht für 254-MW-Speicher in Brunsbüttel
Der Vattenfall Batteriespeicher Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) kann gebaut werden. Mit einer Leistung von 254 MW ist es eines der größten Speicherprojekte in Deutschland.
Eine finale Investitionsentscheidung zu dem Vorhaben hat das Unternehmen am 10. September bekanntgegeben. Die Kapazität wird von Vattenfall mit rund 1.000 MWh angegeben. Das Projekt entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Brunsbüttel, das derzeit zurückgebaut wird.

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen sollen die Batterie und ein neues Umspannwerk, das die Anlage an das Stromnetz des Netzbetreibers 50 Hertz anbindet, bis Ende 2028 in Betrieb gehen.

Zur Investitionsentscheidung erklärte Claus Wattendrup, Leiter des Bereichs „Solar & Batteries“: „Das sind sehr gute Nachrichten für Vattenfall und für den Energiestandort Brunsbüttel. Je stärker Wind- und Solarenergie ausgebaut werden, desto wichtiger werden leistungsfähige Speicher wie diese, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und fossile Energieimporte zu ersetzen.“

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien steigt die Nachfrage nach Batteriespeichern rasant an. Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass die installierte Leistung von Großbatteriespeichern bis 2040 rund 80.000 MW überschreiten wird.

Das Batterieprojekt in Brunsbüttel sei dabei ein weiterer wichtiger Schritt in der Flexibilitätsstrategie von Vattenfall, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Mit dem Neubau der Batterie verdoppele man nahezu die Leistung des aktuellen Batterie-Portfolios von 270 MW. Bis 2029 soll das Batterieportfolio auf bis zu 1.500 MW wachsen.

Brunsbüttel – Energiestandort mit Geschichte

Der Energiestandort Brunsbüttel war über Jahrzehnte ein prägender Bestandteil der Energieversorgung in Norddeutschland. Im Jahr 1976 ging das Kernkraftwerk Brunsbüttel ans Netz und hat während seiner Laufzeit rund 118 Milliarden kWh Strom produziert. Seit 2007 ist die Anlage dauerhaft abgeschaltet.

Nach dem deutschen Atomausstieg begann ab 2011 die Planung der Stilllegung und des Rückbaus. Seither wird der Standort schrittweise zurückgebaut und zugleich für neue Aufgaben im Rahmen der Energiewende weiterentwickelt. Die vorhandenen Flächen und die leistungsfähige Netzanbindung schaffen die Voraussetzungen für neue Energieinfrastruktur wie den Großbatteriespeicher. (gd)

Donnerstag, 10.09.2026, 13:54 Uhr
Günter Drewnitzky

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