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Energie & Management > Windkraft Offshore - US-Gericht hebt Baustopp für Revolution Wind auf
Quelle: Georg Eble
Windkraft Offshore

US-Gericht hebt Baustopp für Revolution Wind auf

Ein US-Bundesgericht hat den Baustopp für das Offshore-Windprojekt Revolution Wind vor der US-Ostküste vorläufig aufgehoben. Der Bau darf damit trotz laufender Klagen weitergehen.
Das US-Bezirksgericht für den District of Columbia hat am 12. Januar einer von Revolution Wind LLC beantragten einstweiligen Verfügung stattgegeben. Damit setzt das Gericht eine Aussetzungsanordnung des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) vom 22. Dezember 2025 vorläufig außer Kraft. Laut Gericht dürfen die betroffenen Bauaktivitäten mit sofortiger Wirkung wieder aufgenommen werden, während die Klage gegen die Anordnungen des BOEM vom 22. August und 22. Dezember 2025 weiter verhandelt wird.

Auslöser des Baustopps waren Sicherheitsbedenken der US-Bundesregierung. Das Innenministerium hatte sich auf Hinweise des Verteidigungsministeriums berufen und argumentiert, die Rotorbewegungen und reflektierende Türme großer Offshore-Windparks könnten militärische Radarsysteme stören. Diese Clutter-Effekte könnten reale Ziele verdecken oder falsche Signale erzeugen. Neben Revolution Wind waren Ende Dezember vier weitere Projekte an der US-Ostküste betroffen, darunter Empire Wind von Equinor.

Dauerhafte Lösung angestrebt

Revolution Wind kündigte an, nun zu prüfen, wie eine enge Zusammenarbeit mit der US-Regierung aussehen kann, um zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen. Der Bau soll so schnell wie möglich wieder anlaufen. Dabei haben die Sicherheit und die Versorgung mit bezahlbarem, verlässlichem Strom für den Nordosten der USA Priorität, erklärte das Unternehmen.

Das Projekt Revolution Wind ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Skyborn Renewables und Orsted. Skyborn Renewables ist eine Projektentwicklungsgesellschaft mit Hauptsitz in Hamburg und Fokus auf Offshore-Windenergie. Orsted mit Sitz in Dänemark entwickelt, baut und betreibt Offshore-Windparks sowie weitere erneuerbare Energieanlagen. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben weltweit über 10.200 MW Offshore-Windleistung, weitere 8.100 MW befinden sich im Bau. Die gesamte installierte Leistung aus erneuerbaren Energien liege bei mehr als 18.000 MW.

Windpark kurz vor Inbetriebnahme


Revolution Wind gehört zu den am weitesten fortgeschrittenen Offshore-Windprojekten in den USA. Nach Angaben der Betreiber war das Projekt Anfang Januar zu rund 87 Prozent fertiggestellt. Offshore-Fundamente, Exportkabel und Umspannplattformen sind installiert, 58 von 65 Windenergieanlagen errichtet. Die Inbetriebnahme der Stromerzeugung mit einer Leistung von 700 MW war ursprünglich für Januar 2026 vorgesehen. Der Windpark soll künftig mehr als 350.000 Haushalte in Connecticut und Rhode Island versorgen.

Parallel zum Verfahren um Revolution Wind laufen weitere Klagen gegen den von der US-Regierung verfügten Baustopp. Auch der norwegische Energiekonzern Equinor mit Sitz in Stavanger geht gerichtlich gegen die Anordnung vor. Equinor entwickelt vor der Küste von New York das Projekt Empire Wind mit einer Leistung von 810 MW. Das Vorhaben ist laut Unternehmensangaben zu mehr als 60 Prozent fertiggestellt. Equinor verweist auf Investitionen von mehr als vier Milliarden US-Dollar und warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden, sollte der Baustopp Bestand haben.

Dienstag, 13.01.2026, 11:39 Uhr
Susanne Harmsen
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Quelle: Georg Eble
Windkraft Offshore
US-Gericht hebt Baustopp für Revolution Wind auf
Ein US-Bundesgericht hat den Baustopp für das Offshore-Windprojekt Revolution Wind vor der US-Ostküste vorläufig aufgehoben. Der Bau darf damit trotz laufender Klagen weitergehen.
Das US-Bezirksgericht für den District of Columbia hat am 12. Januar einer von Revolution Wind LLC beantragten einstweiligen Verfügung stattgegeben. Damit setzt das Gericht eine Aussetzungsanordnung des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) vom 22. Dezember 2025 vorläufig außer Kraft. Laut Gericht dürfen die betroffenen Bauaktivitäten mit sofortiger Wirkung wieder aufgenommen werden, während die Klage gegen die Anordnungen des BOEM vom 22. August und 22. Dezember 2025 weiter verhandelt wird.

Auslöser des Baustopps waren Sicherheitsbedenken der US-Bundesregierung. Das Innenministerium hatte sich auf Hinweise des Verteidigungsministeriums berufen und argumentiert, die Rotorbewegungen und reflektierende Türme großer Offshore-Windparks könnten militärische Radarsysteme stören. Diese Clutter-Effekte könnten reale Ziele verdecken oder falsche Signale erzeugen. Neben Revolution Wind waren Ende Dezember vier weitere Projekte an der US-Ostküste betroffen, darunter Empire Wind von Equinor.

Dauerhafte Lösung angestrebt

Revolution Wind kündigte an, nun zu prüfen, wie eine enge Zusammenarbeit mit der US-Regierung aussehen kann, um zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen. Der Bau soll so schnell wie möglich wieder anlaufen. Dabei haben die Sicherheit und die Versorgung mit bezahlbarem, verlässlichem Strom für den Nordosten der USA Priorität, erklärte das Unternehmen.

Das Projekt Revolution Wind ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Skyborn Renewables und Orsted. Skyborn Renewables ist eine Projektentwicklungsgesellschaft mit Hauptsitz in Hamburg und Fokus auf Offshore-Windenergie. Orsted mit Sitz in Dänemark entwickelt, baut und betreibt Offshore-Windparks sowie weitere erneuerbare Energieanlagen. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben weltweit über 10.200 MW Offshore-Windleistung, weitere 8.100 MW befinden sich im Bau. Die gesamte installierte Leistung aus erneuerbaren Energien liege bei mehr als 18.000 MW.

Windpark kurz vor Inbetriebnahme


Revolution Wind gehört zu den am weitesten fortgeschrittenen Offshore-Windprojekten in den USA. Nach Angaben der Betreiber war das Projekt Anfang Januar zu rund 87 Prozent fertiggestellt. Offshore-Fundamente, Exportkabel und Umspannplattformen sind installiert, 58 von 65 Windenergieanlagen errichtet. Die Inbetriebnahme der Stromerzeugung mit einer Leistung von 700 MW war ursprünglich für Januar 2026 vorgesehen. Der Windpark soll künftig mehr als 350.000 Haushalte in Connecticut und Rhode Island versorgen.

Parallel zum Verfahren um Revolution Wind laufen weitere Klagen gegen den von der US-Regierung verfügten Baustopp. Auch der norwegische Energiekonzern Equinor mit Sitz in Stavanger geht gerichtlich gegen die Anordnung vor. Equinor entwickelt vor der Küste von New York das Projekt Empire Wind mit einer Leistung von 810 MW. Das Vorhaben ist laut Unternehmensangaben zu mehr als 60 Prozent fertiggestellt. Equinor verweist auf Investitionen von mehr als vier Milliarden US-Dollar und warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden, sollte der Baustopp Bestand haben.

Dienstag, 13.01.2026, 11:39 Uhr
Susanne Harmsen

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