Quelle: MAN Engines
Motorenhersteller MAN Engines hat die Turbolader der Gasmotorenbaureihe E32 für Erd- und Biogasanwendungen überarbeitet.
MAN Engines hat ein Update der Gasmotorenbaureihe E32 für Erdgas- und Biogasanwendungen vorgestellt. Das Unternehmen hat dabei den Schwerpunkt auf eine neue Turboladergeneration gelegt, geht aus der Mitteilung des Unternehmens hervor. Die Motoren sollen sich stärker an Anforderungen von Märkten orientieren, die einen NOx-(Stickoxid)-Grenzwert von 250 mg/Nm3 vorgeben. Nach Unternehmensangaben sind internationale regulatorische Anforderungen der zentrale Maßstab für die technische Ausrichtung der Modernisierung.
Die neuen Typen E3262, LE272 (Erdgas) und LE282 (Biogas) ersetzen die bisherigen Varianten LE202 und LE212. Bestellungen sind zwar bereits möglich, Lieferungen starten frühestens jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2026, teilte MAN Engines dazu weiter mit. Die bisherigen Typen bleiben vorerst parallel verfügbar.
MAN Engines hat etwa wasserführende Leitungen durch ein trockenes Turbinengehäuse mit Isolierung ersetzt, was potenzielle Leckagen reduziert und thermische Belastungen begrenzt. Neue Axial- und Gleitlager aus einer Bronzelegierung erhöhen zudem die Beständigkeit gegenüber Korrosion und verlängern die Standzeiten. Eine höhere Druckreserve über die Drosselklappe erweitert den Leistungsbereich. Betreiber sollen dadurch bei erhöhtem Abgasgegendruck oder in Höhenlagen stabilere Betriebsbedingungen erreichen.
Für Märkte wie Deutschland mit Vorgaben von 100 mg/Nm3 lässt sich zum Beispiel der Typ E3262 mit externer Abgasnachbehandlung wie SCR kombinieren. Betreiber erhalten dadurch Optionen für unterschiedliche Genehmigungsanforderungen. Die Baureihe − beispielsweise für den Einsatz zur Strom- und Wärmeerzeugung − steht als Turbo- und Saugervariante sowie für 50-Hz- und 60-Hz-Netze bereit und deckt damit eine breite Spannweite internationaler Anwendungsprofile ab.
Dienstag, 9.12.2025, 11:43 Uhr
Heidi Roider
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