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Energie & Management > Stromnetz - Tennet steigert Netzinvestitionen im ersten Halbjahr
Quelle: Tennet
Stromnetz

Tennet steigert Netzinvestitionen im ersten Halbjahr

Tennet Germany hat seine Investitionen in das deutsche Übertragungsnetz im ersten Halbjahr 2026 deutlich erhöht. Auch Umsatz und Ergebnis legten gegenüber dem Vorjahr zu.
Der Übetragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 4,1 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung des deutschen Stromübertragungsnetzes investiert. Das waren nach Angaben des Unternehmens rund 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als die Investitionen bei 3,6 Milliarden Euro gelegen hatten.

Auch die Finanzkennzahlen stiegen. Der bereinigte Umsatz erhöhte sich den Angaben zufolge um rund 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro nach 3,1 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um rund 29 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es 866 Millionen Euro betragen. Das bereinigte Halbjahresergebnis legte um rund 26 Prozent von 445 Millionen Euro auf 560 Millionen Euro zu.

Als einen wesentlichen Faktor für das weitere Investitionsprogramm nennt Tennet die neue Eigentümerstruktur. Im ersten Halbjahr wurde eine Eigenkapitaltransaktion mit dem niederländischen Pensionsinvestor APG, dem Staatsfonds GIC aus Singapur und Norges Bank Investment Management abgeschlossen. Am 3. Juli beteiligte sich zudem die Förderbank KfW an Tennet Germany. Nach Umsetzung der vorgesehenen Kapitalzuführungen sollen APG, GIC und Norges Bank Investment Management zusammen 46 Prozent halten. Auf die KfW entfallen 25,1 Prozent, auf die bisherige Muttergesellschaft Tennet Holding 28,9 Prozent.

Erstmals eigene grüne Anleihe begeben

Nach Darstellung des Netzbetreibers soll die neue Struktur den erwarteten Eigenkapitalbedarf für das geplante Investitionsprogramm decken. Vorstandschef Tim Meyerjürgens verwies in diesem Zusammenhang auf den wachsenden Bedarf an Netzkapazität. Der Aus- und Umbau des Übertragungsnetzes sei eine zentrale Aufgabe, um Versorgungssicherheit und Elektrifizierung zu unterstützen.

Zusätzlich hat Tennet Germany erstmals eigene grüne Anleihen begeben. Die Emission umfasste insgesamt 3,5 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben war sie zum Emissionszeitpunkt die größte europäische grüne Unternehmensanleihe nach dem EuGB-Standard am Euro-Corporate-Bond-Markt. Das Orderbuch sei in der Spitze rund 6,3-fach überzeichnet gewesen. Finanzvorstand Markus Binder wertete die Platzierung als Baustein der langfristigen Finanzierung des Ausbauprogramms.

Bei den Netzprojekten meldete Tennet mehrere Fortschritte. Beim Südlink-Projekt wurde der Tunnelvortrieb für die Elbunterquerung abgeschlossen. In Wilhelmshaven begannen die Bauarbeiten für den Netzverknüpfungspunkt Sengwarden, über den künftig zusätzliche Strommengen in das Übertragungsnetz eingebunden werden sollen. Im Juli nahm Tennet zudem den Ostbayernring in Betrieb. Die Leitung soll zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme erneuerbarer Energien schaffen und damit den Bedarf an Redispatch-Maßnahmen verringern. Im ersten Halbjahr 2026 errichtete das Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt 188 Kilometer neue Stromleitungen.

Für das Gesamtjahr hält Tennet Germany an seinem Ausblick fest. Die Investitionen nach Handelsgesetzbuch sollen gegenüber 2025 im unteren zweistelligen Prozentbereich steigen. Beim bereinigten Ebit rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Als Unsicherheitsfaktor nennt Tennet das wirtschaftliche Umfeld. (fw)

Montag, 10.08.2026, 13:02 Uhr
Fritz Wilhelm
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Quelle: Tennet
Stromnetz
Tennet steigert Netzinvestitionen im ersten Halbjahr
Tennet Germany hat seine Investitionen in das deutsche Übertragungsnetz im ersten Halbjahr 2026 deutlich erhöht. Auch Umsatz und Ergebnis legten gegenüber dem Vorjahr zu.
Der Übetragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 4,1 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung des deutschen Stromübertragungsnetzes investiert. Das waren nach Angaben des Unternehmens rund 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als die Investitionen bei 3,6 Milliarden Euro gelegen hatten.

Auch die Finanzkennzahlen stiegen. Der bereinigte Umsatz erhöhte sich den Angaben zufolge um rund 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro nach 3,1 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um rund 29 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es 866 Millionen Euro betragen. Das bereinigte Halbjahresergebnis legte um rund 26 Prozent von 445 Millionen Euro auf 560 Millionen Euro zu.

Als einen wesentlichen Faktor für das weitere Investitionsprogramm nennt Tennet die neue Eigentümerstruktur. Im ersten Halbjahr wurde eine Eigenkapitaltransaktion mit dem niederländischen Pensionsinvestor APG, dem Staatsfonds GIC aus Singapur und Norges Bank Investment Management abgeschlossen. Am 3. Juli beteiligte sich zudem die Förderbank KfW an Tennet Germany. Nach Umsetzung der vorgesehenen Kapitalzuführungen sollen APG, GIC und Norges Bank Investment Management zusammen 46 Prozent halten. Auf die KfW entfallen 25,1 Prozent, auf die bisherige Muttergesellschaft Tennet Holding 28,9 Prozent.

Erstmals eigene grüne Anleihe begeben

Nach Darstellung des Netzbetreibers soll die neue Struktur den erwarteten Eigenkapitalbedarf für das geplante Investitionsprogramm decken. Vorstandschef Tim Meyerjürgens verwies in diesem Zusammenhang auf den wachsenden Bedarf an Netzkapazität. Der Aus- und Umbau des Übertragungsnetzes sei eine zentrale Aufgabe, um Versorgungssicherheit und Elektrifizierung zu unterstützen.

Zusätzlich hat Tennet Germany erstmals eigene grüne Anleihen begeben. Die Emission umfasste insgesamt 3,5 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben war sie zum Emissionszeitpunkt die größte europäische grüne Unternehmensanleihe nach dem EuGB-Standard am Euro-Corporate-Bond-Markt. Das Orderbuch sei in der Spitze rund 6,3-fach überzeichnet gewesen. Finanzvorstand Markus Binder wertete die Platzierung als Baustein der langfristigen Finanzierung des Ausbauprogramms.

Bei den Netzprojekten meldete Tennet mehrere Fortschritte. Beim Südlink-Projekt wurde der Tunnelvortrieb für die Elbunterquerung abgeschlossen. In Wilhelmshaven begannen die Bauarbeiten für den Netzverknüpfungspunkt Sengwarden, über den künftig zusätzliche Strommengen in das Übertragungsnetz eingebunden werden sollen. Im Juli nahm Tennet zudem den Ostbayernring in Betrieb. Die Leitung soll zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme erneuerbarer Energien schaffen und damit den Bedarf an Redispatch-Maßnahmen verringern. Im ersten Halbjahr 2026 errichtete das Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt 188 Kilometer neue Stromleitungen.

Für das Gesamtjahr hält Tennet Germany an seinem Ausblick fest. Die Investitionen nach Handelsgesetzbuch sollen gegenüber 2025 im unteren zweistelligen Prozentbereich steigen. Beim bereinigten Ebit rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Als Unsicherheitsfaktor nennt Tennet das wirtschaftliche Umfeld. (fw)

Montag, 10.08.2026, 13:02 Uhr
Fritz Wilhelm

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