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Österreichs Netzbetreiber meldeten 2025 weniger und kürzere ungeplante Versorgungsunterbrechungen bei Strom und Gas als im Vorjahr.
Die durchschnittliche Dauer ungeplanter Versorgungsunterbrechungen ist in Österreich 2025 sowohl bei Strom als auch bei Erdgas gesunken. Bei Strom erreichte sie den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005. Das zeigen die neuen Ausfall- und Störungsstatistiken der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control.
Demnach lag die „kundenbezogene Nichtverfügbarkeit“ – exklusive regional außergewöhnlicher Ereignisse − für Österreich in Summe bei 37,52
Minuten. Bezugsgröße für die Berechnung ist die Anzahl der Netzbenutzer, wie die Behörde erklärt. Unterschieden nach geplanten und ungeplanten Versorgungsunterbrechungen verzeichnete E-Control 20,89
Minuten für geplante und 16,62
Minuten für nicht geplante Abschaltungen. Zum Vergleich: 2024 summierte sich die durchschnittliche Dauer ungeplanter Stromausfälle auf 23,41
Minuten.
Der Wert für die „leistungsbezogene Nichtverfügbarkeit“ betrug in Summe 44,76
Minuten. Bezugsgröße für diese Berechnung ist die „installierte Scheinleistung der Transformatoren“. Differenziert nach geplanten und ungeplanten Unterbrechungen ergaben sich Werte von 29,26 und 15,50
Minuten.
Insgesamt meldeten die österreichischen Stromnetzbetreiber vergangenes Jahr 14.869 Versorgungsunterbrechungen, die länger als eine Sekunde dauerten. Im Jahr 2024 waren es 18.499. Knapp 61
Prozent der Unterbrechungen waren geplant, gut 39
Prozent ungeplant.
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Ungeplante kundenbezogene Nichtverfügbarkeit von Strom 2025 in Österreich in Minuten (Zum Vergrößern auf die Grafik klicken) Quelle: E-Control |
2,15 Minuten bei der Gasversorgung
Deutlich zurück gingen auch die Zahlen bei der Gasversorgung. Die Kennzahl für die durchschnittliche Dauer ungeplanter Versorgungsunterbrechungen je versorgtem Zählpunkt mit Ursache im Verteilernetz lag bei 2,15
Minuten, schreibt E-Control. Dies entspreche einer Verbesserung gegenüber dem Jahr 2024 von rund 44
Prozent.
Die durchschnittliche Unterbrechungsanzahl war auf einem vergleichbaren Niveau wie in den Jahren 2020 bis 2023. Im Durchschnitt sind von 1.000 Zählpunkten rund 3 betroffen. Bei Gas wurden 2025 insgesamt 2.769 Unterbrechungen registriert, nach 3.157 im Vorjahr. Davon waren rund 36
Prozent geplant, 64
Prozent ungeplant.
Bei Strom unterscheidet E-Control fünf Ursachen für ungeplante Unterbrechungen: atmosphärische Einwirkungen, Fremdeinwirkungen, netzbetreiberinterne Gründe, Rückwirkungsstörungen und regional außergewöhnliche Ereignisse. Interne Ursachen, darunter beispielsweise Kabelschäden, machten 2025 mehr als 15
Prozent der ungeplanten Stromunterbrechungen aus. Damit waren sie die häufigste der ausgewiesenen Ursachen. Auf atmosphärische Einwirkungen entfielen knapp 10
Prozent.
Grund in 28 Prozent der Fälle außerhalb des VerteilnetzesBei Gas entfielen rund 72
Prozent der gemeldeten Unterbrechungen auf Ursachen im Verteilernetz. Rund 28
Prozent lagen außerhalb des Verteilernetzes. Dazu zählen beispielsweise Defekte an Gasthermen in Kundenanlagen.
„Bei Strom sehen wir den besten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005. Das liegt vor allem daran, dass es im Jahr 2025 kaum zu regional außergewöhnlichen Ereignissen gekommen ist“, erläutert E-Control-Vorstand Alfons Haber, die Zahlen.
Die durchschnittliche Dauer ungeplanter Ausfälle sind im Strombereich immer deutlich höher als bei Gas. Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass unterirdisch verbaute Gasleitungen weniger von externen Umwelteinflüssen betroffen sind als Freileitungen bei Strom, so die Regulierungsbehörde.
(mf)
Die
Statistik Strom und die
Statistik Gas stehen auf den Interseiten von E-Control bereit.
Mittwoch, 19.08.2026, 15:32 Uhr
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