Blicken optimistisch in die Zukunft (v.l.): Ralf Schubert, Ralf Merkl, Anja Binder und Dirk Vogel. Quelle: Mario Selzer
Die Bilanzzahlen der Stadtwerke Bad Kissingen zeigen ein deutlich positives Ergebnis. Der Jahresüberschuss ermöglicht den Abschluss des Sanierungsprozesses.
Die Stadtwerke Bad Kissingen, rund 61 Kilometer nördlich von Würzburg (Bayern), melden für das Geschäftsjahr 2024 ein deutlich verbessertes Ergebnis. So geben sie in einer Mitteilung vom 5. Dezember für das Geschäftsjahr 2024 einen Überschuss von mehr als 5,2 Millionen Euro bekannt. Die Geschäftsführung erklärt, das operative Geschäft habe im Laufe des Geschäftsjahres spürbar an Stabilität gewonnen. Das Unternehmen konnte damit seine Kapitalbasis weiter stärken.
Auch das Geschäftsjahr 2023 war mit einem Überschuss von 5,0 Millionen Euro positiv ausgefallen. Diesen Betrag haben die Stadtwerke nicht ausgeschüttet, sondern in die Folgeperiode übertragen. Aus beiden Ergebnissen ergibt sich zum 31. Dezember 2025 eine Eigenkapitalquote von über 25 Prozent.
Laut Mitteilung stellt diese Entwicklung eine deutliche Verbesserung gegenüber den wirtschaftlich schwierigen Jahren 2021 und 2022 dar. In dieser Zeit war die Eigenkapitalquote zeitweise auf 17 Prozent gefallen. Damals startete das Unternehmen einen umfassenden Sanierungsprozess mit organisatorischen, strategischen und finanziellen Maßnahmen. Die nun vorliegenden Zahlen würden, so das Unternehmen weiter, zeigen, dass die eingeleiteten Schritte schneller als erwartet Wirkung entfaltet haben.
Der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) erklärt in der Mitteilung, dass Banken, Wirtschaftsprüfer und das Beratungshaus Concentro Management AG bereits bestätigt hätten, dass die festgelegten Zielgrößen bereits zum 31. Oktober dieses Jahres erreicht wurden. Der Aufsichtsrat hat die entsprechenden Jahresabschlüsse nun festgestellt.
Fortsetzung der Umstrukturierung
Obwohl der formale Sanierungszeitraum damit endet, will die Geschäftsführung den begonnenen Umbau fortsetzen. Dieser Prozess sei langfristig angelegt und umfasse laut Geschäftsführer Ralf Merkl die Organisationsentwicklung, die Stabilisierung der Liquidität und die Optimierung interner Abläufe. Zudem plant das Unternehmen Investitionen in neue Wachstumsfelder.
Geschäftsführerin Anja Binder unterstreicht die Bedeutung des Zusammenhalts im Unternehmen. „Die außergewöhnliche Unterstützung unseres starken Teams sowie das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen“, sagt sie. Binder erklärt, dass die Stadtwerke gut auf kommende Aufgaben vorbereitet seien und die strategische Ausrichtung konsequent fortgesetzt werde.
Merkl und Binder bekräftigen, das Unternehmen setze weiterhin auf stabile wirtschaftliche Grundlagen. Die Kombination aus positiven Jahresergebnissen, gestärkter Eigenkapitalquote und fortgeführter Restrukturierung bildet aus Sicht der Geschäftsführung ein tragfähiges Fundament für die kommenden Jahre.
Montag, 8.12.2025, 12:05 Uhr
Davina Spohn
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