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Die Energieversorgung Rudolstadt sieht sich unter dem Dach der Thüringer Energie AG besser für die Energiewende aufgestellt.
Die kommunale Energieversorgung Rudolstadt GmbH (EVR) könnte demnächst eine Tochtergesellschaft der Thüringer Energie AG (Teag) werden. Die Beteiligten prüfen eine gesellschaftsrechtliche Neuaufstellung, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Rudolstadt in Thüringen.
Derzeit hält die Stadt mit 51 Prozent die Mehrheit an der EVR. Weitere 25,1 Prozent entfallen auf die Münchener Stadtwerkegesellschaft Thüga, die Teag mit Sitz in Erfurt ist mit 23,9 Prozent beteiligt. Im Rahmen der laufenden Gespräche werde geprüft, ob die Stadt Rudolstadt und die Thüga ihre EVR-Anteile in die Teag einbringen. Im Gegenzug würden beide Partner Anteile an der Teag erhalten.
Im Ergebnis wären die Stadt Rudolstadt und die Thüga direkt an der Teag beteiligt. Die EVR und die Netzgesellschaft Energienetze Rudolstadt GmbH (ENR) würden im Gegenzug zu hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Teag werden.
Die Teag selbst befindet sich ebenfalls überwiegend in kommunaler Hand. Nach Unternehmensangaben gehören 84,8 Prozent der Anteile rund 620 Städten und Gemeinden in Thüringen. Weitere 15,2 Prozent hält die Thüga.
Bewertung durch Wirtschaftsprüfer
Zur Ermittlung der künftigen Beteiligungsverhältnisse werden die EVR und die ENR derzeit durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bewertet. Auf Basis dieser Unternehmensbewertungen soll festgelegt werden, welche Anteile die Stadt Rudolstadt und die Thüga als Gegenleistung an der Teag erhalten würden.
Die EVR erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Bilanzgewinn von 2,4 Millionen Euro nach 2,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 30,1 Millionen Euro. Im Jahr 2023 lagen sie noch bei 41,8 Millionen Euro.
„Die Energiewende, steigende Investitionen und neue technische Anforderungen stellen kleinere kommunale Versorger zunehmend vor Herausforderungen. Mit einer vertieften Zusammenarbeit wollen wir die Energieversorgung in Rudolstadt langfristig stabil und wirtschaftlich absichern und zugleich die kommunale Verankerung erhalten“, erklärte Bürgermeister Jörg Reichl.
Freitag, 8.05.2026, 16:54 Uhr
Stefan Sagmeister
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