Batteriespeicher von FRV. Quelle: Fotowatio Renewable Ventures, S.L.U.
Die spanische FRV hat sich in Deutschland Netzanschlusskapazitäten von 2,3 GW für Solar-, Speicher- und Hybridprojekte gesichert. Die Vorhaben sollen bis 2029 baureif werden.
Der Projektentwickler Fotowatio Renewable Ventures (FRV) hat sich in Deutschland Netzanschlusskapazitäten von insgesamt 2.300 MW für Photovoltaik-, Batteriespeicher- und Hybridprojekte gesichert und damit die Grundlage für mehrere Vorhaben geschaffen, die zwischen 2026 und 2029 baureif werden sollen. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Angesichts knapper Netzanschlussmöglichkeiten wertet FRV die gesicherten Kapazitäten als wichtigen Schritt für die weitere Projektentwicklung.
Die Projekte verteilen sich auf mehrere Bundesländer: In Brandenburg entwickelt das Unternehmen derzeit vier Projekte, darunter drei Batteriespeicher und ein Hybridprojekt. Zu den größten Vorhaben gehört ein Batteriespeicher mit 750 MW Leistung, der sich bereits in einem fortgeschrittenen Genehmigungsverfahren befindet. Die Baureife der Projekte wird zwischen 2026 und 2028 erwartet.
In Niedersachsen umfasst das Portfolio fünf Projekte mit einer Gesamtleistung von knapp 700 MW. Geplant sind ein Batteriespeicher mit 600 MW Leistung, eine 13,8-MW-Photovoltaikanlage sowie drei Hybridprojekte. Die Projekte sollen zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2028 baureif werden.
Für Nordrhein-Westfalen nennt FRV drei weitere Projekte mit einer geplanten Gesamtleistung von mehr als 900 MW. Das Portfolio besteht aus zwei Hybridprojekten und einem Batteriespeicher. Letzterer soll eine Leistung von 900 MW und eine Speicherkapazität von 3,6 Millionen kWh erreichen. Die Baureife wird zwischen Ende 2027 und dem ersten Quartal 2029 erwartet.
Die Batteriespeicherprojekte sind nach Unternehmensangaben für Entladezeiten von zwei beziehungsweise vier Stunden ausgelegt. Sie sollen Strom bei hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien aufnehmen und zu Zeiten höherer Nachfrage wieder ins Netz einspeisen.
FRV entwickelt darüber hinaus weitere Projekte in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Das Unternehmen gehört zur saudi-arabischen Jameel Energy und verfügt nach eigenen Angaben weltweit über ein Portfolio von mehr als 2.900 MW in Betrieb sowie rund 1.000 MW im Bau. Die internationale Entwicklungspipeline umfasst nach Unternehmensangaben etwa 29.000 MW.
Mittwoch, 17.06.2026, 09:10 Uhr
Katia Meyer-Tien
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