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Energie & Management > Wirtschaft - Neuer Name und bekannte Chefs für insolventes Sungrade
Sungrade macht als Energie Manufaktur Günzburg GmbH weiter. Quelle: Sungrade
Wirtschaft

Neuer Name und bekannte Chefs für insolventes Sungrade

Die EnBW-Beteiligung Sungrade existiert nicht mehr. Das Insolvenzverfahren ist mit der Liquidation des PV-Unternehmens beendet. Als Energie Manufaktur Günzburg GmbH geht es weiter.
Eine in wirtschaftliche Schieflage geratene Beteiligung aus dem Kosmos von EnBW und dem Speicherhersteller Senec macht unter neuem Namen weiter. Das Solarenergie-Handwerksunternehmen Sungrade hat das Insolvenzverfahren mit der Liquidation beendet und wagt nun als Energie Manufaktur Günzburg GmbH (EMG) den Neuanfang.

Wie ein Sprecher der mit dem Insolvenzverfahren betrauten Kanzlei Pluta auf Anfrage dieser Redaktion mitteilt, habe ein Großteil der ursprünglich 26 Beschäftigten den Arbeitsplatz behalten können. Ihre direkten Vorgesetzten sind teils die alten: Ralf Prestin war bereits Sungrade-Geschäftsführer und ist nun EMG-Geschäftsführer und Gesellschafter.

Co-Gesellschafter ist Stefan Sommerer-Wagner, auch er war zuvor einer der Sungrade-Chefs. Laut Pluta-Sprecher ist die gefundene Lösung nur durch Sommerer-Wagners Einspringen zustande gekommen. Ein anderer Investor sei zuvor abgesprungen und hatte das ausgearbeitete Rettungskonstrukt noch einmal in Gefahr gebracht.

Hinzu kommt ein dritter Gesellschafter, den die Kanzlei Pluta nicht namentlich nannte. Laut Handelsregister müsste es sich um Mehmet Dakaj handeln, der bereits seit der ursprünglichen Gründung von EMG im Jahr 2023 als M&S Personal GmbH im Handelsregister genannt ist.

Bei der Rettung von Sungrade handelt es sich um eine Investorenlösung. EGM hat zum 1. Februar einen großen Teil der Vermögenswerte, also Anlagen, Geräte, Aufträge und Vorratsvermögen, im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Aus dem Kaufpreis erhalten Sungrade-Gläubiger einen Teil ihrer Forderungen.

„Der Asset Deal bietet dem Solaranlagenspezialisten eine Perspektive“, so Pluta-Sanierungsexperte Florian Zistler laut einer Mitteilung. Die Kanzlei hatte seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Dezember 2025 Wege für ein Fortbestehen des Unternehmens gesucht, das den Geschäftsbetrieb in diesen Monaten fortgeführt hatte.

EGM ist mithin in denselben Geschäftsfeldern unterwegs wie Sungrade. Neben dem Vertrieb von Solaranlagen, Batteriespeichern und Wallboxen zählen Beratung, Installation der Anlagen und Servicedienstleistungen dazu. Die Probleme mit dem Absatz von Senec-Speichern, die auch Sungrade im Angebot hatte, hatten offenbar zusätzlichen Druck auf die angespannte Bilanz ausgeübt. Offiziell waren Liquiditätsprobleme der Grund, dass das Amtsgericht Neu-Ulm am 2. Oktober ein vorläufiges Insolvenz-Verfahren für Sungrade angeordnet hatte.

Dienstag, 3.02.2026, 15:08 Uhr
Volker Stephan
Energie & Management > Wirtschaft - Neuer Name und bekannte Chefs für insolventes Sungrade
Sungrade macht als Energie Manufaktur Günzburg GmbH weiter. Quelle: Sungrade
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Neuer Name und bekannte Chefs für insolventes Sungrade
Die EnBW-Beteiligung Sungrade existiert nicht mehr. Das Insolvenzverfahren ist mit der Liquidation des PV-Unternehmens beendet. Als Energie Manufaktur Günzburg GmbH geht es weiter.
Eine in wirtschaftliche Schieflage geratene Beteiligung aus dem Kosmos von EnBW und dem Speicherhersteller Senec macht unter neuem Namen weiter. Das Solarenergie-Handwerksunternehmen Sungrade hat das Insolvenzverfahren mit der Liquidation beendet und wagt nun als Energie Manufaktur Günzburg GmbH (EMG) den Neuanfang.

Wie ein Sprecher der mit dem Insolvenzverfahren betrauten Kanzlei Pluta auf Anfrage dieser Redaktion mitteilt, habe ein Großteil der ursprünglich 26 Beschäftigten den Arbeitsplatz behalten können. Ihre direkten Vorgesetzten sind teils die alten: Ralf Prestin war bereits Sungrade-Geschäftsführer und ist nun EMG-Geschäftsführer und Gesellschafter.

Co-Gesellschafter ist Stefan Sommerer-Wagner, auch er war zuvor einer der Sungrade-Chefs. Laut Pluta-Sprecher ist die gefundene Lösung nur durch Sommerer-Wagners Einspringen zustande gekommen. Ein anderer Investor sei zuvor abgesprungen und hatte das ausgearbeitete Rettungskonstrukt noch einmal in Gefahr gebracht.

Hinzu kommt ein dritter Gesellschafter, den die Kanzlei Pluta nicht namentlich nannte. Laut Handelsregister müsste es sich um Mehmet Dakaj handeln, der bereits seit der ursprünglichen Gründung von EMG im Jahr 2023 als M&S Personal GmbH im Handelsregister genannt ist.

Bei der Rettung von Sungrade handelt es sich um eine Investorenlösung. EGM hat zum 1. Februar einen großen Teil der Vermögenswerte, also Anlagen, Geräte, Aufträge und Vorratsvermögen, im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Aus dem Kaufpreis erhalten Sungrade-Gläubiger einen Teil ihrer Forderungen.

„Der Asset Deal bietet dem Solaranlagenspezialisten eine Perspektive“, so Pluta-Sanierungsexperte Florian Zistler laut einer Mitteilung. Die Kanzlei hatte seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Dezember 2025 Wege für ein Fortbestehen des Unternehmens gesucht, das den Geschäftsbetrieb in diesen Monaten fortgeführt hatte.

EGM ist mithin in denselben Geschäftsfeldern unterwegs wie Sungrade. Neben dem Vertrieb von Solaranlagen, Batteriespeichern und Wallboxen zählen Beratung, Installation der Anlagen und Servicedienstleistungen dazu. Die Probleme mit dem Absatz von Senec-Speichern, die auch Sungrade im Angebot hatte, hatten offenbar zusätzlichen Druck auf die angespannte Bilanz ausgeübt. Offiziell waren Liquiditätsprobleme der Grund, dass das Amtsgericht Neu-Ulm am 2. Oktober ein vorläufiges Insolvenz-Verfahren für Sungrade angeordnet hatte.

Dienstag, 3.02.2026, 15:08 Uhr
Volker Stephan

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