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Das Windenergieunternehmen Enova ordnet sein Windparkgeschäft neu. Mit einem Investor sollen weitere Windparks übernommen werden.
Das Windenergieunternehmen Enova aus Bunde in Niedersachsen gibt Assets aus seiner bisherigen Beteiligungsgesellschaft Enova Value in die neu gegründete „Enova Generation GmbH“ ab. Dabei handelt es sich um elf Windparks in Deutschland mit einer Gesamtleistung von rund 350 MW.
Mehrheitseigentümer der neuen Gesellschaft ist der Infrastrukturinvestor Sosteneo aus Mailand, der zur italienischen Generali Investments Holding gehört. Enova bleibt als Minderheitsgesellschafter beteiligt und ist für die Betriebsführung zuständig. Weiterhin kümmert sich das Unternehmen um die Umsetzung der Projekte sowie um die Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort.
Hinter der neuen Gesellschaft Enova Generation GmbH steht vor allem das Ziel, weitere Windparks zu übernehmen. Enova Generation soll künftig sowohl bereits laufende Anlagen als auch baureife Projekte kaufen können. Das Portfolio soll langfristig auf eine Leistung von bis zu 1.000 MW wachsen.
Die elf Windparks, mit denen die neue Gesellschaft startet, stammen aus Enova Value. Diese Gesellschaft wurde von Enova und dem französischen Investor Omnes Capital finanziert. Seit 2020 haben die Partner nach eigenen Angaben rund 70 Windparks beziehungsweise Projektrechte erworben.
Von dem Portfolio sind nach Angaben von Sosteneo rund 40 Prozent bereits in Betrieb. Die übrigen 60 Prozent befinden sich im Bau oder stehen kurz vor der endgültigen Investitionsentscheidung. Die Transaktion muss noch die üblichen Genehmigungsverfahren durchlaufen und soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Für Sosteneo ist die Beteiligung zugleich der Einstieg in den deutschen Markt.
Repowering im Fokus
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Repowering von vorhandenen Windparks. Häufig lässt sich mit weniger, aber leistungsstärkeren Windrädern deutlich mehr Strom erzeugen. Gerade ältere Windparks sind deshalb für Investoren und Betreiber interessant, wenn die Standorte weiterhin für die Windstromproduktion geeignet sind.
Enova arbeitet inzwischen mit drei verschiedenen Finanzierungspartnern. Zusammen mit dem deutschen Versicherer Signal Iduna entwickelt das Unternehmen über die Plattform Enova IPP eigene Windenergieprojekte in der Weser-Ems-Region. Bis 2028 soll dieses Portfolio auf 300 MW wachsen. Mit Omnes Capital mit Sitz in Paris kauft Enova über Enova Value ältere Windparks und Projektrechte, die sich für eine Erneuerung eignen.
Enova Generation mit Sosteneo soll nun vor allem baureife und bereits laufende Windparks aufnehmen. Nach eigenen Angaben verfügt die Enova-Gruppe derzeit über Windparks mit insgesamt rund 1.000 MW Leistung. Bis Ende 2030 soll der eigene Bestand auf 3.000 MW steigen. Das von Enova verwaltete Anlagenvermögen soll dann einen Wert von 5 Milliarden Euro erreichen.
Sosteneo ist auf Investitionen in Energieinfrastruktur spezialisiert und gehört zur Vermögensverwaltungsplattform von Generali Investments. Die Beteiligung an Enova Generation ist zugleich das erste Investment eines neuen Sosteneo-Fonds. Dieser hat bislang 300 Millionen Euro von Investoren eingesammelt und strebt ein Volumen von 1 Milliarde Euro an. (sag)
Dienstag, 11.08.2026, 16:41 Uhr
Stefan Sagmeister
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