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Energie & Management > Bilanz - Krefeld kehrt „auf Normalniveau“ zurück
SWK-Vorstand: Kerstin Abraham und Carsten Liedtke. Quelle: SWK
Bilanz

Krefeld kehrt „auf Normalniveau“ zurück

Die SWK Krefeld hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernüberschuss von rund 30 Millionen Euro abgeschlossen. Von der Politik erwartet sich der Versorger vor allem eines.
Der Krefelder Kommunalversorger SWK hat im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von rund 2,3 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 108 Millionen Euro erwirtschaftet. Als Konzernüberschuss stehen rund 30 Millionen Euro zu Buche, wie die Geschäftsführung am 22. Juni mitteilte. Im Jahr davor waren 49 Millionen unter dem Strich gestanden. Der schmälere Überschuss 2025 rührt nach Konzernangaben von „planmäßig“ geringeren Finanz- und Beteiligungserträgen sowie höherer Steuerzahlungen her.

„Wir konnten am Ende ein gutes Ergebnis erzielen und kehren nach den durch Sondereffekte bedingten herausragenden beiden vorherigen Geschäftsjahren nun wieder auf Normalniveau zurück“, kommentiert SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke das Ergebnis in einer Mitteilung.

In den städtischen Haushalt fließen rund 33 Millionen Euro. Der Betrag ergibt sich aus der Netto-Dividende der nicht börsennotierten Aktiengesellschaft in Höhe von knapp 19 Millionen Euro und der Konzessionsabgabe in Höhe von gut 14 Millionen Euro. 

Im Geschäftsfeld Energie und Wasser sank der Umsatz um 6,7 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Während der Stromabsatz sich verringerte, stieg, ebenfalls im Milliarden-kWh-Bereich, der Gasabsatz (Details siehe Tabelle unten). Margen und Betriebsergebnis konnten laut Unternehmen trotz höherer Beschaffungspreise stabil gehalten werden. Die Zahl der Energiekunden lag Ende 2025 bei gut 760.000, so die SWK.

Lekker legt zu

Leicht zurückgegangen ist laut Mitteilung der Strom- und Gaskundenbestand der bundesweit tätigen Tochter Lekker Energie. Der Kundenbestand in Belieferung beläuft sich auf 384.000 (2024: 387.000), teilte Lekker mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg nach Unternehmensangaben um 2,3 Millionen auf 16,7 Millionen Euro. Der Brutto-Umsatzerlös betrug 435 Millionen Euro (2024: 481 Millionen Euro). Der Stromabsatz sank enorm von 838 Millionen kWh im Jahr 2024 auf 761 Millionen kWh. Der Gasabsatz lag mit 1,15 Milliarden kWh nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage Krefeld lieferte laut Geschäftsbericht 214 Millionen kWh Fernwärme und damit rund 6 Millionen kWh mehr als im Vorjahr. Die Kläranlage Krefeld produzierte aus Faulgas gut 5 Millionen Kubikmeter Biomethan und 4.500 Tonnen biogenes CO2.

Zur Busflotte kamen 2025 sieben weitere Wasserstoff-Fahrzeuge hinzu. Insgesamt sind nun zehn H2-Busse im Linienbetrieb im Einsatz. Die Wasserstoff-Tankstelle für die Vehikel ging im vierten Quartal 2025 in Betrieb.
 
Geschäftsentwicklung SWK
SWK-Konzern20252024
Umsatzerlöse (Mio. Euro)2.2972.385
Jahresüberschuss (Mio. Euro)3049
Investitionen (Mio. Euro)154153
Stromabsatz (Mio. kWh)1.7651.823
Gasabsatz (Mio. kWh)2.6432.541
Wärmeabsatz (Mio. kWh)223217
Quelle: SWK

„Unberechenbare Geo- und Wirtschaftspolitik“

Die Investitionen summierten sich SWK zufolge auf 154 Millionen Euro. Davon entfielen 45 Millionen Euro auf Energie und Wasser, 62 Millionen Euro auf Entsorgung sowie 36 Millionen Euro auf den Verkehr. Investitionsschwerpunkte seien Netzausbau, Fernwärme, Modernisierung von Entsorgungsanlagen sowie Infrastruktur und Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr gewesen.

Wie andernorts wird auch in Krefeld der Ruf nach klaren politischen Rahmenbedingungen laut: „Die Politik hat es bislang zu selten geschafft, für einen verlässlichen und langfristig gültigen Rahmen zu sorgen. Hinzu kommt die unberechenbare Geo- und Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten“, so SWK-Vorständin Kerstin Abraham anlässlich der Vorstellung der Geschäftszahlen.

Montag, 22.06.2026, 16:15 Uhr
Manfred Fischer
Energie & Management > Bilanz - Krefeld kehrt „auf Normalniveau“ zurück
SWK-Vorstand: Kerstin Abraham und Carsten Liedtke. Quelle: SWK
Bilanz
Krefeld kehrt „auf Normalniveau“ zurück
Die SWK Krefeld hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernüberschuss von rund 30 Millionen Euro abgeschlossen. Von der Politik erwartet sich der Versorger vor allem eines.
Der Krefelder Kommunalversorger SWK hat im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von rund 2,3 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 108 Millionen Euro erwirtschaftet. Als Konzernüberschuss stehen rund 30 Millionen Euro zu Buche, wie die Geschäftsführung am 22. Juni mitteilte. Im Jahr davor waren 49 Millionen unter dem Strich gestanden. Der schmälere Überschuss 2025 rührt nach Konzernangaben von „planmäßig“ geringeren Finanz- und Beteiligungserträgen sowie höherer Steuerzahlungen her.

„Wir konnten am Ende ein gutes Ergebnis erzielen und kehren nach den durch Sondereffekte bedingten herausragenden beiden vorherigen Geschäftsjahren nun wieder auf Normalniveau zurück“, kommentiert SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke das Ergebnis in einer Mitteilung.

In den städtischen Haushalt fließen rund 33 Millionen Euro. Der Betrag ergibt sich aus der Netto-Dividende der nicht börsennotierten Aktiengesellschaft in Höhe von knapp 19 Millionen Euro und der Konzessionsabgabe in Höhe von gut 14 Millionen Euro. 

Im Geschäftsfeld Energie und Wasser sank der Umsatz um 6,7 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Während der Stromabsatz sich verringerte, stieg, ebenfalls im Milliarden-kWh-Bereich, der Gasabsatz (Details siehe Tabelle unten). Margen und Betriebsergebnis konnten laut Unternehmen trotz höherer Beschaffungspreise stabil gehalten werden. Die Zahl der Energiekunden lag Ende 2025 bei gut 760.000, so die SWK.

Lekker legt zu

Leicht zurückgegangen ist laut Mitteilung der Strom- und Gaskundenbestand der bundesweit tätigen Tochter Lekker Energie. Der Kundenbestand in Belieferung beläuft sich auf 384.000 (2024: 387.000), teilte Lekker mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg nach Unternehmensangaben um 2,3 Millionen auf 16,7 Millionen Euro. Der Brutto-Umsatzerlös betrug 435 Millionen Euro (2024: 481 Millionen Euro). Der Stromabsatz sank enorm von 838 Millionen kWh im Jahr 2024 auf 761 Millionen kWh. Der Gasabsatz lag mit 1,15 Milliarden kWh nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage Krefeld lieferte laut Geschäftsbericht 214 Millionen kWh Fernwärme und damit rund 6 Millionen kWh mehr als im Vorjahr. Die Kläranlage Krefeld produzierte aus Faulgas gut 5 Millionen Kubikmeter Biomethan und 4.500 Tonnen biogenes CO2.

Zur Busflotte kamen 2025 sieben weitere Wasserstoff-Fahrzeuge hinzu. Insgesamt sind nun zehn H2-Busse im Linienbetrieb im Einsatz. Die Wasserstoff-Tankstelle für die Vehikel ging im vierten Quartal 2025 in Betrieb.
 
Geschäftsentwicklung SWK
SWK-Konzern20252024
Umsatzerlöse (Mio. Euro)2.2972.385
Jahresüberschuss (Mio. Euro)3049
Investitionen (Mio. Euro)154153
Stromabsatz (Mio. kWh)1.7651.823
Gasabsatz (Mio. kWh)2.6432.541
Wärmeabsatz (Mio. kWh)223217
Quelle: SWK

„Unberechenbare Geo- und Wirtschaftspolitik“

Die Investitionen summierten sich SWK zufolge auf 154 Millionen Euro. Davon entfielen 45 Millionen Euro auf Energie und Wasser, 62 Millionen Euro auf Entsorgung sowie 36 Millionen Euro auf den Verkehr. Investitionsschwerpunkte seien Netzausbau, Fernwärme, Modernisierung von Entsorgungsanlagen sowie Infrastruktur und Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr gewesen.

Wie andernorts wird auch in Krefeld der Ruf nach klaren politischen Rahmenbedingungen laut: „Die Politik hat es bislang zu selten geschafft, für einen verlässlichen und langfristig gültigen Rahmen zu sorgen. Hinzu kommt die unberechenbare Geo- und Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten“, so SWK-Vorständin Kerstin Abraham anlässlich der Vorstellung der Geschäftszahlen.

Montag, 22.06.2026, 16:15 Uhr
Manfred Fischer

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