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Energie & Management > Geothermie - EWG darf mehr Thermalwasser fördern
Die EWG-Heizzentrale. Quelle: EWG
Geothermie

EWG darf mehr Thermalwasser fördern

Die Energie-Wende-Garching (EWG) hat die wasserrechtliche Erlaubnis erhalten, ihre Geothermie-Anlage am Hüterweg mit einer höheren Fördermenge zu betreiben.
Das Bergamt Südbayern hat der Energie-Wende-Garching (EWG) die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt, ihre Geothermie-Anlage am Hüterweg nördlich von München mit einer Fördermenge von 150 Litern pro Sekunde zu betreiben – 50 Prozent mehr als bisher genehmigt, teilte das Unternehmen am 3. März mit. Die EWG kann damit neue Kunden an das Fernwärmenetz anschließen.

Im Jahr 2024 hat die EWG die alte Tauchkreiselpumpe durch eine leistungsstärkere Anlage ersetzt. Tauchkreiselpumpen werden in großer Tiefe eingesetzt, um das heiße Thermalwasser aus dem Untergrund an die Oberfläche zu fördern. Die neue Pumpe kann die Fördermenge von bisher 100 auf bis zu 150 Liter pro Sekunde steigern.

Aktuell betreibt die EWG laut eigener Auskunft die Anlage mit 130 Litern pro Sekunde und speist damit erfolgreich 12 MW geothermische Wärme in das Fernwärmenetz ein. Die nun erteilte wasserrechtliche Genehmigung des Bergamts Südbayern ist die behördliche Bestätigung, das volle Potenzial des Garchinger Erdschatzes nutzen zu dürfen: „Diese Genehmigung ist wichtig für die wirtschaftliche Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der EWG“, erklärt Geschäftsführer Linus Diergarten. „Wir können unsere geothermische Leistung weiter ausbauen, neue Kunden anschließen und gleichzeitig noch mehr CO2 einsparen.“

Großwärmepumpen erhöhen Spitzenlast 

Parallel zur Leistungssteigerung der Geothermie hat die EWG Ende 2025 in ihrer Heizzentrale „Am Wiesäckerbach“ zwei Großwärmepumpen in Betrieb genommen, teilte der Versorger weiter mit. Sie nutzen die verbleibende Wärme des Thermalwassers, bevor es in den Boden zurückgeführt wird, und heben diese Wärme mittels elektrischen Stroms auf ein für das Fernwärmenetz nutzbares Temperaturniveau.

Ab 2026 versorgen diese Anlagen das Netz in der Mittel- und Spitzenlast mit zusätzlicher Wärme und nutzen die vorhandene Wärmequelle Geothermie. Beide Maßnahmen – die neue Förderpumpe und die Großwärmepumpen – werden durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert.

In einem weiteren Schritt plant die EWG, einen Tagesspeicher zu integrieren. Er soll die täglichen Schwankungen im Wärmebedarf besser ausgleichen und es ermöglichen, überschüssige erneuerbare Wärmeenergie tagsüber und in den Nachtstunden zu speichern und in Spitzenlastzeiten wieder abzugeben. 

Dienstag, 3.03.2026, 12:18 Uhr
Heidi Roider
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Die EWG-Heizzentrale. Quelle: EWG
Geothermie
EWG darf mehr Thermalwasser fördern
Die Energie-Wende-Garching (EWG) hat die wasserrechtliche Erlaubnis erhalten, ihre Geothermie-Anlage am Hüterweg mit einer höheren Fördermenge zu betreiben.
Das Bergamt Südbayern hat der Energie-Wende-Garching (EWG) die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt, ihre Geothermie-Anlage am Hüterweg nördlich von München mit einer Fördermenge von 150 Litern pro Sekunde zu betreiben – 50 Prozent mehr als bisher genehmigt, teilte das Unternehmen am 3. März mit. Die EWG kann damit neue Kunden an das Fernwärmenetz anschließen.

Im Jahr 2024 hat die EWG die alte Tauchkreiselpumpe durch eine leistungsstärkere Anlage ersetzt. Tauchkreiselpumpen werden in großer Tiefe eingesetzt, um das heiße Thermalwasser aus dem Untergrund an die Oberfläche zu fördern. Die neue Pumpe kann die Fördermenge von bisher 100 auf bis zu 150 Liter pro Sekunde steigern.

Aktuell betreibt die EWG laut eigener Auskunft die Anlage mit 130 Litern pro Sekunde und speist damit erfolgreich 12 MW geothermische Wärme in das Fernwärmenetz ein. Die nun erteilte wasserrechtliche Genehmigung des Bergamts Südbayern ist die behördliche Bestätigung, das volle Potenzial des Garchinger Erdschatzes nutzen zu dürfen: „Diese Genehmigung ist wichtig für die wirtschaftliche Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der EWG“, erklärt Geschäftsführer Linus Diergarten. „Wir können unsere geothermische Leistung weiter ausbauen, neue Kunden anschließen und gleichzeitig noch mehr CO2 einsparen.“

Großwärmepumpen erhöhen Spitzenlast 

Parallel zur Leistungssteigerung der Geothermie hat die EWG Ende 2025 in ihrer Heizzentrale „Am Wiesäckerbach“ zwei Großwärmepumpen in Betrieb genommen, teilte der Versorger weiter mit. Sie nutzen die verbleibende Wärme des Thermalwassers, bevor es in den Boden zurückgeführt wird, und heben diese Wärme mittels elektrischen Stroms auf ein für das Fernwärmenetz nutzbares Temperaturniveau.

Ab 2026 versorgen diese Anlagen das Netz in der Mittel- und Spitzenlast mit zusätzlicher Wärme und nutzen die vorhandene Wärmequelle Geothermie. Beide Maßnahmen – die neue Förderpumpe und die Großwärmepumpen – werden durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert.

In einem weiteren Schritt plant die EWG, einen Tagesspeicher zu integrieren. Er soll die täglichen Schwankungen im Wärmebedarf besser ausgleichen und es ermöglichen, überschüssige erneuerbare Wärmeenergie tagsüber und in den Nachtstunden zu speichern und in Spitzenlastzeiten wieder abzugeben. 

Dienstag, 3.03.2026, 12:18 Uhr
Heidi Roider

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