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Energie & Management > Auftrag - Everllence stellt 480 MW für KI-Rechenzentrum bereit
Quelle: Shutterstock
Auftrag

Everllence stellt 480 MW für KI-Rechenzentrum bereit

Everllence liefert 24 Gasmotoren mit 480 MW Leistung für ein netzunabhängiges Rechenzentrum in den USA. Die Anlage soll den Ausbau von KI- und Cloud-Anwendungen absichern.
Der Augsburger Motorenhersteller Everllence hat einen Auftrag zur Lieferung von 24 Gasmotoren für ein Rechenzentrum in den USA erhalten. Die Aggregate des Typs 18V51/60G stellen eine elektrische Leistung von 480 MW bereit und versorgen den Standort unabhängig vom öffentlichen Stromnetz, teilte das Unternehmen am 29. Juli mit. 

Das Unternehmen reagiert damit auf den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren für Anwendungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cloud Computing. „Dieser Auftrag zählt zu unseren wichtigsten netzunabhängigen Rechenzentrumsprojekten in den USA und stärkt damit unsere Position in einem Sektor für digitale Infrastrukturen, der sich rasant entwickelt“, teilte dazu Johann Stocks mit, Head of Power Americas bei Everllence. „In einem traditionell von Gasturbinen dominierten Markt, sind unsere mittelschnelllaufenden Motoren eine wertvolle Alternative und ideal für Rechenzentren, die keinen direkten Netzanschluss haben.“

Nach Unternehmensangaben nutzt die Anlage Erdgas als Brennstoff. SCR- und Oxidationskatalysatoren sollen die Einhaltung der geltenden Emissionsgrenzwerte sicherstellen. Das Kraftwerkskonzept basiert auf 24 einzelnen Motorenmodulen. Dadurch lässt sich die Leistung schrittweise erweitern und an den steigenden Energiebedarf des Rechenzentrums anpassen.

Nach Angaben des Herstellers reagieren die Motoren schnell auf Laständerungen und eignen sich deshalb für die wechselnden Lastprofile von KI-Rechenzentren. Das modulare Anlagenkonzept soll den Betrieb an den jeweiligen Leistungsbedarf anpassen. Einzelne Motoren lassen sich innerhalb weniger Minuten zu- oder abschalten. Gleichzeitig könnten sie mit weiteren Energiequellen kombiniert werden und so eine stabile Grundlastversorgung gewährleisten.

Everllence verweist darauf, dass Betreiber von Rechenzentren in den USA häufig mehrere Jahre auf einen Netzanschluss warten müssen. Mit einer netzunabhängigen Stromversorgung könne der Kunde den Betrieb des Standorts früher aufnehmen.
Die eingesetzten Motoren gehören zur Baureihe 51/60, die laut Everllence weltweit mit einer installierten Leistung von rund 8.000 MW im Einsatz ist.

Die Gasversion 51/60G kann nach Unternehmensangaben mit einer Wasserstoffbeimischung von bis zu 25 Prozent betrieben werden. Die Startzeit liegt bei unter fünf Minuten, der elektrische Wirkungsgrad im Einzelzyklus bei bis zu 50 Prozent. Ergänzend bietet Everllence digitale Betriebs- und Wartungsdienste an. 

Die Auslieferung der Motoren soll in zwei Phasen erfolgen. Nach Unternehmensangaben beginnt sie voraussichtlich Mitte 2026. Auch die Inbetriebnahme ist schrittweise vorgesehen und orientiert sich am Ausbau des Rechenzentrums.

Everllence soll neuen Mehrheitseigentümer erhalten

Der Motorenhersteller Everllence hat sich diesen Namen im Frühjahr 2025 gegeben. Zuvor hier das Unternehmen MAN Energy Solutions. Das Unternehmen, das weltweit 15.000 Mitarbeitende beschäftigt, begründete dies damit, dass man längst nicht mehr nur Motoren und Turbomaschinen baue, sondern auch Anbieter von Groß-Wärmepumpen und anderer klimafreundlicher Technik sei. Der Kunstname Everllence ist aus den englischsprachigen Begriffen „ever“ (immer) und „Excellence“ zusammengesetzt. 

Im Juni dieses Jahres gab Everllence zudem bekannt, dass sie einen neuen Eigentümer erhalten. Die Volkswagen Group will 51 Prozent ihrer Anteile an dem Augsburger Großmotoren-Hersteller Everllence an die Investmentgesellschaft Bain Capital veräußern (wir berichteten). Eine entsprechende Exklusivvereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet. Volkswagen plant allerdings, mittelfristig mit einem Anteil von 49 Prozent beteiligt zu bleiben. (hr)

Mittwoch, 29.07.2026, 11:27 Uhr
Heidi Roider
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Everllence liefert 24 Gasmotoren mit 480 MW Leistung für ein netzunabhängiges Rechenzentrum in den USA. Die Anlage soll den Ausbau von KI- und Cloud-Anwendungen absichern.
Der Augsburger Motorenhersteller Everllence hat einen Auftrag zur Lieferung von 24 Gasmotoren für ein Rechenzentrum in den USA erhalten. Die Aggregate des Typs 18V51/60G stellen eine elektrische Leistung von 480 MW bereit und versorgen den Standort unabhängig vom öffentlichen Stromnetz, teilte das Unternehmen am 29. Juli mit. 

Das Unternehmen reagiert damit auf den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren für Anwendungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cloud Computing. „Dieser Auftrag zählt zu unseren wichtigsten netzunabhängigen Rechenzentrumsprojekten in den USA und stärkt damit unsere Position in einem Sektor für digitale Infrastrukturen, der sich rasant entwickelt“, teilte dazu Johann Stocks mit, Head of Power Americas bei Everllence. „In einem traditionell von Gasturbinen dominierten Markt, sind unsere mittelschnelllaufenden Motoren eine wertvolle Alternative und ideal für Rechenzentren, die keinen direkten Netzanschluss haben.“

Nach Unternehmensangaben nutzt die Anlage Erdgas als Brennstoff. SCR- und Oxidationskatalysatoren sollen die Einhaltung der geltenden Emissionsgrenzwerte sicherstellen. Das Kraftwerkskonzept basiert auf 24 einzelnen Motorenmodulen. Dadurch lässt sich die Leistung schrittweise erweitern und an den steigenden Energiebedarf des Rechenzentrums anpassen.

Nach Angaben des Herstellers reagieren die Motoren schnell auf Laständerungen und eignen sich deshalb für die wechselnden Lastprofile von KI-Rechenzentren. Das modulare Anlagenkonzept soll den Betrieb an den jeweiligen Leistungsbedarf anpassen. Einzelne Motoren lassen sich innerhalb weniger Minuten zu- oder abschalten. Gleichzeitig könnten sie mit weiteren Energiequellen kombiniert werden und so eine stabile Grundlastversorgung gewährleisten.

Everllence verweist darauf, dass Betreiber von Rechenzentren in den USA häufig mehrere Jahre auf einen Netzanschluss warten müssen. Mit einer netzunabhängigen Stromversorgung könne der Kunde den Betrieb des Standorts früher aufnehmen.
Die eingesetzten Motoren gehören zur Baureihe 51/60, die laut Everllence weltweit mit einer installierten Leistung von rund 8.000 MW im Einsatz ist.

Die Gasversion 51/60G kann nach Unternehmensangaben mit einer Wasserstoffbeimischung von bis zu 25 Prozent betrieben werden. Die Startzeit liegt bei unter fünf Minuten, der elektrische Wirkungsgrad im Einzelzyklus bei bis zu 50 Prozent. Ergänzend bietet Everllence digitale Betriebs- und Wartungsdienste an. 

Die Auslieferung der Motoren soll in zwei Phasen erfolgen. Nach Unternehmensangaben beginnt sie voraussichtlich Mitte 2026. Auch die Inbetriebnahme ist schrittweise vorgesehen und orientiert sich am Ausbau des Rechenzentrums.

Everllence soll neuen Mehrheitseigentümer erhalten

Der Motorenhersteller Everllence hat sich diesen Namen im Frühjahr 2025 gegeben. Zuvor hier das Unternehmen MAN Energy Solutions. Das Unternehmen, das weltweit 15.000 Mitarbeitende beschäftigt, begründete dies damit, dass man längst nicht mehr nur Motoren und Turbomaschinen baue, sondern auch Anbieter von Groß-Wärmepumpen und anderer klimafreundlicher Technik sei. Der Kunstname Everllence ist aus den englischsprachigen Begriffen „ever“ (immer) und „Excellence“ zusammengesetzt. 

Im Juni dieses Jahres gab Everllence zudem bekannt, dass sie einen neuen Eigentümer erhalten. Die Volkswagen Group will 51 Prozent ihrer Anteile an dem Augsburger Großmotoren-Hersteller Everllence an die Investmentgesellschaft Bain Capital veräußern (wir berichteten). Eine entsprechende Exklusivvereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet. Volkswagen plant allerdings, mittelfristig mit einem Anteil von 49 Prozent beteiligt zu bleiben. (hr)

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Heidi Roider

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