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Energie & Management > IT - Entega meldet Datenabfluss bei Zertifizierer
Quelle: Shutterstock / solarseven
IT

Entega meldet Datenabfluss bei Zertifizierer

Nach einem Cyberangriff auf den Zertifizierer „GUTcert“ kann die Entega einen Datenabfluss nicht ausschließen. Versorgung und IT-Systeme des Konzerns blieben unberührt. 
Der Energiedienstleister Entega ist als Kunde der „GUTcert GmbH“ über einen Cyberangriff auf den Berliner Zertifizierungsdienstleister informiert worden. Bei dem Angriff Anfang September sind Daten abgeflossen. Die E-Netz Südhessen AG sowie die Entega, Letztere im Rahmen ihrer Betriebsführung für das Müllheizkraftwerk Darmstadt, hatten Gutcert mit Zertifizierungen beauftragt, von denen einige gesetzlich vorgeschrieben sind. Dafür mussten Unterlagen übermittelt werden. Deshalb lasse sich nicht ausschließen, dass auch Dokumente des Konzerns betroffen sind, heißt es in einer Mitteilung von Entega. 

Die Versorgungssicherheit im Netzgebiet war nach Unternehmensangaben zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Auch die IT-Systeme des Konzerns sei vom Angriff auf den Dienstleister nicht betroffen. Kundendaten seien ebenfalls nicht abgeflossen, da sie bei solchen Zertifizierungen gar nicht weitergegeben würden. 

Meldung an BSI und LKA

Als Kritis-Betreiber ist die Entega nach eigenen Angaben ihrer regulatorischen Pflicht nachgekommen und hat den Vorfall dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeldet. Man stehe mit der Behörde und einem Sicherheitsdienstleister in engem Austausch. Gutcert wiederum hat das LKA Berlin informiert.

Nach bisherigen Informationen sind Unterlagen betroffen, die die Entega im Rahmen der Zertifizierung eingereicht hat. Hinzu kommen Dokumentationen des Zertifizierers sowie Namen und Kontaktdaten von Mitarbeitenden, die an den Verfahren mitgewirkt haben. Die Entega betont, die Weitergabe von Daten an Dritte stets auf das notwendige oder vorgeschriebene Minimum zu beschränken.

Ein Zertifizierungsaudit prüft, ob die Anforderungen erfüllt sind, und dokumentiert gegebenenfalls Feststellungen. Schwerwiegende Feststellungen müssen behoben und die Behebung bestätigt werden, bevor ein Zertifikat ausgestellt wird. Für geringfügige Punkte wird ein Maßnahmenplan erstellt, dessen Umsetzung die Zertifizierungsstelle bei der nächsten Überprüfung nachverfolgt. 

Die Anforderungen an Kritis-Betreiber sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Die Entega hat nach eigenen Angaben vielfältige Maßnahmen ergriffen, um kritische Anlagen besser zu schützen. (gd)

Donnerstag, 24.09.2026, 13:21 Uhr
Günter Drewnitzky
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Nach einem Cyberangriff auf den Zertifizierer „GUTcert“ kann die Entega einen Datenabfluss nicht ausschließen. Versorgung und IT-Systeme des Konzerns blieben unberührt. 
Der Energiedienstleister Entega ist als Kunde der „GUTcert GmbH“ über einen Cyberangriff auf den Berliner Zertifizierungsdienstleister informiert worden. Bei dem Angriff Anfang September sind Daten abgeflossen. Die E-Netz Südhessen AG sowie die Entega, Letztere im Rahmen ihrer Betriebsführung für das Müllheizkraftwerk Darmstadt, hatten Gutcert mit Zertifizierungen beauftragt, von denen einige gesetzlich vorgeschrieben sind. Dafür mussten Unterlagen übermittelt werden. Deshalb lasse sich nicht ausschließen, dass auch Dokumente des Konzerns betroffen sind, heißt es in einer Mitteilung von Entega. 

Die Versorgungssicherheit im Netzgebiet war nach Unternehmensangaben zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Auch die IT-Systeme des Konzerns sei vom Angriff auf den Dienstleister nicht betroffen. Kundendaten seien ebenfalls nicht abgeflossen, da sie bei solchen Zertifizierungen gar nicht weitergegeben würden. 

Meldung an BSI und LKA

Als Kritis-Betreiber ist die Entega nach eigenen Angaben ihrer regulatorischen Pflicht nachgekommen und hat den Vorfall dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeldet. Man stehe mit der Behörde und einem Sicherheitsdienstleister in engem Austausch. Gutcert wiederum hat das LKA Berlin informiert.

Nach bisherigen Informationen sind Unterlagen betroffen, die die Entega im Rahmen der Zertifizierung eingereicht hat. Hinzu kommen Dokumentationen des Zertifizierers sowie Namen und Kontaktdaten von Mitarbeitenden, die an den Verfahren mitgewirkt haben. Die Entega betont, die Weitergabe von Daten an Dritte stets auf das notwendige oder vorgeschriebene Minimum zu beschränken.

Ein Zertifizierungsaudit prüft, ob die Anforderungen erfüllt sind, und dokumentiert gegebenenfalls Feststellungen. Schwerwiegende Feststellungen müssen behoben und die Behebung bestätigt werden, bevor ein Zertifikat ausgestellt wird. Für geringfügige Punkte wird ein Maßnahmenplan erstellt, dessen Umsetzung die Zertifizierungsstelle bei der nächsten Überprüfung nachverfolgt. 

Die Anforderungen an Kritis-Betreiber sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Die Entega hat nach eigenen Angaben vielfältige Maßnahmen ergriffen, um kritische Anlagen besser zu schützen. (gd)

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