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Eine neue Studie beziffert Jobs und Wertschöpfung der Erneuerbaren-Branche in der Metropolregion Hamburg – Windenergie größter Teilbereich, Wasserstoff nächster Wachstumsmarkt.
Die Erneuerbare-Energien-Branche hat sich in der Metropolregion Hamburg zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH). Demnach lassen sich der Branche derzeit rund 31.000 Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung von 5,3 Milliarden Euro zurechnen – nach Angaben der Autoren konservativ gerechnet.
Zwischen 2010 und 2025 wuchs die Bruttowertschöpfung der Branche im Schnitt um mehr als elf Prozent pro Jahr. Größter Einzelbereich bleibt die Windenergie mit rund 13.000 Arbeitsplätzen. Daneben verzeichnen die Studienautoren eine hohe Dynamik bei intelligenten Energiesystemen und -netzen sowie bei Solar- und Bioenergie, begleitet von einer wachsenden Forschungslandschaft und zunehmender Start-up-Aktivität.
Für Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard zeigt die Studie, dass die Energiewende längst ein handfester Wirtschaftsfaktor sei. Gerade bei erneuerbaren Energien und Wasserstoff habe der Norden große Stärken aufgebaut, die es nun zu nutzen gelte, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu sichern.
Wasserstoff als nächster Wachstumstreiber
Neben der Windkraft rückt der Wasserstoffhochlauf in den Fokus der Studie. Die Metropolregion verfügt bereits über etwa 50 einschlägige Projekte. Studienautor Martin Wilferth von „cruh21 – Part of Drees & Sommer“ sieht im Wasserstoffhochlauf eine zentrale Voraussetzung für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrie sowie von Schifffahrt, Luftfahrt und Langstrecken-Logistik. Die Region verfüge bereits über ein breit gefächertes Wasserstoff-Ökosystem und könne sich als Knotenpunkt für Produktion, Import und Verteilung von Wasserstoff in Nordeuropa etablieren, mit dem Hamburger Hafen in der Schlüsselrolle.
Studienautorin Katharina Wilkskamp von der Prognos AG betont, die Metropolregion zähle zu den dynamischsten Standorten der Energiewende in Deutschland – erkennbar an Beschäftigung, Wertschöpfung, Forschungslandschaft und Start-up-Szene.
Für EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens liefert die Studie vor allem eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Clusterstrategie bis 2030, da dynamische technologische und preisliche Entwicklungen, etwa bei Batteriespeichern, die Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft derzeit grundlegend veränderten.
Das Cluster EEHH ist ein öffentlich-privates Branchennetzwerk mit über 320 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik der Metropolregion, darunter Anlagenhersteller, Projektentwickler, Energieversorger, Netzbetreiber und Forschungseinrichtungen. Inhaltlich deckt die Clusterarbeit On- und Offshore-Wind, Solar, erneuerbare Wärme, Sektorenkopplung, Batteriespeicher und grünen Wasserstoff ab. (gd)
Donnerstag, 27.08.2026, 10:45 Uhr
Günter Drewnitzky
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