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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Energieversorger kooperiert mit Lkw-Händler
Quelle: Jonas Rosenberger
Elektrofahrzeuge

Energieversorger kooperiert mit Lkw-Händler

E-Brummi plus Hypercharger, Strom und Service: Der Energieversorger Enervie will die Mobilitätswende im Nutz- und Schwerlastverkehr voranbringen.
Die Enervie-Gruppe in Hagen (Nordrhein-Westfalen) nimmt den Markt für Elektromobilität für die Güterverkehrsbranche in den Fokus. Dazu kooperiert der südwestfälische Energieversorger mit der Jürgens-Gruppe.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hagen und 19 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz zählt zu den großen Mercedes-Benz-Händlern in Deutschland. Gemeinsames Ziel sei es, das regionale Gewerbe bei der schrittweisen Umstellung der Flotten zu unterstützen, beschreibt Enervie das Vorhaben. Damit verbunden werde „der Aufbau einer Ladeinfrastruktur in den Depots und Betriebshöfen für den Nutz- und Schwerlastverkehr in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens vorangetrieben“.

Die beiden Partner haben nach eigenen Angaben rund 35 große Speditionen und Unternehmen im Einzugsgebiet zwischen Siegen, Olpe, Hagen, Wuppertal und Dortmund als potenzielle Kunden identifiziert. Bereits im Oktober vergangenen Jahres realisierten Enervie und Jürgens ein erstes Projekt: Eine Spedition in Lüdenscheid erwarb zwei E-Lkw mit je 600 kWh Batterieleistung. Enervie installierte einen 100-kW-Hypercharger, die Tochtergesellschaft Stadtwerke Lüdenscheid kümmert sich um den Betrieb und liefert den Strom.

Im Verbund wolle man Gewerbe- und Industriekunden eine „umfassende Beratung“ und Planungshilfe für den Aufbau einer E-Lkw-Flotte mit dazugehöriger Ladeinfrastruktur geben, so der Energieversorger und das Autohaus.

Nicht die einzige Kooperation zwischen Energiewirtschaft und Brummi-Branche. Eon und MAN wollen europaweit rund 170 Standorte mit circa 400 Ladepunkten für das öffentliche Laden von Elektro-Lkw aufbauen. Allein in Deutschland sind dem Vernehmen nach rund 125 Standorte geplant.

Die „Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur“ weist in ihrem Monitor aktuell 151 öffentlich zugängliche Lkw-Ladesäulen hierzulande aus, die Anzahl der Ladepunkte beträgt 270. Die installierte Ladeleistung hat 50 MW überschritten.

Hochleistungsladen für Brummis

Vergangenes Jahr ging der erste Megawatt-Ladepunkt in Deutschland in Betrieb. Er befindet sich an der Autobahn A2 bei der Rastanlage Lipperland Süd, nahe Bielefeld. Das Megawatt Charging System (MCS) ist Teil des vom Verkehrsministerium geförderten Projekts „HoLa“, das Kürzel steht für Hochleistungsladen im öffentlichen Raum. Partner bei Lipperland Süd war EnBW. Der Mineralölkonzern Shell will in Kürze einen MCS-Ladeort im westfälischen Hamm in Betrieb nehmen. Die Ladestation kann mit einer Leistung von 2 MW laden.

Im Zuge von „HoLa“ sollen auf der Strecke von Berlin bis ins Ruhrgebiet insgesamt fünf Anlaufpunkte für schwere E-Laster entstehen, drei davon an Autobahnen, zwei an Depots. Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft, koordiniert wird es vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, ISI, und der P3-Gruppe.

Freitag, 20.02.2026, 16:17 Uhr
Manfred Fischer
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Quelle: Jonas Rosenberger
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E-Brummi plus Hypercharger, Strom und Service: Der Energieversorger Enervie will die Mobilitätswende im Nutz- und Schwerlastverkehr voranbringen.
Die Enervie-Gruppe in Hagen (Nordrhein-Westfalen) nimmt den Markt für Elektromobilität für die Güterverkehrsbranche in den Fokus. Dazu kooperiert der südwestfälische Energieversorger mit der Jürgens-Gruppe.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hagen und 19 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz zählt zu den großen Mercedes-Benz-Händlern in Deutschland. Gemeinsames Ziel sei es, das regionale Gewerbe bei der schrittweisen Umstellung der Flotten zu unterstützen, beschreibt Enervie das Vorhaben. Damit verbunden werde „der Aufbau einer Ladeinfrastruktur in den Depots und Betriebshöfen für den Nutz- und Schwerlastverkehr in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens vorangetrieben“.

Die beiden Partner haben nach eigenen Angaben rund 35 große Speditionen und Unternehmen im Einzugsgebiet zwischen Siegen, Olpe, Hagen, Wuppertal und Dortmund als potenzielle Kunden identifiziert. Bereits im Oktober vergangenen Jahres realisierten Enervie und Jürgens ein erstes Projekt: Eine Spedition in Lüdenscheid erwarb zwei E-Lkw mit je 600 kWh Batterieleistung. Enervie installierte einen 100-kW-Hypercharger, die Tochtergesellschaft Stadtwerke Lüdenscheid kümmert sich um den Betrieb und liefert den Strom.

Im Verbund wolle man Gewerbe- und Industriekunden eine „umfassende Beratung“ und Planungshilfe für den Aufbau einer E-Lkw-Flotte mit dazugehöriger Ladeinfrastruktur geben, so der Energieversorger und das Autohaus.

Nicht die einzige Kooperation zwischen Energiewirtschaft und Brummi-Branche. Eon und MAN wollen europaweit rund 170 Standorte mit circa 400 Ladepunkten für das öffentliche Laden von Elektro-Lkw aufbauen. Allein in Deutschland sind dem Vernehmen nach rund 125 Standorte geplant.

Die „Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur“ weist in ihrem Monitor aktuell 151 öffentlich zugängliche Lkw-Ladesäulen hierzulande aus, die Anzahl der Ladepunkte beträgt 270. Die installierte Ladeleistung hat 50 MW überschritten.

Hochleistungsladen für Brummis

Vergangenes Jahr ging der erste Megawatt-Ladepunkt in Deutschland in Betrieb. Er befindet sich an der Autobahn A2 bei der Rastanlage Lipperland Süd, nahe Bielefeld. Das Megawatt Charging System (MCS) ist Teil des vom Verkehrsministerium geförderten Projekts „HoLa“, das Kürzel steht für Hochleistungsladen im öffentlichen Raum. Partner bei Lipperland Süd war EnBW. Der Mineralölkonzern Shell will in Kürze einen MCS-Ladeort im westfälischen Hamm in Betrieb nehmen. Die Ladestation kann mit einer Leistung von 2 MW laden.

Im Zuge von „HoLa“ sollen auf der Strecke von Berlin bis ins Ruhrgebiet insgesamt fünf Anlaufpunkte für schwere E-Laster entstehen, drei davon an Autobahnen, zwei an Depots. Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft, koordiniert wird es vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, ISI, und der P3-Gruppe.

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