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Die Deutsche Regas darf trotz Protesten der Deutschen Umwelthilfe ihr LNG-Terminal auf Rügen weiter mit bordeigenen Gasgeneratoren betreiben. Dies genehmigte die zuständige Behörde.
Am 20. März 2026 hat die Deutsche Regas durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU) die geänderte Genehmigung für das Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“erhalten. Demnach darf die Gasverflüssigungsanlage in Mukran auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) dauerhaft mit zwei Regasifizierungsschiffen (FSRU) mittels bordeigener Gasgeneratoren arbeiten. In der ursprünglichen Genehmigung war eine Landstromanlage vorgesehen, was die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wegen Lärm und Abgasbelastung versucht hatte, gerichtlich durchzusetzen.
Bereits seit der Inbetriebnahme 2023 wird das Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“ mit den schiffseigenen Gasgeneratoren betrieben. Dies war zuerst auf Grundlage der bestehenden Genehmigung vom 9. April 2024 und dann mit Fristverlängerungen möglich. Durch die nun erfolgte Änderungsgenehmigung werde laut Unternehmen dieser Betriebszustand von einer vorläufigen in eine dauerhafte Genehmigung überführt. Im laufenden Regelbetrieb habe sich dieses Energie-Konzept bewährt, da die genehmigten Grenzwerte, insbesondere die Lärmgrenzwerte, eingehalten würden.
„Ein gesicherter Rechtsrahmen für den seit Inbetriebnahme Anfang 2023 bewährten Betrieb ist für Deutsche Regas von größter Bedeutung“, betonte Ingo Wagner, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Regas. Nunmehr könne das Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden. Damit könne sich das Unternehmen weiter der Gasversorgung von bis zu 13 Millionen Haushalten mittels Flüssigerdgaslieferung (LNG) widmen.
In der aktuellen Heizperiode wurden laut Unternehmen seit Oktober über das Energie-Terminal rund 21 Milliarden kWh in das deutsche Ferngasnetz eingespeist. Damit sei „Deutsche Ostsee“ als einziger Standort im Osten Deutschlands der mit Abstand größte Einspeisepunkt für verflüssigtes Erdgas in Deutschland. Auch in Europa gehörte das LNG-Terminal im Winter 2025/2026 zu den leistungsstärksten schwimmenden LNG-Terminals, so die Deutsche Regas.
Montag, 23.03.2026, 13:46 Uhr
Susanne Harmsen
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