Quelle: Getec
Energiedienstleister Getec soll das Wärmenetz in Böhlen modernisieren und die bisherige Versorgung aus dem Kraftwerk Lippendorf durch erneuerbare Energien ersetzen.
Die Stadt Böhlen südlich von Leipzig will das Fernwärmenetz dekarbonisieren. Dazu arbeitet die Stadt nun mit dem Energiedienstleister Getec, der Wohnungsgenossenschaft Böhlen und der Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt zusammen. Gemeinsam wollen die Partner die bisherige Wärmeversorgung, die an das Braunkohlekraftwerk Lippendorf angebunden war, grundlegend neu ausrichten − hin zu Pelletkessel und Wärmepumpen.
Das bestehende Wärmenetz in Böhlen stammt teilweise aus den 1970er-Jahren. Die bisherige Wärmeerzeugungsanlage entstand nach Unternehmensangaben um 1990 und wurde später um einen Ölkessel ergänzt. Getec übernimmt den Weiterbetrieb der Infrastruktur und modernisiert das Netz schrittweise im laufenden Betrieb. Die Maßnahmen orientieren sich an den Anforderungen der kommunalen Wärmeplanung. Mit der Transformation der Wärmeversorgung in Böhlen zeigen wir, wie bestehende Infrastrukturen Schritt für Schritt dekarbonisiert und in eine nachhaltige Zukunft überführt werden können“, sagt Guido Zimmermann, CEO bei Getec Deutschland. Das Projekt sei auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 ausgelegt.
Pelletkessel und Wärmepumpe als neue Erzeuger
Kern des Projekts ist der Bau einer neuen Energiezentrale. Geplant sind drei Pelletkessel mit jeweils 1 MW Leistung sowie eine Wärmepumpe mit 600 kW. Die installierte Gesamtleistung liegt damit bei 3,6 MW. Die Wärmeversorgung basiert künftig auf Holzpellets und Strom für den Betrieb der Wärmepumpe. Das Unternehmen beziffert die jährliche CO2-Einsparung auf rund 1.500 Tonnen. Das Vorhaben erhält Fördermittel aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW).
Die neue Anlage soll künftig rund 980 Wohneinheiten sowie acht öffentliche Gebäude versorgen. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Versorgungsgebiet eine Fläche von 58.500 Quadratmeter. Ergänzend erneuert Getec nach eigenen Angaben rund drei Kilometer Wärmetrasse.
Getec verantwortet die Planung, den Bau und den Betrieb der Energieerzeugungsanlagen sowie des Nahwärmenetzes. Zum Leistungsumfang zählen auch Hausübergabestationen und die Steuerungstechnik.
Donnerstag, 21.05.2026, 14:45 Uhr
Heidi Roider
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