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Enerige & Management > Unternehmen - Zwei weitere Vorstände schmeißen bei Uniper hin
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
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Zwei weitere Vorstände schmeißen bei Uniper hin
Im Streit mit dem finnischen Energiekonzern Fortum als Großaktionär des Kraftwerksbetreibers Uniper SE werden nun zwei weitere Vorstandsmitglieder das Handtuch werfen.
 
Nach Angaben von Uniper haben die Vorstände Eckhardt Rümmler und Keith Martin angekündigt, das Unternehmen bis Ende November zu verlassen. Nachdem bereits Klaus Schäfer als Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand Christopher Delbrück ihren Rückzug für Ende Mai angekündigt hatten, steht damit eine komplette Neubesetzung des vierköpfigen Uniper-Vorstandes an.

Hintergrund der Rücktritte sind anhaltende Differenzen zwischen dem Uniper-Vorstand und dem Großaktionär Fortum. Zwar hatten Rümmler und Martin zuletzt noch versucht, in Kooperationsgesprächen mit dem finnischen Energiekonzern eine Lösung zu finden. Auf der Hauptversammlung der Uniper SE am 22. Mai hatte Fortum aber einen Antrag durchgebracht, die Entlastung des Vorstandes für die Jahre 2017 und 2018 zu vertagen.

Fortum hält 49,99 % der Aktien der ehemaligen Eon-Kraftwerkssparte und will eigentlich Mehrheitsaktionär werden. Einer Aufstockung der Beteiligung stehen aber die russischen Kartellbehörden entgegen. Uniper hält mehrere Kraftwerksbeteiligungen in Russland und ist unter anderem an einer strategisch wichtigen Anlage zur Trinkwasseraufbereitung beteiligt. Der in staatlicher Mehrheit befindliche Energiekonzern Fortum darf deshalb seine Beteiligung an Uniper nicht aufstocken. Bei Fortum wird vermutet, dass der nun scheidende Uniper-Vorstand diese Beteiligung ausnutze, um eine Übernahme durch Fortum zu verhindern.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Montag, 27.05.2019, 11:10 Uhr

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