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Enerige & Management > Statistik - Kohle ist in Europa auf dem Rückzug
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STATISTIK:
Kohle ist in Europa auf dem Rückzug
Produktion und Verbrauch von Kohle sind in Europa seit 30 Jahren auf dem Rückzug,  besonders stark in den vergangenen beiden Jahren, so die EU-Statistikbehörde Eurostat.
 
Nach den jüngsten Zahlen von Eurostat lag die Nachfrage nach Steinkohle 2020 um 35 % unter der von 2018, bei Braunkohle war es immerhin ein Rückgang um 33 %, den die Statistiker berechnet haben.

Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits 1990 begonnen hat. Wurden 1990 in der Europäischen Union noch 277,4 Millionen Tonnen (Mt) Steinkohle produziert, hat sich dieser Wert 2020 auf 56,5 Mt reduziert − weniger als ein Fünftel. Die Anzahl der Mitgliedstaaten, in denen Steinkohle gefördert wird, ist von 13 auf nur noch zwei geschrumpft: Polen mit einem Mengenanteil von 96 %, und Tschechien. Der Steinkohleverbrauch in der EU ist im gleichen Zeitraum um 64 % auf 144 Mt gesunken.

Bei der Braunkohle verläuft die Entwicklung ähnlich: Der Verbrauch in der EU ist von 1990 bis 2020 um 64 % auf 246 Mt gesunken. Bei den Braunkohlenutzern liegt Deutschland mit einem Anteil von 44 % ganz vorn, gefolgt von Polen (19 %) und Tschechien (12 %).

Als Gründe für die Rückgänge nennt Eurostat vor allem den Umschwung von Kohle auf Erdgas und Erneuerbare in der Stromerzeugung.
 
Steinkohleproduktion in der EU und Länderanteile.
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Quelle: Eurostat

 
 

Peter Koller
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