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Bild: kw-on / Fotolia
KOHLE:
Industrie warnt vor hohen Ausstiegs-Kosten
Zusätzliche Kosten von bis zu 54 Mrd. Euro bis 2030 erwartet die deutsche Industrie in Folge eines beschleunigten Ausstiegs aus der Kohleverstromung.
 
Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Aurora Energy Research hervor, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) erstellt wurde. Die Mehrkosten, die die Studie zwischen 14 und 54 Mrd. Euro angibt, resultieren vor allem aus Strompreissteigerungen, die sowohl Unternehmen wie auch Endverbraucher treffen würden. 

Die große Bandbreite zwischen den Werten resultiere aus der ungewissen Entwicklung der Energierohstoffpreise, heißt es in einer Mitteilung der Verbände. Mit der Festlegung eines starren Abschaltplans für Kohlekraftwerke würde die Politik die deutsche Wirtschaft einem großen Risiko aussetzen. 

„Aufgrund der hohen Unsicherheit bei den zukünftigen Energierohstoffpreisen plädiere ich für klar definierte Checkpoints 2023, 2026 und zu Beginn der 2030er Jahre“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer: „Kraftwerke dürfen erst dann geschlossen werden, wenn die Voraussetzungen für wettbewerbsfähige Strompreise, eine sichere Versorgung sowie für einen erfolgreichen Strukturwandel gegeben sind.“

Ein am 23. Januar bekannt gewordener Berichtsentwurf der Kohlekommission sieht entsprechende Überprüfungen in den Jahren 2023, 2026 und 2029 vor. Schweitzer ist wie BDI-Präsident Dieter Kempf Mitglied der Kohlekommission.
 

Peter Koller
Redakteur
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Mittwoch, 23.01.2019, 10:45 Uhr

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