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Enerige & Management > Emissionshandel - Antragsfrist für nächste Handelsperiode läuft
Bild: frenta / Fotolia
EMISSIONSHANDEL:
Antragsfrist für nächste Handelsperiode läuft
Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) hat die Frist für Anträge auf kostenlose Zuteilungen von Emissionsberechtigungen für die 4. Handelsperiode festgelegt.
 
Anlagenbetreiber müssen sich auf die 4. Runde des EU-Emissionshandels einstellen. Für die Handelsperiode von 2021 bis 2030 werden die kostenlos zugeteilten Emissionsberechtigungen in zwei Zuteilungszeiträumen für 2021 bis 2025 und 2026 bis 2030 ausgegeben. Für jede Zuteilungsperiode müssen die Anlagenbetreiber jeweils einen Antrag auf Zuteilung der Emissionsberechtigungen stellen. Diese Anträge können nun für den ersten Zuteilungszeitraum bis zum 29. Juni 2019 bei der DEHSt gestellt werden, teilte die Behörde mit. Für die Anträge müssen die elektronischen Formatvorlagen über das bekannte Formular-Management-System (FMS) der DEHSt gestellt werden.

Zudem wird die DEHSt für die Antragsstellung einen Leitfaden bereitstellen, der Hilfestellungen für das Antragsverfahren und eine ausführliche Übersicht über die Zuteilungsregeln geben soll. Dieser Leitfaden wird in insgesamt sechs einzelnen Teilen veröffentlicht, die in den kommenden Wochen sukzessive auf der Internetseite der DEHSt zum Download bereitgestellt werden sollen.

Verschärfte Zuteilungsregeln

Mit der neuen Handelsperiode kommen auf die Anlagenbetreiber auch einige entscheidende Änderungen zu. So wird ab 2021 der lineare Kürzungsfaktor von derzeit 1,74 % auf 2,2 % verschärft, wodurch die zur Verfügung stehende Emissionsobergrenze weiter abgesenkt wird. Auch die 2018 gestartete Marktstabilitätsreserve wird sich auf die Anzahl der verfügbaren Emissionsberechtigungen auswirken. Seit diesem Jahr werden jährlich zum 15. Mai die im Umlauf befindlichen Emissionsrechte festgelegt. Ergibt sich dabei gegenüber dem Vorjahr ein Überangebot, so wird die Umlaufmenge um 12 % reduziert und die entsprechenden Emissionsrechte in die Marktstabilitätsreserve überführt. Bis 2023 wird sich diese Quote auf 24 % verdoppeln, also deutlich mehr Emissionsrechte aus dem Markt genommen.

Ziel ist es, den Überschuss von 2 Mrd. Emissionsrechten abzubauen, weshalb ab 2023 auch die Emissionsrechte, die über die im Vorjahr versteigerte Zertifikatsmenge hinausgehen, gelöscht werden sollen. Die auf Basis von Benchmarks erfolgende kostenfreie Zuteilung von Emissionsrechten liegt künftig grundsätzlich nur noch bei maximal 30 % der benötigten Menge, nach 2026 wird die kostenfreie Zuteilung weiter abgesenkt, so dass bis 2030 ein auf Null abgesenktes Zuteilungsniveau erreicht wird.

Am 4. April wird die DEHSt eine kostenfreie ganztägige Informationsveranstaltung über das neue Zuteilungsverfahren durchführen. Anmeldungen dazu sind bis zum 29. März möglich. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.dehst.de  
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 20.03.2019, 13:17 Uhr

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